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Scherzhafte Lieder [Taschenbuch]

Christian Felix Weiße
3.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
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Kurzbeschreibung

7. Dezember 2010

Christian Felix Weiße: Scherzhafte Lieder

Edition Holzinger. Taschenbuch

Berliner Ausgabe, 2013

Vollständiger, durchgesehener Neusatz mit einer Biographie des Autors bearbeitet und eingerichtet von Michael Holzinger

  • Entstanden 1746-1748 und 1757/58. Erstdruck 1758.

Textgrundlage ist die Ausgabe:

  • Christian Felix Weiße: Scherzhafte Lieder, Leipzig 1758 [Nachdruck: Stuttgart: Metzler & Poeschel, 1965].

Herausgeber der Reihe: Michael Holzinger

Reihengestaltung: Viktor Harvion

Umschlaggestaltung unter Verwendung des Bildes: Christian Felix Weiße. Anton Graff (1736–1813), Öl auf Leinwand, 64 x 52 cm, ca. 1769.

-- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch .

Produktinformation

  • Taschenbuch: 120 Seiten
  • Verlag: Zenodot Verlagsgesellscha (7. Dezember 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3843063133
  • ISBN-13: 978-3843063135
  • Größe und/oder Gewicht: 24,6 x 18,9 x 0,7 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)

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3.0 von 5 Sternen lockere Hand 14. Oktober 2011
Von helmut seeger TOP 1000 REZENSENT
Format:Kindle Edition|Von Amazon bestätigter Kauf
"Wenn Juden niederträchtig sinnen / Durch schlauen Wucher zu gewinnen / Auf Vortheil, nicht auf Ehre sehn. / Das lass ich gern geschehn.
Doch wenn vom Schweiß gedrückter Armen / Sich Fürsten mästen ohn Erbarmen / Da erndten, wo sie doch nicht sä'n / Das ist nicht auszustehn.
Vor Jahren erschien eine groß angelegte Sammlung mit vorgeblich humoristischen deutschen Gedichten der letzten Jahrhunderte, wobei der Autor angeblich zigtausende Gedichte sichtete.
Die Sammlung war eine Enttäuschung. Das lag aber nicht am Herausgeber, sondern am Sujet. Die deutsche Lyrikgeschichte mag manch Besonderheit aufweisen, überbordenden Humor ganz gewiss nicht.
Es finden sich unter den gut 10 dutzend bedeutenden Lyrikern von Luther bis Rilke so wenige wirklich witzige Autoren, dass jeder einzelne davon besonders heraussticht.
Weisse ist so ein Fall. Zwar reicht es auch bei ihm kaum zu einem Lacher, aber zu einem gelegentlichen inneren Schmunzeln schon. Und das ist beabsichtigt, nicht unfreiwillig herbeigeführt wie bei manchem seiner Kollegen.
Weiße ist nicht derjenige, der die eigene Biografie ausnutzt: "Das wenigste hab ich gefühlet / Das meiste sing ich bloß aus Scherz.“ Seine Unterhaltungsabsicht ist bewusst und gewollt gewählt.
Sein Humor ist mit lockerer Hand gestreut und macht die üblichen Schäferweisen zu Wein, Weib und Gesang nicht nur erträglicher, sondern bisweilen sogar zum Vergnügen. Schade, dass der Autor selbst gelobt hatte, es bei der einen Sammlung zu belassen.
Der Dichter vertritt aber auch einen gewissen Anspruch: sein gesellschaftskritisches Gedicht "Der Zweifel" könnte man fast genau so auch heute noch unterschreiben: kritisch gegenüber den Verdiensten der Staatenlenker und der Heiligkeit der Kirche, die Korruption der Justiz anprangernd:
"Wenn Juden niederträchtig sinnen / Durch schlauen Wucher zu gewinnen / Auf Vortheil, nicht auf Ehre sehn. / Das lass ich gern geschehn. / Doch wenn vom Schweiß gedrückter Armen / Sich Fürsten mästen ohn Erbarmen / Da erndten, wo sie doch nicht sä'n / Das ist nicht auszustehn.
An anderer Stelle karikiert Weisse das Soldatenleben, indem er dessen "Vorzüge" und "Nachteile" satirisch nebeneinander stellt.
Kurz: Weiße ist einer der deutschen Dichter, der die Vorzüge genießt, mit seinen humorvollen Beiträgen eine gewisse Sonderstellung in der deutschen Lyrikgeschichte einzunehmen. Ein Blick ins Werk lohnt hier allemal.
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