Sabine Hinterberger hat mit ihrem persönlichen Hintergrund als Sozialarbeiterin ein kleines lesenswertes Buch mit zwei Erzählungen geschaffen, die miteinander geschickt verknüpft sind. Ihr Schreibstil ist jugendlich flott und gut zu lesen. Ich habe die spannenden 80 Seiten des Buches nicht weglegen können, bevor ich am Ende angelangt war.
Beide Geschichten ("Die Sache mit Nele" und "Scheißspiel") behandeln schwierige menschliche Beziehungen, die schließlich mit einem Suizid enden. Es sind Geschichten aus dem Abseits, vom Rande des Spielfelds betrachtet, von Ludger, der nach einem missglückten Selbstmordversuch in die Psychiatrie kommt, und Kai, der nach dem Selbstmord seines besten Freundes Oliver beim Fußball das Tor nicht mehr trifft. Der Leser lernt Figuren kennen, denen er gewöhnlich nicht jeden Tag begegnet. Daher ist das Buch ausgesprochen lesenswert.