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100 Jahre Universal Pictures
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Produktinformation
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Es ist ein Film über großes Heldentum und einen Mann, der unter normalen Umständen niemals ein Held geworden wäre: Oskar Schindler (Liam Neeson, Michael Collins), einem Kriegsgewinnler und Frauenhelden, der sein Leben riskiert und schließlich all seinen Besitz verliert, um das Leben von über 1000 Juden zu retten.
Indem Schindler Juden für den Dienst in seiner Geschirr-Fabrik anfordert, ermöglicht er ihnen das Überleben. Als rechte Hand dient ihm dabei sein ebenfalls jüdischer Buchhalter (Ben Kingsley, Ghandi), während er sich auf der anderen Seite mit dem stets unberechenbaren SS-Lagerkommandenten Amon Göth (Ralph Fiennes, Der englische Patient) arrangieren muss. Schindlers Liste nimmt sich viel Zeit für die Charakterisierung seiner Hauptperson und für die Erklärung seines Wandels vom Saulus zum Paulus. Der Plot zeigt einen Mann, der zunächst nur auf leichte Art Geld verdienen will, dem der Krieg dabei gerade recht zu kommen scheint. Angesichts der abscheulichen Verbrechen, die um ihn herum täglich geschehen, kann er die Augen nicht verschließen und erinnert sich seiner menschlichen Verpflichtungen.
Mit Schindlers Liste hat Steven Spielberg ein Meisterwerk erschaffen. Sieben Oscars erhielt der Film. Die Oscars für die Regie und den besten Film durfte Spielberg persönlich entgegennehmen. Liam Neeson, der hier die vielleicht stärkste Darstellung seiner Filmkarriere bietet, wurde zwar ebenfalls für den Oscar nominiert, ging aber bei der Verleihung leer aus. --Jeff Shannon
Beschreibung:
'Schindlers Liste schildert einprägsam die wahre Geschichte des Oskar Schindler, Mitglied der NSDAP, Frauenheld und Kriegsgewinner, der das Leben von mehr als 1100 Juden während des Holocaust rettete. Es ist der Triumph eines couragierten Mannes und das Drama derer, die durch seinen Beitrag eines der dunkelsten Kapitel der Geschichte überlebt haben.'
Angaben laut Hersteller
Anzahl Datenträger: 1
Darsteller: Liam Neeson, Sir Ben Kingsley, Ralph Fiennes
Regisseur(e): Steven Spielberg
Komponist: John Williams, Itzhak Perlman
Format: Dolby, DTS, PAL, Surround Sound
Sprache: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Deutsch (DTS 5.1), Englisch (Dolby Digital 5.1)
Region: Region 2
Bildseitenformat: 16:9 - 1.85:1
FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
Studio: Universal/DVD
Erscheinungstermin: 21. Oktober 2004
Produktionsjahr: 1993
Spieldauer: 187 Minuten
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Der wohl wichtigste und beste Film aller Zeiten,
Von
Rezension bezieht sich auf: Schindlers Liste (2 DVDs) (DVD)
1993 gelang dem erfolgreichsten Filmemacher aller Zeiten, Steven Spielberg, der vielleicht sensationellste Doppelschlag eines Regisseurs in der Filmgeschichte: Im Sommer dieses Jahres brachte er mit "Jurassic Park" den perfekten Blockbuster und damalig lukrativsten Film aller Zeiten ins Kino, im Winter dann den ultimativen Spielfilm zum vielleicht düstersten Kapitel der Menschheitsgeschichte und einen der zweifellos größten Filme überhaupt: "Schindlers Liste".Zwei Filme, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten, beide aber für sich perfekte Beispiele der Filmkunst. Wie es Spielberg gelungen ist, während der Post-Produktion von "Jurassic Park" an Originalschauplätzen in Krakau einen psychisch so unvorstellbar auslaugenden Film wie "Schindlers Liste" zu drehen, weiß er wohl selbst nicht. Jedoch ist dies ein Testament für sein unglaubliches Können, seine pure Virtuosität als Filmemacher. "Schindlers Liste" ist mit einer nicht in Worte zu fassenden fiebrigen Intensität in Szene gesetzt, dass einem schon