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Schattwand. Ein Bergthriller.
 
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Schattwand. Ein Bergthriller. [Gebundene Ausgabe]

Urs Augstburger
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 247 Seiten
  • Verlag: bilgerverlag; Auflage: 1. Aufl. (8. August 2001)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3908010543
  • ISBN-13: 978-3908010548
  • Größe und/oder Gewicht: 19 x 13,4 x 2,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.262.567 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Urs Augstburger
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Aus der Amazon.ch-Redaktion

Ein Bergdrama untertitelt Urs Augstburger seinen Roman Schattwand. Bergdrama lässt Schlimmes ahnen -- doch so ist es nicht! Bergdramen können auch modern sein, obschon Augstburger einen Zeitsprung inszeniert.

Severin Somm, ein von der Midlifecrisis geplagter Tierpräparator, hat einen nicht unbedingt sympathischen ersten Auftritt -- die sexuellen Fantasien von ihm und seiner gelegentlichen Freundin sind genauso ausgestopft wie seine Objekte -- mausert sich dann aber zum zielsicheren und bestimmten Held des Romans. Unverhofft erbt Somm ein Haus in Gspona, einem Kaff mit einem Berg und den dazugehörenden Berglern. Das Haus hat einen Haken, nämlich eine Bewohnerin, Lucrezia Camenzind, die hier Hausrecht genießt und Severin Somm erst einmal ziemlich links liegen lässt. Im Haus einigermaßen eingerichtet, findet Somm einen vermauerten Raum (in dem man übrigens durch die Deckenspalten in Lucrezias Reich spinzeln kann) und im Raum eine Geschichte: die Liebesgeschichte zwischen Fortunat und Lisbeth. Sie eine Gsponerin, er ein Zugewanderter -- die ersten Parallelen zeigen sich. Die alte Liebe war eine glückliche, der jedoch kein Glück beschieden war. Severin rekonstruiert sie anhand von Zeichnungen, Protokollen, Gesprächen. Und entdeckt ein Bergdrama im wahrsten Sinn: Die vor einem halben Jahrhundert von Fortunat initiierte und auch gebaute Seilbahn stößt bei einigen im Dorf auf blanken Hass und endet im Tod.

Und hier gelingen Augstburger schöne Szenen, die die Wiederholung der Geschichte zeigen. Hier Fortunat und Lisbeth, dort Severin und Lucrezia, die ihrem Bergler untreu wird -- ein flotter Vierer quasi, nur durch ein halbes Jahrhundert getrennt. Auch wenn man sich hin und wieder durch die Wortwahl leicht irritiert sieht: "Fortunat näherte seinen Mund ihrer prallstichigen Warze." Ist das wirklich erotisch?

Die Geschichte spitzt sich zu -- hier wie dort. Reichliche Schneefälle, gefährliche Rettungen, schneidende Eifersucht. Die Bergdramen nehmen ihren Lauf. Und den hat Urs Augstburger wirklich spannend beschrieben. --Martin Walker

