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Schiller: Elend der Geschichte, Glanz der Kunst
 
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Schiller: Elend der Geschichte, Glanz der Kunst [Gebundene Ausgabe]

Norbert Oellers
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 520 Seiten
  • Verlag: Reclam, Philipp, jun. GmbH, Verlag; Auflage: 1., Aufl. (16. Februar 2005)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 315010565X
  • ISBN-13: 978-3150105658
  • Größe und/oder Gewicht: 19,6 x 13 x 3,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
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Norbert Oellers
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Eine philologisch gediegene, souveräne und umfassende Darstellung von Leben und Werk." -- Die Zeit "Wenn der vielfach bewährte Altmeister der Schiller-Forschung eine umfangreiche Monographie vorlegt, dann walten Kennerschaft und Zuverlässigkeit in Person. Der Schiller, den Oellers bietet, unruhig und beunruhigend, hat das Zeug zum Zeitgenossen." -- Frankfurter Allgemeine Zeitung "Uneingeschränkt zu empfehlen ist die Gesamtdarstellung von Norbert Oellers, dem Herausgeber der Schiller-Nationalausgabe. Wenn Gelehrte ihre jahrzehntelange Forschung kompendienartig zusammenfassen, entstehen oft schwer genießbare Produkte. Oellers hat hingegen ein fast heiteres Schiller-Buch vorgelegt. Vertraut mit 'seinem' Autor wie kaum ein anderer, kann er ihn auch einmal mit leisem Spott bedenken, seine Kunstgriffe und gewaltsamen Überredungsstrategien aufdecken." -- Neue Zürcher Zeitung "Fern aller angestrengten Aktualisierung legt Oellers eine fundierte Werkmonographie vor, deren historisierender Blickwinkel auf das grundlegende, immer auch spannungsvolle Widerspiel von idealistischer Freiheitsvision, die auch die Ebene autonomer Kunst bestimmt, und pessimistischer Geschichtsauffassung in Schillers OEuvre verweist. Der solide gearbeitete Band gliedert sich nach Gattungsgruppen, innerhalb derer Werk um Werk analysiert wird. Aus der Summe der vorbildlichen Einzelstudien ergibt sich eine schlüssige Gesamtschau, in der man gezielt nachschlagen, aber auch Querverbindungen herstellen kann." -- Badische Neueste Nachrichten "Neue Lust auf Schiller zu wecken, ist das große Verdienst Norbert Oellers', der keine weitere Biographie herunterbetet, sondern Leben und Werk in einen interpretierenden Überblick fasst, leicht verständlich geschrieben und dennoch tief schöpfend. Ein hohes Bildungsgut, und dennoch stellenweise zu lesen wie ein spannender Roman." -- Gießener Allgemeine "Die fundierteste Werkdarstellung, die das Schillerjahr bringt." -- Börsenblatt für den deutschen Buchhandel "Oellers ist ein intimer Kenner Schillers. Seit 1978 arbeitet er an der Edition der Nationalausgabe mit, seit 1991 ist er deren alleiniger Herausgeber. Ungeachtet seines großen Wissensfundus ist es ihm gelungen, ein trotz seiner 500 Seiten fast schlank wirkendes Werk vorzulegen, das an keiner Stelle aus den Fugen gerät. Oellers hat ein seltenes Talent zum klaren Wort. Er räumt auf, ohne Kahlschlag zu betreiben. Seine Thesen sind, ohne dass er unnötig zuspitzt, prägnant. 