beim alleingen Gedanken an den Film der Atem stockt. Zu der Materie empfand er schon seit langer Zeit eine tiefe Verbindung. In seiner amerikanischen Vorstadtjugend oft mit antisemitischen Bemerkungen beschimpft und mit jüdischer Erziehung aufgewachsen, hatte Spielberg schon seit seiner Jugend ein großes persönliches Interesse und Einfühlungsvermögen für den Holocaust und seine sechs Millionen Opfer. Schon Anfang der 80er Jahre stieß er auf das Buch "Schindlers Ark" des australischen Autors Thomas Kennealy, das auf den persönlichen Aufzeichnungen von Poldek Pfefferberg basiert, der im Film von Jonathan Sagall verkörpert wird. Diesem, er lebte mittlerweile unter dem Namen Leopold Page in L.A., war es ein großes Bedürfnis, die Geschichte von Oskar Schindler zu verbreiten, dem deutschen Geschäftsmann, der ihnm und über 1.000 Juden vom sicheren Tod bewahrte, indem er sie für sich in seiner Emaille- und später Patronenhülsenfabrik arbeiten ließ. Spielberg war fasziniert von der Geschichte, doch er fand nicht, dass er Mitte der Achtziger Jahre reif genug war, den Stoff adäquat umzusetzen. Dennoch verließ ihn die Geschichte nie (kurzfristig gab er sie an Martin Scorsese weiter), bis er kurz nach der schwierigen Produktion von "Hook" wusste: "Das wird mein nächster Film". Für "Schindlers Liste" wusste der "Showman" Spielberg, dass er all sein technisches Können, all seine Virtuosität als visueller Geschichtenerzähler, über Bord werfen musste. Das Credo lautete keine Kamerakrans, keine Schienen, keine Zoomobjektive, ein dokumentarischer, zweckmäßiger Stil (oft mit Handkamera), Schwarz-Weiß-Film und vor allem: Dies ist kein Film zur Unterhaltung. Mit einem schier unbeschreiblichen Druck und einem großen Zweifel, der in der Industrie seine Runden machte, ob Spielberg der geeignete Regisseur für ein solches Mammutunterfangen war, machte er sich ans Werk. Seine Vorgabe nicht unterhalten zu können, ging schon mal nicht auf. Mit 187 Minuten Laufzeit bewegt sich "Schindlers Liste" in einem energischen Rhythmus, Spielberg brachte sein großartiges Können auf filmischer Ebene einzigartig an und entwickelte einen Film, der seine Geschichte enorm selbstbewusst, atmosphärisch und damit auch unterhaltsam erzählt. Keine Sekunde wirkt verschwendet, jeder Moment hat seine Rechtfertigung. Doch "Schindlers Liste" ist ein Film, der dem Zuschauer auf unglaublich unmittelbare, nüchtern-sachliche und ungeschönte Art und Weise mitnimmt, ihm den Horror des Holocaust so spürbar macht, wie es das Medium Film nur erlaubt. Was den Film neben den gerade genannten und vielen anderen Qualitäten so auszeichnet, ist die Tatsache, dass er dem Zuschauer eine Katharsis bietet, einen Funken Hoffnung hinterlässt, der einen die Welt mit anderen Augen sehen lässt und den Zuschauer dazu bewegt, ein besserer Mensch zu sein. Spätestens an diesem Punkt ist "Schindlers Liste" weit mehr als ein Film. Man kann die Bedeutung von "Schindlers Liste" gar nicht hoch genug ausdrücken, ein paar Sätze reichen da ganz sicher nicht aus. Dieses Meisterwerk war ein regelrechtes Wunder und es ist es immer wieder. Die Perfektion dieses Films lässt einen immer wieder, auch nach vielen Jahren, in großer Ehrfurcht zitternd und weinend zurück, zum einen als filmische Errungenschaft, aber natürlich hauptsächlich wegen der ungeheuer erschütternd-bewegenden Relevanz und Aussage, die der Film macht und die für immer nachhällt: "Wer ein Menschenleben rettet, der rettet tausende." Spielberg zeigt Schindler als ambivalente, fehlerhafte Gestalt, eine Figur, die nicht leicht zu verstehen ist. Er beschönigt nichts. Es handelt sich um einen Kriegsgewinnler, um einen Frauenheld, der seine eigene Frau nicht immer besonders gut behandelt. Über weite Stücke lässt Spielberg es unklar, er gibt keine klaren Antworten