Der Ansatz dieses Buches ist die grundsätzliche Verschiedenheit der Geschlechter in bezug auf Angst und Scham. Abgeleitet sind diese Überlegungen aus der evolutionsbiologischen Sicht, die ja auch in immer neuem Gewand vom Autorenpaar Allan und Barbara Pease bemüht (= "Warum Männer.... und Frauen ......" verschieden sind") wird.
Bezeichnenderweise kommt "Schatz usw." in einer sehr ähnlichen pink-roten Aufmachung daher, geht aber akribischer an die eigenen Thesen heran. Im "Erklärungsteil" findet sich meiner Auffassung nach eine interessante Sichtweise, in der ich nicht nur meine langjährige Ehe rückblickend in ihren Schwierigkeiten, wenngleich mono- oder bi-kausal, erklärt fand, sondern auch andere Beziehungen zu Männern deutlicher wurden. Lässt sich aber durch die dargebotenen "Verbesserungsvorschläge" wirklich diese Verschiedenartigkeit Mann/Frau in positiver Weise "paarverbindend" überwinden, oder muss man sich nicht am Ende doch mit der Unvereinbarkeit abfinden? Ich habe den Eindruck, als könne man leicht in eine sich -selbst-überfordernde Haltung hineingeraten, wollte man (oder frau), alle negativen Gefühle in positive, bestätigende
Ausdrucksformern transformieren wollen. Genau dazu fordert das Buch auf....ich denke, der Mensch hat Grenzen.
Dieser Ansatz funktioniert, worauf die Autoren auch hinweisen, eigentlich nur dann, wenn beide es wollen, selbst wenn ein positiver Impuls schon durch einen der Partner in die richtige Richtung gegeben wird. Insgesamt wieder ein Buch, dass auf die "Machbarkeit" von Liebe, Beziehung und "gut-Mensch-sein" setzt....manchmal strapaziös.