Das Buch schildert die Erlebnisse eines Rettungsassistenten der Feuerwehr im Ruhrgebiet. Je einem Einsatz ist ein Kapitel mit einer prägnagnanten Überschrift gewidmet. Somit stellt das Buch eine Sammlung verschiedener, nur lose zusammenhängender Episoden dar, die punktuelle aber authentische Einblicke in die Arbeit des Rettungsdienstes gewähren, was sowohl für rettungsdienstbegeisterte Laien als auch für Leute, die selbst im Rettungsdienst aktiv sind, eine kurzweilige Lektüre ergeben kann.
Als Vorbemerkung sei gesagt, dass man sich für den Rettungsdienst interessieren muss, da man sonst möglicherweise das Buch bereits nach wenigen Kapiteln langweilig findet. Man sollte sich auch an den zum Teil lakonisch-flapsigen Jargon gewöhnen, mit dem zum Teil verstörende Ereignisse dargestellt werden. Wer also der Meinung ist, Notfälle sollten nur mit ernstem Tonfall und höchstmöglicher Sachlichkeit dargestellt werden, der wird sicher über dieses Buch schimpfen. Aber das ist wohl auch nicht der Sinn dieses Buches. Gerade die lakonische Selbstverständlichkeit, mit der über teilweise haarsträubende Verhaltensweisen von Notfallpatienten geschrieben wird, zeigt, wie man einen Weg finden kann, einen Beruf mit deraritgen Höhen und Tiefen auzuüben und dennoch mit hochtraumatisierenden Erlebnissen umzugehen. Sicherlich ist dabei nicht alles hundertprozentig beim Wort zu nehmen, immerhin handelt es sich um Unterhaltungsliteratur und nicht um ein Lehrwerk zum Rettungsdienst.
Etwas störend sind lediglich die manchmal etwas arg ausschweifenden Hintergrunderzählungen zu einzelnen Personen, die teilweise keine wirkliche Relevanz mehr mit dem geschilderten Einsatz haben. Aber auch das ist eher eine Frage des persönlichen Geschmacks.
Insgesamt also für Rettungsdienstbegeisterte durchaus zu empfehlen.