Was für ein wunderbares Bergdrama auf das ich durch Zufall stieß!
Ein Städter erbt von seinem Nachbarn ein Berghaus in einem abgelegenen Schweizer Dorf und macht sich im Schweizer Winter dorthin und schneit ein.
Während er nun bedroht von einer Lawine in "seinem" Haus sitzt, findet er in einem zugemauerten Raum die Zeichenblöcke der verstorbenen Frau seines toten Nachbarn anhand derer er das Leben der Familie und des Dorfes rekonstruiert.
Das Buch ist geprägt von der Stille der Natur, dem Schweigen einer Dorfgemeinschaft und der Sprachlosigkeit der Opfer auch nachdem sie das Dorf verlassen haben.
Es ist eine wunderbare Idee ein Verbrechen und das gesamte Dorfleben über das ein Dorf eigentlich Stillschweigen vereinbart hat, anhand eines Zeichnblocks der Momentaufnahmen wiedergibt zu rekonstruieren.
Die Idee und Umsetzung haben mir gut gefallen!