Rech schafft es, eine gute Atmosphäre zu entwickeln und die Geschichte zügig voranzutreiben. Man kann nicht anders, als das Buch in einem Rutsch durchlesen, so vermag die Geschichte um den mythenhaften Schenselo zu fesseln.
Vor diesem Hintergrund ist es umso mehr schade, dass einige Figuren eindimensional und platt bleiben. Ist der Kommissar über lange Phasen des Buchs Sympathieträger und eine der besten Figuren, so verliert er doch im letzten Drittel des Buches arg an Glaubwürdigkeit. Hier hätte die Geschichte ruhig etwas ausführlicher sein können, denn durch das Tempo bleiben einige Handlungen unerklärbar oder unvereinbar mit dem, was man bis dato von den Figuren erfuhr.
Alles in allem, ist Schenselo jedoch eine gute Unterhaltungslektüre. Bis zuletzt ist man nicht sicher, wer nun der Schuldige ist, und es wartet so manche überraschende Wendung auf den Leser.