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Die Schere im Bauch. Aufzeichnungen eines Chirurgen. [Taschenbuch]

Atul Gawande , Susanne Kuhlmann-Krieg
4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)

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Taschenbuch, 2003 --  

Kurzbeschreibung

2003
Ärzte sind weder allwissend, noch sind sie perfekt. Dennoch legen wir unser Leben in ihre Hände. Das mag angesichts dieser dramatischen Geschichten aus dem Alltag leichtsinnig erscheinen. In seinem fesselnden Insiderbericht veranschaulicht der amerikanische Chirurg und Journalist Atul Gawande Möglichkeiten und Grenzen der modernen Medizin.

-- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch .

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 320 Seiten
  • Verlag: Goldmann (2003)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3442152143
  • ISBN-13: 978-3442152148
  • Größe und/oder Gewicht: 18,2 x 12,4 x 2,7 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 968.419 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

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Jeder Mediziner erlebt Dinge, die sich der normale Sterbliche nicht im Traum vorstellen kann. Es geht um Leben und Tod, Entscheidungen werden intuitiv getroffen und führen zu ernsthaften Komplikationen oder wundersamen Heilungen. Das medizinische Wissen wächst, ebenso der Druck auf den einzelnen Arzt, fachlich immer auf der Höhe der Zeit zu sein; von der fast schon perversen Arbeitsbelastung im Klinik- oder Praxisalltag ganz zu schweigen. Ein Teufelskreis aus Selbstüberschätzung und Überforderung, der unweigerlich zum Zusammenbruch führt? Nicht unbedingt, es gibt Kompensationsmöglichkeiten. Sie können Extremsport treiben. Ihre Familie quälen. Innerlich kündigen. Oder sich alles von der Seele schreiben, so wie es der amerikanische Chirurg Atul Gawande in seinem Buch Die Schere im Bauch getan hat.

Sie brauchen dazu natürlich etwas Erfahrung. Reichern Sie die Beschreibung an mit philosophischen Gedanken. Nützlich sind Erklärungen medizinischer Termini und ärztlicher Rituale. Krönung ist die Selbstkritik, die jeden Leser, Laien genau so wie Kollegen aufhorchen lässt. Im Prinzip also ganz einfach. Das Ganze hat definitiv therapeutischen Wert, die Selbstreflexion ist unerlässlich, wenn Sie im Medizinbetrieb Mensch bleiben wollen.

Die Schere im Bauch enthält alle diese Elemente. Wir lesen von Patienten, die nach Anfängerfehlern sterben. Wir zittern mit, wenn Gawande von seinem ersten chirurgischen Schnitt berichtet. Wir bedauern die Kranken, die als Übungsobjekte für junge Assistenzärzte herhalten müssen. Wir freuen uns mit der Patientin, die zum Sterben nach Hause entlassen wurde und sich ein Jahr später bester Gesundheit erfreut. Und am Ende hält es uns kaum im Lesesessel, wenn Atul Gawande beschreibt, wie er inmitten der Routinearbeit einen Fall nekrotisierender Fasziitis zu erkennen glaubt (das ist die seltene, tödliche Krankheit, bei der laut Bild-Zeitung "Fleisch fressende Killerbakterien" angreifen) und dieser Verdacht sich tatsächlich bestätigt. Danach geschieht schier Unglaubliches, das hier nicht verraten sei.

Gawande schildert die harte Realität. Das Buch atmet Authentizität, es stellt deshalb jede noch so gut gemachte Fiktion in den Schatten. Michael Crichtons Vorlage zu Emergency Room nicht unähnlich, ist Die Schere im Bauch jedoch weniger massenkompatibel, weil exakter und passagenweise auch verstörend. Die spürbar optimistische Grundeinstellung bildet aber einen wohltuenden Kontrast zu düsteren Klassikern wie House of God.

Dies ist ein packendes, ein aufrüttelndes Buch, das man einfach nicht mehr aus der Hand legen kann. An alle Ärzte und solche, die es werden wollen: Lesen Sie es! Und wenn Sie es sich zutrauen: Schreiben Sie selbst! Zeichnen Sie aus Ihrer Perspektive ein menschliches Abbild der Ärzteschaft, so wie Gawande es hier für die Chirurgen tut. Überlassen Sie das nicht den Medien auf deren Suche nach Sensationen und Ärztepfusch. Es lohnt sich immer! --Philipp-R. Schulz

Pressestimmen

"Gawande schreibt präzise wie ein Skalpell und analysiert mit Röntgenblick - jedes seiner Fallbeispiele aus dem Krankenhaus ist ein Thriller en miniature." (Time Magazine)

"Authentisch und eindringlich - Atul Gawande reicht im Medizinjournalismus keiner das Wasser." (New York Times Book Review)

"Unglaubliche Geschichten - Gawande ist der Erneuerer des Medizinjournalismus." (The Boston Globe) -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch .


