"Schattenwanderer" ist der Auftakt der neuen Reihe "Die Chroniken von Siala" von dem russischen Autor Alexey Pehov. Der Unaussprechliche ist dabei sich wieder zu erheben und ausgerechnet ein Dieb soll mitwirken, um das Reich vor dieser Bedrohung zu bewahren.
Das Buch wird vorwiegend aus der Perspektive des Diebes geschildert und an seiner Seite kommt man auch in die Handlung hinein, während man ihn bei der Erledigung eines Auftrags begleitet. Während der Leser Garrett begleitet, gewährt Autor Alexey Pehov dem Leser auch erste Einblicke in die Welt, in der er lebt, und lässt sie in die eigentliche Handlung einfließen.
Mit diesem Wissen ausgerüstet, ist man da gewappnet, wenn der große Überfall auf Garrett vonstattengeht und das Abenteuer erst beginnt. Obwohl das Leben eines Diebes von Alexey Pehov abenteuerlich geschildert wird, kommen Spannung und Action erst so richtig in Schwung, nachdem Garret der scheinbar unmögliche Auftrag aufgezwungen wurde, denn die Hauptfigur muss sich nun echten Herausforderungen stellen. Und als ob die Aufgaben an sich nicht schon knifflig genug wären, sitzt auch noch ein großer Unbekannter Garrett im Genick und versucht ihm das Leben so schwer wie möglich zu machen.
Viele Elemente werden hier zusammengetragen, die die Handlung ständig im Atem halten, doch ohne eine interessante Welt und ebensolche Figuren würde auch das nicht viel bringen. Alexey Pehov führt seinen Leser in eine Welt, in der aus den Vollen schöpft: Elfen, Kobolde, Oger, Orks, Gnome, Zwerge, Magier, Schamanen und natürlich, nicht zu vergessen, die Dämonen, Gouhle und Geister und viele andere, die dieser Geschichte durch ihre Vielfalt Leben einhauchen. Auch die unterschiedlichen Menschenschläge beeindrucken den Leser durch die Detailtreue, die Pehov in seine Figuren einfließen lässt. Jede Figur wirkt lebendig und farbenfroh und gibt dem Buch seine eigene Note.
Abgerundet wird das Ganze durch ein Glossar, wo die wichtigsten Begriffe nochmal erläutert werden.
Damit ist "Schattenwanderer" ein sehr gelungener Auftakt für Alexey Pehovs neue Reihe. Sicherlich, zu zart darf man nicht besaitet sein, gerade in den Schatten der Welt gedeihen Mord und Todschlag nur zu gut, aber es lohnt sich, während man auf einer Welle von Spannung dahinreitet und darauf wartet, wie es wohl weiter gehen will, denn das Ziel ist noch lange nicht erreicht!