über seinen Protagonisten, welche Ziele Schindler überhaupt verfolgt. Es wird auch deutlich gemacht, dass seine Geschäfte vor und nach dem Krieg nie besonders gut liefen. Doch nach allem ist dem Zuschauer eins klar: Man muss kein großartiger Mensch sein, um eine großartige Tat zu begehen, dass man unter den richtigen Umtänden zu etwas Größerem und Außergewöhnlichem werden kann. Was "Schindlers Liste" auch auszeichnet, ist sein weitläufiger Blick für eine Vielzahl von Charakteren, neben Schindler ist es natürlich der für das KZ Plaszów verantwortliche SS-Hauptsturmführer Amon Goeth, der sensationell von Ralph Fiennes in einer legendären Performance verkörpert wird. Seine Darstellung gehört ganz klar zu den erinnerungswürdigsten Bösewichten der Filmgeschichte, eine dämonische Präsenz, die wegen ihrer Alltäglichkeit und hin und wieder aufflackernden Menschlichkeit noch schockierender wird, die Banalität des Bösen sozusagen. Großartig ist selbstverständlich auch Ben Kingsley, der Izhak Stern, Schindlers rechte Hand spielt. Ihre aufkommende, subtile Freundschaft gehört auch zu den vielen ungemein bewegenden Aspekten des Films. Es ist beeindruckend, wie sehr sich Spielberg zurückhält, vieles unausgesprochen lässt, aber spürbar macht zwischen den Charakteren. Doch Spielberg zeigt auch die Schicksale vieler betroffener Juden und ihren Familien, die in der Erzählung nie zu kurz kommen. Besonders ist hier Embeth Davidtz zu nennen, die Göths Hausmädchen Helene Hirsch spielt. Sie bleibt ebenso im Gedächtnis wie viele andere einprägsame Gesichter wie Mark Ivanier als Marcel Goldberg oder Miri Fabian als Chaja Dresner. Aber das sind nur ein paar unter vielen, die hervorragende Auswahl an kleinen Rollen und Statisten (es gibt 126 Sprechrollen und 30.000 Statisten) ist schlicht makellos und versetzt einen tief so in die damalige Zeit, wie es ein Film erreichen kann. Die Zielstrebigkeit und Klarheit in Spielbergs Regie ist schier beeindruckend und er zieht alle mit, inklusive den Darstellern, wo Liam Neeson in seiner perfekt ausgewogenen, nuancierten Darstellung als Oskar Schindler natürlich noch besonders gelobt werden muss. Aber auch das Produktionsdesign von Allan Starski, die Kostüme vonn Anna Sheppard, der Schnitt von Michael Kahn, natürlich die sensationelle Kamerarbeit von Janusz Kaminski und die unaufdringliche, aber gefühlvolle und effektive Musik von Maestro John Williams erzeugen eine schmerzhaft spürbare, unglaublich lebendige und athentische Atmosphäre. Spielberg gelang ein wohl als perfekt zu bezeichneinder Film, vielleicht der bedeutendste und beste Film, der je gemacht wurde. Aus persönlicher Sicht kann ich nur sagen, dass ich den Film an alleroberste Stelle setzen würde. Es ist ein überwältigender und in höchstem Maße profunder Film, ein Film, der einem einiges abverlangt, ein wütender und zugleich einfühlsamer Film, der die Beschaffenheit von Gutem und Bösem portraitiert. "Schindlers Liste" strahlt für mich so viel Inspiration aus, zum einen durch die Aussage des Films selbst, aber zum anderen auch durch die enorme Errungenschaft von Steven Spielberg. Es ist ein Film, der nie seine Bedeutung verlieren wird, der immer in den Köpfen der Menschen, die ihn kennen, existieren wird und an die weitergegeben werden muss, die ihn noch nicht gesehen haben. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
107 von 130 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
"Wer nur ein Menschenleben rettet, rettet die ganze Welt!",
Von
Rezension bezieht sich auf: Schindlers Liste (2 DVDs) (DVD)