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Kundenrezensionen

4.4 von 5 Sternen
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Complications" 19. September 2003
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Ich bin gerade dabei das Buch "Die Schere im Bauch" (auf engl. "Complications") zu lesen. Bis jetzt halte ich es für ein sehr gut geschriebendes Buch, welches auch dem Laien verständlich ist. Medizinische Begriffe wie "Vasektomie" oder "Tracheotomie" werden dem Leser verständlich erkärt. Auch die Problematik der Chirugen, die tagtäglich lebenswichtige Entscheidungen treffen, und deren Unsicherheit, wird angesprochen.
Insgesamt ein sehr gutes Buch wie ich finde.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von ½ TOP 50 REZENSENT
Format:Taschenbuch|Von Amazon bestätigter Kauf
'Einzugestehen, dass man etwas nicht weiß, ist Wissen.'
Konfuzius

Ärzte sind keine unfehlbaren Götter in Weiß. Ein beeindruckendes Buch darüber hat der amerikanische Chirurg Atul Gawande geschrieben. Eingeteilt ist dieses Buch in drei Bereiche:
- Fehlbarkeit
- Mysterien der Medizin
- Ungewissheit

Im ersten Teil geht es vor allem um die medizinische Ausbildung, ausgehend von den Erfahrungen des Autors. Wie erwirbt man die notwendigen Fähigkeiten? Geschick und Selbstvertrauen kommen mit der Erfahrung. Nicht alles funktioniert auf Anhieb. Dies musste auch der Autor erleben. Üben, üben, üben ... ist angesagt. Und so verwundert es auch nicht, dass der Wille dran zu bleiben und Beharrlichkeit eine wichtige Rolle spielen. Und wenn Fehler passieren, wie kann man sie vermeiden? Wie kann man die Fehlerquote reduzieren? Ist Spezialisierung sinnvoll? Wie oft führt uns die Intuition in die Irre? Andererseits gibt es weiter hinten im Buch auch ein Beispiel, wo die Intuition ihm, dem Autor, geholfen hat einer Patientin mit einer sehr seltenen Krankheit zu helfen. Atul Gawande wägt den Einsatz von Computerprogrammen ab, und zeigt, dass sich Sorgfalt und Wachsamkeit in den winzigsten Details lohnen. Daneben spricht er auch die Fehlerkultur seines Berufsstandes an. Die Schwierigkeiten, dem Patienten gegenüber einen Fehler einzugestehen, und wie man dies aus juristischen Gründen formuliert: "Es tut mir leid, dass die Sache nicht so gut gelaufen ist, wie wir es uns erhofft haben." (81) Denn ein Geständnis wäre vor Gericht ein schlagkräftiger Beweis. Und wer setzt sich dem schon unnötig aus? Überhaupt beurteilt Gawande Gerichtsverfahren als "bemerkenswert wirkungsloses Mittel".
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Genial 17. Oktober 2010
Format:Taschenbuch
Der Autor trägt den Leser durch die Realitäten der heutigen modernen Medizin. Ohne Beschönigung, niemals altbacken oder arrogant beschreibt er die Probleme, die den jungen Arzt erwarten, wenn er im Kliniksalltag steht. Fast unbemerkt gibt er Ratschläge, wie man es -trotz aller Jugend und trotz aller Unsicherheit- besser machen kann.
Er ist ein unerbittlicher Streiter für Sorgfalt, Zuwendung und Einsatz. Die Seite des Patienten beleuchtet er auf ebenso einfühlsame Weise, indem er seine Familiengeschichte mit einfließen lässt.
Alles in Allem ein hervorragendes Buch, eine Pflichtlektüre für Krankenhausärzte, ein Manifest gegen die Gleichgültigkeit. Die beiden Folgebücher sind übrigens genauso lesenswert (Better, The Checklist Manifesto)
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5.0 von 5 Sternen Mediziner Alltag für Laien verständlich gemacht 30. Januar 2012
Von Carsten
Format:Kindle Edition|Von Amazon bestätigter Kauf
Das Buch zeigt den Alltag in der Chirurgie in einer sehr offenen, pointierten Sprache.
Da ich mich in einem zweiten Leben vielleicht für den Arztberuf entschieden hätte, hat es mich sofort interessiert und nach dem Lesen kann ich sagen, meine Erwartungen übertroffen.
Wie rational und gleichzeitig menschlich der Arzt handelt wird gut dargestellt.
Absolut lesenswert für alle, die sich als Laien medizinisch interessieren.
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5.0 von 5 Sternen Ein muss für jeden, der im Gesundheitssystem arbeitet 23. Februar 2011
Von lachini
Format:Taschenbuch|Von Amazon bestätigter Kauf
Ein sehr gutes Buch über Tun und Handeln der "Götter in weiß". Pflichtlektüre für Ärzte, Pflegekräfte und Gesundheitsmanager - alle, die rund um Patientenbetreuung arbeiten. Es geht um Fehlerkultur, Selbstkritik und Auffangmechanismen. Obwohl Gawande selbst Chirurg ist, passt sein Zugang für andere Fachrichtungen ebenso.
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0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Lektüre für einen angehenden Arzt 3. Januar 2013
Format:Taschenbuch|Von Amazon bestätigter Kauf
Nicht so gut angekommen, weil die Geschehnisse zu sehr offengelegt werden. Das darf lt. angehendem Arzt nicht passieren. Und schreiben sollte man gar nicht darüber.
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0 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Für alle Patienten interessant zu lesen 10. August 2010
Von Leseratte
Format:Taschenbuch
Das Buch fängt hoch interessant an mit einem Kapitel über Kunstfehler aus Sicht eines Arztes (der das Thema einmal jenseits reisserischer Schlagzeilen beleuchtet).
Leider kann es die Qualität nicht durchhalten - ist aber dennoch sehr interessant für Laien, die sich für die Sichtweise eines Arztes interessieren.
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