- Gebundene Ausgabe: 95 Seiten
- Verlag: Brandstätter (1998)
- Sprache: Deutsch
- ISBN-10: 3854477473
- ISBN-13: 978-3854477471
- Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.801.988 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)
Produktinformation
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Zg. 1912 wurde Egon Schiele «wegen Anfertigung unsittlicher Zeichnungen und Verführung Minderjähriger» in Neulengbach bei Wien in Untersuchungshaft genommen und wenig später vom Kreisgericht St. Pölten zu drei Tagen Arrest verurteilt. Die Hauptanschuldigung, er habe ein minderjähriges Mädchen verführt, erwies sich jedoch als unbegründet. Da aber Kinder bei ihren Besuchen in Schieles Atelier Aktstudien zu Gesicht bekamen, schien dem Gericht der Tatbestand der «Verbreitung unsittlicher Zeichnungen» gegeben. In der vorliegenden Publikation versucht Franz Wischin, Jurist und emeritierter Richter, von seiner Warte aus den Fall zu beleuchten. Er analysierte die Hintergründe des Prozesses und deckte dabei manche Fehler auf. So ist es ihm gelungen, erstmals Klarheit in diesen trüben Fall zu bringen. Gleichzeitig vermittelt er etwas vom Zeitgeist in der untergehenden Monarchie. Als Illustrationen wurden nicht nur Beispiele jener Werke ausgewählt, die zur Verhaftung Schieles geführt hatten, sondern auch solche, die den Maler in seiner tiefsten Erniedrigung als Häftling zeigen und die trostlose Umgebung der Gefängniszelle vor Augen führen.
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