'Es war wohl zuviel der Schillerbegeisterung', setzt er an und unterzieht die Euphorien der vergangenen Jahrzehnte einer kritischen Bilanz, bevor er knapp auf hundert Seiten ein zerrissenes und arbeitswütiges Leben zwischen Frauengeschichten und Geldnot, Obrigkeitsdruck und Krankheitsleiden schildert. "Es folgen Charakteristiken der Dramen, Erzählungen sowie der theoretischen Schriften: Texte, zu deren Unterhaltsamkeit beiträgt, dass Oellers sich den Objekten seiner Wissbegierde ohne falschen Respekt nähert und wo nötig auch mit Kritik nicht spart. ... Nicht einmal 20 Seiten für ein Drama ist nicht viel. So verlässt einen bei der Lektüre nie das Gefühl, einen leichten, gewandten Essay zu lesen statt ein schwer wiegendes Buch. "Vor Schillers 200. Todestag ist es, wie Oellers bemerkt, üblich, seine Aktualität hervorzuheben. Oellers setzt diesem Überschwang nüchterne Grenzen, verortet den Dichter in seiner Zeit - und erarbeitet seine Bedeutung aus der Diskrepanz zur unsrigen. Ein ehrenwertes Unterfangen, das ihm hervorragend gelingt." -- Dierk Wolters in der 'Frankfurter Neue Presse' "Nur wer seine Werke kennt, kennt Schiller wirklich, betont - wie es sich für den alleinigen Herausgeber der Schiller-Nationalausgabe wohl gehört - einer der bedeutendsten zeitgenössischen Schillerforscher, der Germanist Norbert Oellers. Je weniger die Texte des denkmalgeschützten Klassikers gelesen werden, umso mehr wird über ihn gelesen. Und so setzt der Emeritus für Neuere deutsche Literaturgeschichte an der Universität Bonn dem um sich greifenden Zeitgeschmack, der dem Biographismus statt der Werklektüre huldigt, eine so imposante wie glänzende Werkmonographie entgegen und wagt in seiner nach Gattungen gegliederten Einführung in das Schiller'sche Gesamtwerk einen fulminanten Ritt durch das weitläufige Gelände der zum Teil disparat anmutenden Arbeiten Schillers. Geleitet von der Grundthese einer beständigen Ambivalenz, eines alles begründenden Dualismus, der den erfahrungsgesättigten Ernst und die autonome Heiterkeit ins Zentrum stellt, liefert Oellers unter deutlich historisierender Perspektive eine Fülle bestechender Werkinterpretationen, dennoch allgemein verständlich und ohne das Niveau literaturwissenschaftlicher Forschung preiszugeben." -- Lesart "Diese Monografie ist wohl die glänzendste und kritischste Gesamtdarstellung unter den Neuerscheinungen." -- Abendzeitung "Oellers' luzide Darstellung schöpft aus der Kenntnis der ganzen Schiller-Forschung, ohne dass er sie reproduzieren muss. Seine Interpretationen des 'modernsten Dichters um 1800' überzeugen auch dadurch, dass er unvoreingenommen, unparteiisch argumentiert." -- Südkurier "Wer Schiller und sein Werk verstehen will, findet hier das nötige Hintergrundwissen." -- Augsburger Allgemeine "Ein handliches, klar gestaltetes Buch, mit dem der Studierende sich verlässlich informieren kann." -- DAADLetterLiteratur "Gut gegliedert, durch Register vorbildlich erschlossen." -- Westfälischer Anzeiger "Unverzichtbar für alle, die sich intensiv mit Schiller beschäftigen wollen." -- Nürnberger Nachrichten "Eine fundierte Einführung in das Werk Schillers bietet Norbert Oellers Buch 'Schiller - Elend der Geschichte, Glanz der Kunst'. Zunächst eine knappe Biografie und anschließend Analysen der einzelnen Werke. Ob Dramen, Lyrik, Prosa, ästhetische oder historische Schriften, der Leser erhält anhand von Zitaten eine schlüssige Deutung, ergänzt mit Informationen zur Rezeption. Gelungen ist in diesem Zusammenhang auch die Wahl der Aufführungsfotos. Oellers selber vermeidet jede Transformation der Schiller-Texte in die Moderne, sondern bleibt ganz beim Autor und seiner Zeit, in den genauen Analysen zeigt sich, ob ein Werk auch noch nach 200 Jahren seinen Platz in der gegenwärtigen Kunst hat. Als Literaturwissenschaftler mit einer bewundernswert klaren Sprache arbeitet Oellers mit Anmerkungen, die Anregungen für weitere Lektüren bieten. Entsprechend umfangreich ist auch die Bibliografie, und vor allem stehen im Register nicht nur Namen, sondern auch die Werktitel sowie einzelne Gedichte. Norbert Oellers' Buch ist Anregung, um sich mit Schillers Dramen und Schriften zu beschäftigen, die in keiner Weise 'langweilig' sind, wie Goethes Schwiegertochter Ottilie einst meinte." -- Text Art

