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Schillerndes Dunkel: Geschichte, Entwicklung und Themen der Gothic-Szene
 
 
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Schillerndes Dunkel: Geschichte, Entwicklung und Themen der Gothic-Szene [Gebundene Ausgabe]

Alexander Nym
4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 432 Seiten
  • Verlag: Plöttner; Auflage: 1. Auflage (25. Mai 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3862110060
  • ISBN-13: 978-3862110063
  • Größe und/oder Gewicht: 27,4 x 23,6 x 3,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 16.716 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Die grafische Gestaltung des Bandes hebt sich auffällig von den Gothic-Magazinen, die man an den Zeitungskiosken findet, ab. Fast durchgehend in schwarz-weiß oder schwarz-silber gehalten, verzichtet das Buch auf die mittlerweile zum Klischee verkommene Gothic-Kommerz-Fetisch-Ästhetik." "Schillerndes Dunkel erinnert (und gemahnt subtil) an die Gründungs-Impulse einer postromantischen Gegenkultur." "Das perfekte Weihnachtsgeschenk für das schwarze Schaf in Ihrer Familie." ((Claudia Richter, taz.de, 15.12.2010))

"Mit Schillerndes Dunkel hat Kulturwissenschaftler und Herausgeber Alexander Nym ein grandioses Werk über die 'schwarze Szene' geschaffen, das in keinem Bücherregal eines Schwarzvolk-Anhängers fehlen sollte." "[...] die Texte, die von unterschiedlichen Autoren, wie zum Beispiel Oswald Henke (Goethes Erben) verfasst wurden, sind flüssig zu lesen und machen das Schmökern zu einem wunderbaren Erlebnis." "[...] so bleiben bei Schillerndes Dunkel kaum Wünsche offen." "Schillerndes Dunkel ist DAS Werk über die 'schwarze Szene' und man sollte es sich nicht entgehen lassen." ((necroweb.de, 07.12.2010))

"So wird der greilmarcushafte Auskennersound der avancierten Pophistoriographie immer wieder gebrochen von Fanbekenntnissen und Zeitzeugen. Und das liest sich in dieser Mischung nicht nur angenehm, sondern es ist richtig interessant." "Ansonsten gibt es einen sehr schönen Überblick über alle Subgenres und Verzweigungen, es gibt Tausende Fotos, die von großem, einsatzfreudigem Stilisierungswillen sprechen. Und es gibt selbst hartgesottenen Satanisten die Möglichkeit, einmal zuversichtlich dem Heiligen Abend entgegenzusehen." ((Peter Richter, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 28.11.2010))

Kurzbeschreibung

Das erste umfangreiche und reich bebilderte Nachschlagewerk zur gesamten "schwarzen" Kultur mit einzigartigen, noch nie veröffentlichten Bildern.Über die Darkwave-/Gothic-Szene ist viel geschrieben worden; die Klischees und Missverständnisse verzerren und verdecken eine gegenkulturelle Bewegung, die schon längst nicht mehr auf Jugendliche beschränkt ist. Seit den Punk- und Späthippietagen in den 1970er Jahren entwickelte sich eine in jeder Hinsicht heterogene Subkultur, die sich trotz aller Unterschiedlichkeit nach Außen einer Reihe ästhetischer Positionen bedient. Die Themen, die die Szene beschäftigen, reichen von Vor- und Frühgeschichte über Mittelalter, Fantasy- und Schauerliteratur, abendländischer Kunst- und Kulturgeschichte bis zu philosophischen Themen wie Eschatologie, Religion, Mystik und Esoterik. Das Medium der "dunklen" Musik dient dabei als gemeinsame ästhetische Ausgangsposition, von der aus gesellschaftliche Gegebenheiten kritisch hinterfragt und alternative Lebenskonzepte praktiziert werden. "Schillerndes Dunkel" hat sich zum Ziel gesetzt, Diskurse in der und über die Szene zu versammeln; die Vielfalt der versammelten Musiker, Künstler, Journalisten und Wissenschaftler zeigt mit ihren Beiträgen die Vielschichtigkeit einer kulturellen Entwicklungsströmung, die aus dem Spektrum der Populärkultur nicht mehr weg zu denken ist. Jenseits von Kanonisierungs- und Definitionsansprüchen werden Gemeinsamkeiten und Widersprüche sichtbar, die die faszinierende Komplexität, ästhetische Flexibilität und kulturelle Relevanz des dunkelromantischen Kulturgenerators aufzeigen, und sowohl interessierten Beobachtern wie auch gestandenen Szenegängern einen seltenen Einblick in das Innenleben der hinter- und untergründigsten "Jugend"kultur der Gegenwart ermöglichen.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
14 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von M. Puhl
Gerade habe ich das 400 seitige Buch fertig gelesen und frag mich nun weshalb es von den vorigen Kunden die maximale Punktzahl erhalten hat. Entweder sie haben es nicht von anfang bis ende gelesen oder kennen sich wenig mit der Geschichte der Szene und ihrer Musik aus.

