Wie kein anderer Beruf, ist die Hausfrau schlecht und abwertend in unserer Gesellschaft angesehen. Hausfrau zu sein bedeutet aber ein Multitalent zu besitzen in Organisation, Planung, Verwaltung und Koordination. Das aber die Hausfrau weiterhin als weiblicher Eunuche gesehen wird, kommt nicht von ungefähr. Das vorliegende Buch SCHATZ WIE WAR DEIN TAG AUF DEM SOFA von Catharina Aanderud zeigt das ganze Dilemma auf und bietet Auswege.
Hausfrauen haben ein schlechtes Image. Allein schon die Aussage des Titels zeigt das ganze Dilemma auf und verhöhnt einen der wichtigsten und kostbarsten Berufsstände in Deutschland. Wer traut sich denn schon zu, zu behaupten, er führe ein erfolgreiches kleines Familienunternehmen?!
Den Anspruch, welchen eine Hausfrau heute erfüllen muss, macht sie automatisch normalerweise zu einer gut bezahlten Familienmanagerin, doch die Realität sieht anders aus, völlig anders...
Wie wird man Hausfrau? Wurde man hineingestoßen? Tickte die biologische Uhr oder gab man sich dem Wahnsinn freiwillig hin? Was dann kommt ist schlechtes Image, wenig Anerkennung und Selbstmotivation bis zum Letzten.
Seien wir doch einmal ehrlich, Hausfrauen sollen die Kinder erziehen, den Haushalt führen, den Ehemann pflegen, immer gut kochen, Wäsche waschen, ökonomisch denken, Freizeitgestaltung beherrschen und alle anderen familiäre Belange managen. Schön wer das alles kann und dazu immer noch Zeit hat, seine Mitte zu halten.
Dieses Buch von Catharina Aanderud informiert schonungslos über das Dilemma der deutschen Hausfrau, auch im Vergleich zu den Schweden oder den Franzosen. Es zeigt auf, wo die neuralgischen Punkte sind und spart nicht mit treffenden Kommentaren, wovon die meisten Frauen ein Lied singen können. Das im Bereich Geld, die Frauen Scham empfinden ist gewollt und auch im Verhältnis zum Ehemann geht die Tendenz bis zur Unterwürfigkeit.
Es war Zeit, dass hier einmal eine engagierte Autorin diesen Bereich kompetent und offen beleuchtet hat. Ein Buch mit Signalcharakter!