Kurzbeschreibung

Menschen ohne Gesichter, ein Dorf, das im Schnee erfriert, die unfassbare Schattwand - als Severin Somm in Gspona eintrifft, ahnt er schon, dass die Flucht vor seinem bisherigen Leben hier endet. Ein entfernter Bekannter hat ihm in Gspona ein Haus vererbt. Zu seiner Ueberraschung steht es nicht leer. Die unnahbare Bewohnerin, Lucrezia Camminada, geniesst sogar Wohnrecht auf Lebzeiten. Wohl oder übel richtet sich Severin Somm in der anderen Hälfte des Gebäudes ein. Bei seinen ersten Erkundungen stösst er auf ein zugemauertes Zimmer. Er findet Frauen- und Kinderkleider, Spielzeug, einen Stapel alter Skizzenbücher. Die Zeichnungen stammen von der Frau des früheren Besitzers. Es sind die Bilder einer grossen Liebesgeschichte, Dokumente eines Frauenschicksals in den Fünfziger Jahren.
Lawinenniedergänge schneiden Gspona von der Umwelt ab. Severin Somm nimmt die letzte Chance zur Flucht nicht wahr. Die Rückkehr in sein früheres Leben ist unmöglich. Die unaufhörlichen Schneefälle schränken s einen Bewegungsradius immer mehr ein, bis er und Lucrezia im Haus gefangen sind. Gegensätze und Welten prallen aufeinander. Genau wie bei Severins Rekonstruktion der Vergangenheit. Er verliert sich immer mehr in den Zeichnungen, in den Bergmythen, die sie heraufbeschwören, im Leben der unbekannten Künstlerin. Er erfährt, wie sie und ihr Mann Gspona der Welt hatten öffnen wollen, und wer die Familie deswegen ins Verderben stürzte. Peider Capun, der Sohn des vermeintlich Schuldigen, lebt noch immer im Tal. Als Lawinenwart ist Capun verantwortlich für die Sicherheit der Eingeschlossenen. Er entpuppt sich als Geliebter von Lucrezia. Auch deren Familie, findet Severin heraus, hatte in Gspona gelebt, damals, an jenem Tag vor Jahrzehnten, an dem die Wand ihren Schatten auf das Dorf warf und die Gsponer ihr Gesicht verlore

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
kein blutiger Psychothriller 10. Dezember 2005
Von Karin
Format:Taschenbuch|Von Amazon bestätigter Kauf
Was für ein wunderbares Bergdrama auf das ich durch Zufall stieß!

Ein Städter erbt von seinem Nachbarn ein Berghaus in einem abgelegenen Schweizer Dorf und macht sich im Schweizer Winter dorthin und schneit ein.
Während er nun bedroht von einer Lawine in "seinem" Haus sitzt, findet er in einem zugemauerten Raum die Zeichenblöcke der verstorbenen Frau seines toten Nachbarn anhand derer er das Leben der Familie und des Dorfes rekonstruiert.

Das Buch ist geprägt von der Stille der Natur, dem Schweigen einer Dorfgemeinschaft und der Sprachlosigkeit der Opfer auch nachdem sie das Dorf verlassen haben.

Es ist eine wunderbare Idee ein Verbrechen und das gesamte Dorfleben über das ein Dorf eigentlich Stillschweigen vereinbart hat, anhand eines Zeichnblocks der Momentaufnahmen wiedergibt zu rekonstruieren.

Die Idee und Umsetzung haben mir gut gefallen!

War diese Rezension für Sie hilfreich?
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Kurzweilig und spannend! 20. März 2006
Format:Taschenbuch
Den Protagonisten verschlägt es spontan und im tiefsten Winter aus der Stadt in ein Bergdorf mit einer Handvoll Einwohner. Dort angekommen stösst er auf eine Alte Geschichte in Form von Zeichnungen. Beim Versuch die Geschichte des Dorfes zu durchleuchten findet er zugleich sich selbst.

Packend erzählt zieht die Geschichte des Buches in seinen Bann. Das Buch ist von Anfang an spannend und macht immer Appetit auf die nächste Seite. Gegen Ende jedoch werden die Gedankensprünge häufiger und es spielen sich drei Handlungen zugleich ab. Diese Sprünge sind so kurz und abrupt eingebaut dass es sich nicht mehr ganz so flüssig liest. Unverkennbar ist die Schweizer Herkunft des Autors. (Das wird jenen nicht Schweizern die sie kennen sofort auffallen)

War diese Rezension für Sie hilfreich?
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
sehr dramatische Geschichte 24. August 2007
Von ak.muc
Format:Taschenbuch
Spannend, ungewöhnlich und dramatisch.
Manchmal etwas irritierend durch die Zeitsprünge, aber für mich machten gerade diese Zeitsprünge einen erheblichen Reiz dieses Buches aus. Interessant und sehr passend fand ich auch, dass der Roman nicht eingedeutscht wurde, sondern in der ursprünglichen Fassung mit den schweizer Ausdrücken belassen wurde.
Wirklich ein empfehlenswertes Buch.
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