Als erstes muss man bedenken, dass der Herausgeber beinahe jünger ist, als die s.g. Schwarze Szene selbst. Mit Mitte Dreißig kann man wenig über den Ursprung der Szene ende der siebziger Jahre schreiben. Natürlich gibt es einige Beiträge, die von der Vergangenheit erzählen, aber hier liegt auch schon der erste Kritikpunkt. Jedes Kapitel scheint ein Teil eines unvollendeten Buches zu sein, durch den drastischen Themenwechsel wird der leitende Faden vermisst. Mal geht es um eine bestimmte Musikgruppe, danach gibt es mehrere Seiten Fotos, dann eine Diskussion unter Djs, die abrupt endet, usw. Einige Themen wie Kommerzialisierung, Rechtsradikalismus und Kleidung wiederholen sich mehrmals. Die Kapitelanordnung ist so durcheinander und der Inhalt so vermischt wie die Schwarze Szene selbst.
Dabei muss man auch erwähnen, dass einige Bilder am Rande ruhig etwas grösser sein könnten, und manchmal einfach zu viele A4 Fotos und Zeichnungen eines einzelnen Künstlers ausgewählt wurden.

Das Buch fängt recht wissenschaftlich und interessant an, indem es die Bedeutung der schwarzen Kleidung in den verschiedenen Zeitepochen beschreibt und man erwartet wirklich etwas Neues erfahren zu können, doch spätestens ab dem Kapitel mit den missglückten Versuch die unterschiedlichen Musikrichtungen zu beschreiben, bemerkt man die grossen Wissenslücken.
Das ständige hin und her zwischen seriösen Studien und plötzlichen subjektiven Meinungen macht einem etwas stutzig. Was liest man da gerade? Eine Enzyklopädie oder einen dubiösen Artikel eines Webportals? Mal werden anerkannte Soziologen zitiert und Theorien wissenschaftlich begründet und kurz darauf stossen wir auf eine vollkommen unseriöse Befragung einiger Szenegänger (Seite 342/343). Wer, wo und wieviele junge Menschen wurden da überhaupt befragt?

Aber zurück zu den Musikstilen:
Seit wann machen Anne Clark und Cassandra Complex EBM????
Welches Future Pop Lied benutzt bitteschön verzerrte stimmen?
Future Pop ist eine Symbiose aus Synthie Pop und EBM, wobei der melodische Aspekt des einen mit den Rhythmus des anderen kombiniert wird. Er unterscheidet sich vom s.g. Dark Body (z.B. Wumpscut, Leatherstrip, usw.) gerade aufgrund der nicht verzerrten Stimmen.
Einfach zu viele unsinnige und falsche Angaben, die den leider ebenso laien Gothic und Dark Wave Lexicon von Peter Matzke ähneln.
Hier hätte man lieber versuchen sollen mit Hilfe von Musikern und sogar Gemeinschaftswissen (siehe Wikipedia), die chronologische und geographische Entwicklung der jeweiligen Musikstile zu erläutern.

Independent Musiklabels, die wirklichen Verantwortlichen für die Bekanntmachung der Musik, wurden komplett vergessen. Unverzeihlich!

