Es geht nicht darum, so viel Lektüre wie möglich zu verschlingen, sondern darum eine Auswahl von wahrhaft interessanten Büchern zu treffen, Büchern wie dieses. In den 50 Essays zu ganz verschiedenen Themen regt der Autor den Leser zum Nachdenken über das Leben, das Universum und das Sein an sich an. Er zeigt in seinem Buch viele Eigenheiten der Menschen auf, die zum Kopfschütteln, zum Lachen oder zum daraus Lernen gedacht sind. Besonders gefallen haben mir jede Kapitel, die mit: Als ich noch Kind war" beginnen. Klein Oliver geht auf Entdeckungsreise, um vergessene Schätze und Kleinode wiederzufinden. Dabei zieht sich das Thema Satanismus" als Leitgedanke durch alle Essays. Diese Religion (wenn man sie Religion nennen will) lässt dem Menschen die freie Wahl, über sich selbst zu bestimmen und zu tun, was er will. Leider wissen viele Personen gar nicht, was sie wollen. Darum sind sie Anhänger jener Religionen, die an ihrer statt bestimmen.
Ich denke, dass in diesem Punkt eine der wichtigsten Botschaften an den Leser steckt: "Nicht zu beten und zu hoffen, sondern zu handeln und zu verändern!"
Der Alltag scheint manchmal leer und öde zu sein. Es liegt laut Oliver Fehn am Individuum selbst, wie und wo es sich in der heutigen Zeit einordnet. Das Leben sollte eine spannende Entdeckungsreise sein, die keines Falls mit dem Absterben der eigenen Kreativität endet. Lassen Sie sich mitnehmen auf diese kritische Reise durch das moderne Leben, um zum Schluss vielleicht zu entdeckten, dass Sie selbst eine leuchtende Perle" in dem grauen Schleim" der Gesellschaft sind.