Steven Spielberg ist mit der Schilderung des Lebens von Oskar Schindler ein Film gelungen, der weit mehr ist, als nur ein perfektes filmisches Meisterwerk, weit mehr als nur eine Geschichtsstunde, dieser Film ist Zeitgeschichte.Es spielt keine Rolle, ob man Deutscher ist oder nicht, ob man Jude oder Nichtjude ist, diesen Film sollte jeder gesehen haben, denn er zeigt, die Unmenschlichkeit, die nie vergessen werden darf und die Zivilcourage, die uns allen zum Vorbild unserer Menschlichkeit gereichen sollte. Ein solches Vorwort ist sicher nicht typischerweise Teil einer Rezension, aber im Falle von Schindlers Liste muss man dies voranstellen, weil dieser Film eben anders ist. Vollkommen zu Recht gilt Spielbergs „Schindlers Liste" als einer der bedeutendsten Filme überhaupt und wurde er mit 7 Oscars (u.a. als "Bester Film") ausgezeichnet. Geschildert wird das Leben des Oskar Schindler (Liam Neeson). Ein Lebemann, Frauenheld und Kriegsgewinnler, der stets nach seinem eigenen Vorteil trachtete und zunächst Günstling des Naziregimes war. In Angesicht der unbeschreiblichen Unmenschlichkeit, mit der die Nazis millionenfach Menschen industriell versklavten und schließlich töteten, zeigte er dann aber doch die Zivilcourage, die leider viel zu wenige Deutsche aufbrachten. „Diese Liste ist das Leben und um sie herum ist nur Tod." Mit nahezu brutaler Authentizität, in quälenden, dokumentarisch anmutenden Schwarz/Weiß Bildern zeigt uns Spielberg, wie wahr diese Feststellung Sterns war. Es sind Bilder des Grauens, die man nicht vergessen kann, die sich einem in den Kopf hineinbrennen. Der besondere Wert von Schindlers Liste liegt darin, dass diesem Film das gelingt, was mit den vielen realen Dokumentaraufnahmen und sonstigen historischen Dokumenten nicht erreicht werden kann: Die Schicksale der Opfer werden durch die hervorragende Inszenierung und das ausgezeichnete Spiel der Darsteller lebendig. Es sind nunmehr nicht mehr gesichtslose Leichenberge, die wir sehen, sondern wir sehen jeden einzelnen Menschen unter diesen Opfern. Wir sehen in ihre Augen und Herzen, während sie von anderen Menschen abgeschlachtet werden wie Vieh. Lebendig wird also zugleich Menschlichkeit und Unmenschlichkeit. Die Kritik, die an Schindlers Liste von manchen Seiten geübt wurde und wird, und die auch in diesem Forum sicher noch zu Tage treten wird, ist für mich nicht nur haltlos, schlimmer noch, sie ist allzu oft der gefährliche Versuch, bewusst vom Thema des Films abzulenken. Sicher bedient sich Spielberg klassischer filmischer Mittel, um Emotionen bei den Zuschauern hervorzurufen, sicher entbehren einige Szenen nicht eines gewissen Pathosses, aber genau das ist notwendig, damit Geschichte lebendig wird, damit der Film jene zuvor beschriebene besondere Leistung erbringen kann. Völlig verfehlt ist auch die Kritik, Spielberg würde in der Charakterisierung von Tätern und Opfern Klischees bedienen und Schwarzweiß-Malerei betreiben. Genau in diese Falle tappt Spielberg eben nicht. Er zeigt Schindler nicht als fehlerlose Lichtgestalt, sondern er zeigt den Menschen in allen seinen Facetten. Er macht auch aus Schindler nicht den einzigen „guten" Deutschen, sondern er zeigt auch hier alle Facetten, die es in der deutschen Bevölkerung gab. Die Feigen und wenig Mutigen, die Gleichgültigen und die, die sich zumindest ein wenig Gutes taten. Alles in allem kann und darf dieser Film nicht an einem vorbeigehen. Er muss immer wieder gezeigt und gesehen werden, damit wir Zivilcourage als Beispiel und Unmenschlichkeit als Abschreckung verinnerlichen. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
38 von 47 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Mitreißend, bewegend & zu Tränen rührend,
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Schindlers Liste [VHS] (Videokassette)