Und wann wurden Depeche Mode bitteschön verspottet? (S.154)
Besonders im elektronischem Bereich wird in diesem Werk die musikalische Ignoranz verdeutlicht. Dank Depeche Mode haben zigtausend junge Menschen in den achtziger Jahren den Weg in die Schwarze Szene gefunden, besonders in Deutschland. Zusammen mit The Cure leiteten sie die beiden musikalischen Hauptendenzen der düsteren alternativen Musik: Die dunkle Elektronik und die eher Akustische, Gitarrenlastige, längst bevor sich die ganzen Subgenres bildeten.
Den beiden längst weltbekannten Gruppen werden aber nicht mal zwei Zeilen gewidmet.
Im übrigen, entstanden The Cure sogar ein Jahr vor Joy Division.
Depeche Mode verhalfen ausserdem u.a. Front 242 und Nitzer Ebb zu ihrem Erfolg und der entgültigen Konsolidierung des EBM als eigenständiges Subgenre, da die beiden Hauptvertreter des Electronic Body Musik ende der achtziger Jahre als Vorgruppen von DM auftraten.

Current 93 und Death in June werden hingegen in fast jedem Kapitel erwähnt, obwohl Neofolk nur einen sehr kleinen Teil der Schwarzen Szene ausmacht. Doch liest man das Buch, bekommt man den Eindruck, als ob dieses Subgenre heutzutage die wichtigste und meistgefolgte Musikrichtung ist, was keinesfalls der Realität entspricht.
Neofolk wird nur von einer geringen Minderheit der Szene gehört.

Noch absurder ist der Versuch jedem Subgenre eine Kleidung anzuordnen. Das war vielleicht vor 30 Jahren noch möglich, aber spätestens ab der karnevalesquen Massenveranstaltung WGT musste einem klar geworden sein, dass abgesehen von einigen Ausnahmen, Kleidung/Ästhetik und Musikrichtung kaum noch in Zusammenhang gebracht werden können.
Die einzige Verbindung, die sich immer mehr zu bestätigen scheint ist, je auffalender das Äussere (Kleidung, Schminke) desto hohler der Inhalt, d.h. bei Künstlern die Musik an sich und bei Fans das allgemeine Musikwissen. Denn immer mehr Ästhetik versucht die mangelnden und unkreativen Musikkompositionen zu kompensieren, um mehr Aufmerksamkeit zu erreichen. Das erklärt die musikalische Mittelmässigkeit der meisten klischeehaften Bands in der heutigen Szene.

Der Beitrag von Genesis P-Orridge hat weniger mit der Entwicklung und Geschichte der Gothic Szene zu tun, sondern bezieht sich auf die Freundschaft mit Ian Curtis, insbesondere den telefonischen Kontakt, der schon im sehr zu empfehlenswertem Buch "Wreckers of Civilisation" von Simon Ford erwähnt wird.

Abgesehen von intensiveren und besseren Recherchen im Bereich der elektronischen Musik und fehlende Information über Musiklabels und Zeitschriften/Fanzines habe ich auch einen Beitrag über die Globalisierung der Musik seit Einbruch des Internetzeitalters vermisst. Musikgruppen der fünf Kontinente bringen kaum noch eigene Heimatseinfüsse in ihrer Musik ein und ähneln sich untereinander immer mehr.

Alles in allem ist Schillerndes Dunkel" trotzdem lesenswert, aber bitte das Kapitel mit den Stilrichtungen (S 145-180) überspringen.

