Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Geniale Essays für Individualisten, 28. Mai 2009
"Ich glaube an gar nichts - aber ich lasse mich ein". Das ist nur eine der erfrischenden Aussagen dieses vorzüglichen Buches, bei dessen Lektüre einem Menschen, der sich das selbständige Denken noch nicht hat abgewöhnen lassen - eine hohe Kunst in unserer Zeit - das Herz aufgehen muss. Oliver Fehn veröffentlicht in seiner Essay-Sammlung "Im Schein der Schwarzen Flamme" eine Reihe genialer Aufsätze für Individualisten und solche, die es auch bleiben wollen.
Die allgegenwärtigen Gutmenschen in Politik, Kirche etc. führt der Autor gnadenlos vor und entlarvt deren unglaubliche Verdummungs- und Vereinheitlichungsstrategien, indem er ohne Scheu das scharf geschliffene Skalpell des Zynismus ansetzt und genüsslich das eine oder andere Krebsgeschwürchen offen legt. Wie weiland Erasmus von Rotterdam in seinem köstlichen "Lob der Torheit" macht er sich lustig über all die Köche, die uns nach der Methode "ein Löffelchen für Onkel Franz, eines für Tante Marie" ihre Einheitspampe eintrichtern wollen, obwohl wir doch alle genau wissen, dass die Menschen alles andere als gleich sind. Dabei vermittelt Fehn dem Leser fast spielerisch die Erkenntnis, dass es noch Gleichgesinnte gibt im vergnüglichen Kampf gegen wild gewordene Weltverbesserer oder - fast noch schlimmer - jene aufdringlichen Energievampire, die uns mit ihren vorgeblichen Guttaten den letzten Nerv rauben möchten.
Gleichgesinnte Individualisten wohlgemerkt - kein Verein.
Es macht nicht nur Spaß, Übereinstimmungen mit dem Autor zu finden. Fast noch spannender ist es, dort anzusetzen, wo sich trotz großer Sympathie mit dem Anliegen Fehns eigener Widerspruch regt. Aber das dürfte den Autor nur freuen.
Eine amüsante, oft frappierende und durchweg virtuos geschriebene Lektüre. Und - da muss ich meinem Vorrezensenten Recht geben - ein Buch, das man immer wieder liest. Mich jedenfalls hat seit Dawkins "Gotteswahn" kein Sachbuch mehr so fasziniert und überzeugt.
Bianca Flier
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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Eine Anschaffung fürs Leben, 16. Dezember 2008
"Sprache", so schreibt Oliver Fehn, "hat was zu tun mit geistiger Potenz." In fünfzig ausgewählten Essays und Interviews zu allen möglichen und einigen unmöglichen Themen demonstriert Fehn mit der erfrischendsten Sprache, die sich denken lässt, dass es uns schwer fallen dürfte im deutschsprachigen Raum einen geistig potenteren Schriftsteller zu finden. Seine Themen sind mal zeitlos, mal brandaktuell und er vermag sich ihnen angemessen sensibel oder bissig zu nähern. Doch ob er nun alltägliche, persönliche oder magische Angelegenheiten unter die Lupe nimmt, stets tut Oliver Fehn das mit einem Scharfsinn, der den Leser zu einer ganzen Reihe von Reaktionen, von ergriffenem Durchatmen, über fassungslosem Staunen, bis zum brüllenden Lachen, veranlasst. Dazwischen macht der Leser immer wieder die höchste Erfahrung, die ein Buch einem Menschen bescheren kann: Die Erfahrung, schmunzelnd zur Kenntnis zu nehmen, etwas Nützliches hinzugelernt zu haben. Schon bald haben Sie das gute Gefühl, dass dieses Buch eine Anschaffung für das ganze Leben ist. Sie werden es immer wieder lesen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
I love it!, 1. Januar 2010
Es geht nicht darum, so viel Lektüre wie möglich zu verschlingen, sondern darum eine Auswahl von wahrhaft interessanten Büchern zu treffen, Büchern wie dieses. In den 50 Essays zu ganz verschiedenen Themen regt der Autor den Leser zum Nachdenken über das Leben, das Universum und das Sein an sich an. Er zeigt in seinem Buch viele Eigenheiten der Menschen auf, die zum Kopfschütteln, zum Lachen oder zum daraus Lernen gedacht sind. Besonders gefallen haben mir jede Kapitel, die mit: Als ich noch Kind war" beginnen. Klein Oliver geht auf Entdeckungsreise, um vergessene Schätze und Kleinode wiederzufinden. Dabei zieht sich das Thema Satanismus" als Leitgedanke durch alle Essays. Diese Religion (wenn man sie Religion nennen will) lässt dem Menschen die freie Wahl, über sich selbst zu bestimmen und zu tun, was er will. Leider wissen viele Personen gar nicht, was sie wollen. Darum sind sie Anhänger jener Religionen, die an ihrer statt bestimmen.
Ich denke, dass in diesem Punkt eine der wichtigsten Botschaften an den Leser steckt: "Nicht zu beten und zu hoffen, sondern zu handeln und zu verändern!"
Der Alltag scheint manchmal leer und öde zu sein. Es liegt laut Oliver Fehn am Individuum selbst, wie und wo es sich in der heutigen Zeit einordnet. Das Leben sollte eine spannende Entdeckungsreise sein, die keines Falls mit dem Absterben der eigenen Kreativität endet. Lassen Sie sich mitnehmen auf diese kritische Reise durch das moderne Leben, um zum Schluss vielleicht zu entdeckten, dass Sie selbst eine leuchtende Perle" in dem grauen Schleim" der Gesellschaft sind.
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