Der Film, Schindlersliste von Steven Spielberg, ist in meinen Augen einer der besten und wichtigsten Filme, den man gesehen haben sollte, weil er eine Zeitepoche, die eine der Schlechtesten unserer deutschen Geschichte war, unglaublich authentisch darstellt. Auf mich wirkt der Film allein deshalb so authentisch, weil er mit hoch moderner Technik gedreht wurde, aber trotzdem ein schwarz-weiß Film ist. Es gibt genau zwei Szenen in dem Film, in denen gezielt Farbe eingesetzt wird, nämlich in Form eines roten Mantels von einem kleinen Mädchen, das Oskar Schindler in der ersten der beiden Szenen dabei beobachtet, wie es sich versucht vor den Nazis zu verstecken. Dadurch das Oskar Schindler in der zweiten der beiden Szenen den roten Mantel mit dem Mädchen bei einer Massenverbrennung sieht, wird die Tragik des Filmes sehr verstärkt. Dieser Trick gehört zu der übergeordneten Art und Weise, wie Spielberg den Film dreht. Spielberg stellt nämlich in dem Film nicht nur die eigentliche Handlung, die sich um Oskar Schindler dreht, dar, sondern führt die umgebende Handlung, die wegen der besonderen Zeitepoche sehr wichtig ist, sehr eindrücklich aus. Diese Methode wird zum Beispiel genau dadurch deutlich, das Oskar Schindler über mehrere Szenen ganz aus dem Blick verloren wird und man kann vielleicht sogar behaupten, dass Oskar Schindler zwischenzeitlich gar nicht mehr der Mittelpunkt des Filmes ist und sich der ganze Film nur noch um die Grausamkeiten, die Nazis verbrochen haben, dreht. Dieser Sachverhalt ist sicher einer der Gründe, warum dieser Film auf mich und auch auf Andere sehr authentisch und mitreißend wirkt. Zusätzlich dazu wird bei den Grausamkeiten kein „Blatt vor die Kamera“ genommen, denn sie werden in all ihrer Ausführlichkeit und Häufigkeit gezeigt. Steven Spielberg macht vor allen Dingen noch die Sinnlosigkeit des Denkens der Nazis deutlich, indem er Hinrichtungen von Juden ohne Vorbehalt zeigt, was bei dem Zuschauer zu der Frage führt, warum diese Hinrichtung gerade durchgeführt wurde und was der Nazi sich überhaupt dabei gedacht hat. Eins der besten Beispiele dafür ist, als die Bauherrin des Konzentrationslagers in Plaszow Amon Göth sagt, dass das Fundament neugebaut werden muss, sie daraufhin direkt hingerichtet wird und Amon Göth trotzdem alles neu bauen lässt, genau wie sie es gesagt hat. Solche Szenen lösen beim Zuschauer Unverständnis aus und verstärken um so mehr die Freude und Begeisterung für so einen Mann, wie Oskar Schindler. Der Zuschauer sympathisiert deshalb sofort mit Oskar Schindler und seine Gefühle werden sehr stark angeregt, weil die Kluft zwischen Gut und Böse so groß ist, dass der Zuschauer sich eigentlich nicht anders entscheiden kann, als Oskar Schindler wie einen Helden zu sehen. Ich finde es sehr gut, dass Steven Spielberg auf der einen Seite die Grausamkeiten des Nazi-Regimes so entsetzlich darstellt, weil es, glaube ich, verheerende Folgen haben könnte, wenn sie nicht so ausführlich beschrieben würden. Man sollte sich nur einmal versuchen vorzustellen, was es für die nächsten Generationen bedeuten könnte, wenn sie nicht das Gefühl gewinnen, dass die Nazis nicht absolut grauenhafte Geschichte für Deutschland und für die ganze Menschheit geschrieben haben. Auf der anderen Seite finde ich es ebenfalls sehr gelungen, dass Oskar Schindler's Zivilcourage derartig hervorgehoben wird und dass deutlich gemacht wird, dass er sich trotz großem Widerstand für die Juden eingesetzt hat, weil es den Zuschauer sehr stark anregt, genauso zu handeln. Vor allen Dingen regen Szenen, wie die der Verabschiedung von „seinen“ Juden, in der er den Ring mit den Worten „Wer nur ein Menschenleben rettet, rettet die ganze Welt“ bekommt und er anschließend zusammenbricht, stark die Gefühle der Nachahmung und Begeisterung an. Diese Begeisterung für derartige Zivilcourage ist sehr begrüßenswert, weil Menschen wie Oskar Schindler brauch die Menschheit und dazu lädt der Film sehr eindrücklich ein.
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