Für eine Enzyklopädie der Gothic Szene reicht es nicht, aber es enthält einige interessante und gleichzeitig unterhaltsame Beiträge.
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12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Thorsten Wiedau HALL OF FAME REZENSENT TOP 50 REZENSENT
Ein außergewöhnliches Buch ist mir da in die Hände gefallen, denn SCHILLERNDES DUNKEL behandelt eine ganz besondere Subkultur in Deutschland, welche es zwar schon seit Jahrzehnten bei uns gibt, die aber noch niemand so umfassend und tiefgründig beschrieben hat. Mit dem Buch von Alexander Nym (Herausgeber) ist diese Lücke nun geschlossen, auch wenn er selbst sagte, das seine Arbeit nicht ganz vollständig ist und er sich sicherlich dem Vorwurf ausgesetzt sieht, ein kanonisches Werk erschaffen zu haben, obwohl bestimmte Dinge fehlen. Ich denke Man darf mit Fug und Recht sagen, das dieses Buch sehr viel Arbeit gemacht hat, sehr umfassend ist und die Szene in all ihren Bestandteilen und Facetten gut beleuchtet. SCHILLERNDES DUNKEL ist damit im Begriff ein Standardwerk zum Thema GOTHIC zu werden.

Alexander Nym ist selber ein Teilnehmer der Gothic Szene und doch hat er es geschafft alle Bereiche wie ein Kaleidoskop aneinander zu reihen und somit einen umfassenden Überblick zu geben. Woher kam GOTHIC, wo ist es heute und wohin geht es?

Die Photos und Abbildungen sind wie schon der Titel schillernd, schwarz-weiß, silbern und teils undeutlich, teils scharf und markant, ebenso wie die Szene undeutlich, verschwimmend und schillernd ist, doch manchmal auch scharf und kontrastiert.

Mir persönlich hat das Buch eine wahre Flut von Detailinformationen vorgesetzt; verschiedene Stilrichtungen, Musik, Kleidungsordnungen, Geschmack, Szene, bizarre Riten und sexuelle Vorlieben. Politikanfärbungen, antiautoritäre Kontraste, Gewalt, Liebe und Rebellion.

Keine Szene ist so schwer durchschaubar, so schwer fassbar und doch so faszinierend wie die GOTHIC Szene. Ihre Liebe zur Farbe Schwarz, die Tanzstile, die Bewegungen und das inszenieren der eigenen Person und der Gruppe.

Das Buch SCHILLERNDES DUNKEL; erstmals vorgestellt am Pfingstwochenende auf dem Leipziger Wave - Gothic Treffen wird bestimmt ein voller Erfolg sein, auch wenn es nicht zu 100% alles umfasst, denn viele Autoren haben sich trotz Nachfrage nicht mehr gemeldet oder haben die Abgabefristen verpasst, nun ja, das Ergebnis ist dennoch beachtlich, denn über 70 Beitragende sind es dann doch geworden.

Es vereint viele bislang unveröffentlichte Photos, zeigt Kunstwerke und hat unter den Beitragenden so bekannte Personen wie Genesis Breyer P-Orridge, Klive Humberstone und John Murphy.

Mit diesem Buch liegt also erstmals ein umfassendes Buch zum Thema GOTHIC vor das sowohl Anhänger faszinieren dürfte wie auch weitere interessierte Leser finden wird.

Sehr empfehlenswert!
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Dieses Buch ist wahnsinnig umfangreich und doch sehr gut strukturiert und bietet dadurch einen tiefen Einblick in die sonst undurchdringliche und missverstandene dunkle Szene.
Durch den schieren Umfang an Detailinformationen zu Geschichte und Hintergründen der Szene, ist "Schillerndes Dunkel" sicher auch für Szenegänger lesenswert, die sich mit den erstaunlich tiefgründigen Hintergründen dieser Subkultur beschäftigen möchten.
Die vielen Artikel und Interviews sind mal wissenschaftlich, mal melancholisch und teilweise sehr witzig und provokant. Nach der Geschichte, Musik und Ästhetik bietet das Buch einen Ausblick auf Entwicklung und aktuelle Diskurse, die auch Szenemitglieder zum nachdenken bringen können.
Doch auch für alle außerhalb der dunklen Szene ist "Schillerndes Dunkel" lesenswert und bietet tiefe Einblicke in eine faszinierende Subkultur, es räumt mit üblichen Klichees auf und regt zum Nachdenken an - über Kultur und Gesellschaft allgemein.
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Die "wahre" Natur der "Gothic"-Szene 3 06.02.2012
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