Über den Autor

Norbert Oellers, geb. 1936 in Ratingen, 1975 bis 2002 Professor für Neuere deutsche Literaturgeschichte an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn. Seit 1978 Mitherausgeber, seit 1997 alleiniger Herausgeber der Schiller-Nationalausgabe; Mitherausgeber der kritischen Else-Lasker-Schüler-Ausgabe und der historisch-kritischen Nikolaus-Lenau-Ausgabe, der "Zeitschrift für deutsche Philologie", des Jahrbuchs "editio" und des deutsch-polnischen Jahrbuchs "Convivium". 1984-1987 Vorsitzender des Deutschen Germanistenverbandes. 1995 Schiller-Preis der Stadt Marbach a. N.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Broschiert
Norbert Oellers ist ein ausgewiesener Schiller-Kenner, und dies merkt man der schlicht "Schiller" betitelten Einführung auch an. In dem einem größeren Werk entnommenen Text stellt der Autor das Leben des Dichters chronologisch vor, und stellt zugleich den Bezug zu den wichtigsten Werken her. In drei Exkursen geht Oellers zudem noch auf Bildnisse und Beschreibungen von Schiller, seine "Arbeitsweise" und auf "Legenden" und "Lügen" über Schiller ein. Weitere Abschnitte über die Wirkungsgeschichte des Dichters runden die Darstellung ab - allerdings mag man gerade den Abschnitt über die Zeit nach Schillers Tod als zu kurz geraten empfinden. Hier liegt jedoch mit Sicherheit auch kein Schwerpunkt Oellers'. Für Studierende, die eine kurze Einführung in Schillers Leben und Werk suchen - eine ausführliche "Biographie" ist auf 68 Textseiten nicht zu erwarten -, ist der schmale Band dennoch uneingeschränkt empfehlenswert; das (leider aber auch recht schmal geratene) Literaturverzeichnis bietet weitere, auch neuere Titel an, die bei Interesse aufgesucht werden können. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Redaktion Literaturtipp.com TOP 50 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Norbert Oellers, seit Jahren profunder Kenner des Schillerschen Werkes und Herausgeber der Schiller-Nationalausgabe, unternimmt den Versuch, auf gut 500 Seiten Leben, Schaffen und Wirken Friedrich Schillers darzustellen. Notwendigerweise müssen dabei Kürzungen und Einschränkungen erfolgen; doch bleibt es der Verdienst von "Schiller - Elend der Geschichte, Glanz der Kunst", dass eben nicht eine massive Reduzierung auf den bildungsbürgerlichen, bloß aus Zitaten bekannten "Schulbuch-Schiller" erfolgt, sondern das gesamte Werk behandelt wird.

Der Leser hat hier die Möglichkeit, nicht nur über "Die Räuber", "Wilhelm Tell" oder "Das Lied von der Glocke" zu lesen, sondern auch die erzählerischen, philosophischen und historischen Schriften vorgestellt zu bekommen, die zu weiten Teilen Friedrich Schillers Leben prägten. Nur über diesen ganzheitlichen Zugriff können Geschichte und Kunst als die zentralen Aspekte begriffen werden, die Schillers Werk eine derartige innere Spannung verleihen, dass eben auch heute noch die Lektüre seiner Schriften reizt. Die Auseinandersetzung mit Klassikern erfordert stets aufs Neue, den Reiz zu ermitteln, den sie bis in unsere Zeit ausstrahlen. Norbert Oellers gelingt es, den kritischen Schiller vorzustellen, den scharfsinnigen Beobachter, dessen Gespür für die Misere der Moderne ein Werk entstehen ließ, das nur in der künstlerischen Schulung und Bildung die Möglichkeit sieht, soziale und kulturelle Problemlagen zu meistern.

Dem Leser bietet "Schiller - Elend der Geschichte, Glanz der Kunst" neben den fundierten Darstellungen der einzelnen Werke auch weiterführende Anregungen. Neben zeitgenössischen Abbildungen stehen Fotos von Schiller-Theaterinszenierungen, zu dem umfangreichen Register gesellt sich eine ergänzende Bibliographie. Doch vor allem über die Vollständigkeit besticht Norbert Oellers. Denn Friedrich Schiller zu reduzieren auf den Dichter und Dramatiker, leider auch heute noch in Neuerscheinungen zu beobachten, hieße, gewichtige Motive seines Schaffens zu ignorieren. Als idealistischer und methodisch unscharfer Philosoph mag Friedrich Schiller überholt, als Historiker zu ästhetisch sein - in der Gesamtheit dieser Aspekte jedoch erreicht sein Werk eine Aktualität, die ungeachtet innerer Schwankungen zum Denken anregt. Die Vermittlung der Grundspannung eines Denkers und Autors, der eine außergewöhnliche Empfindung für die Problemlagen seiner Zeit und die befreiende Wirkung der Kunst aufweist, macht "Schiller - Elend der Geschichte, Glanz der Kunst" zu einer spannenden und ausführlichen Einführung. Unter den Neuerscheinungen zu Friedrich Schiller nimmt Norbert Oellers' Buch eine außerordentliche Stellung ein, die umfassende wie fundierte Darstellung markiert die grundlegenden Pole eines künstlerischen und philosophischen Schaffens, das, veränderlich und dennoch beständig, den Menschen zum Ausgangspunkt idealistischen Denkens macht, dabei stets auf die Verwirklichung der Humanität abzielt.
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