Der Plot der Geschichte klingt vielversprechend und spannend.
Die Leiche eines alten Mannes wird an einem Freitag den 13., nackt auf einem Stuhl drapiert, mit Schriftzeichen auf der Brust, im Schaufenster eines Antiquitätenladens entdeckt.
Beauftragt, den Fall zu lösen, wird das Ermittlerduo Gunnarstranda und Frölich, die versuchen in die bewegten Hintergründe des Falls ein wenig Licht zu werfen. Dass der Ermordete Reidar Folke Jespersen nicht gerade beliebt war, lässt sich schnell herausfinden, doch wer hätte ein echtes Interesse ihn zu töten?
Mich persönlich hat der Norweger Kjell Ola Dahl mit seinem "Schaufenstermord" nicht recht überzeugen können.
Obwohl recht flüssig zu lesen, hat mich die Ermittlungsarbeit, die sich auf reine Befragungstechnik reduziert, am Ende doch eher gelangweilt. Die Auflösung, für die von 500 nur 50 Seiten Platz bleiben, wirkte eher konstruiert, denn logisch. Irgendwie passiert in diesem Roman nicht viel mehr, als dass das Ermittlerduo Zeugen und Angehörige befragt. Darüber konnten mir auch die kleinen Ausflüge ins Privatleben der beiden Kriminalisten nicht hinweg helfen, sie haben mir die Protagonisten nicht sympathischer werden lassen oder näher gebracht. Der Spannungsbogen, zu Beginn noch scharf gezeichnet, verliert sich im Nichts und die Geschichte hängt am Ende.
3 Sterne für den handwerklich soliden Schreibstil, der trotz allem flüssig, ganz in skandinavischer Art, durch den Roman führt.
Mich persönlich vermochte der "Schaufenstermord" jedoch nicht zu packen.