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Schattenspieler [Gebundene Ausgabe]

Maximilian Meinzold , Michael Römling
4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (59 Kundenrezensionen)
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Kurzbeschreibung

Juni 2012
"Ein verschollener Schatz!
Es ist 1945. In den zerstörten Straßen Berlins trifft Leo auf den gleichaltrigen Friedrich. Gemeinsam machen sie sich auf die Suche nach verlorenen Gemälden. Sie kommen dem mysteriösen Herrn Sommerbier und einem unglaublichen Kunstraub auf die Spur.April 1945: Berlin liegt in Schutt und Asche, und die Rote Armee steht bereits vor den Toren der Hauptstadt. In den Wirren der letzten Kriegstage kreuzen sich die Wege von Friedrich und dem jüdischen Jungen Leo, der die Nazizeit in dunklen Kellern überleben konnte. Beide sind auf der Jagd nach einem großen Geheimnis: Irgendwo in Berlin liegt ein unsagbar wertvoller Schatz verborgen, den ein hochrangiger SS-Offizier vor Kriegsende noch schnell beiseiteschaffen will. Bald finden die Freunde eine heiße Spur. Doch die Zeit wird knapp, denn Friedrich und Leo sitzt ein mächtiger Gegner im Nacken, der vor nichts zurückschreckt.

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 352 Seiten
  • Verlag: Coppenrath, Münster; Auflage: 1., Aufl. (Juni 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3815753074
  • ISBN-13: 978-3815753071
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 - 17 Jahre
  • Größe und/oder Gewicht: 21,6 x 15,2 x 3,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (59 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 147.186 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Ein packend erzähltes Abenteuer vor dem Hintergrund des Zweiten Weltkriegs. Eine Kombination aus zeitgeschichtlichen Fakten, kunsthistorischen Daten und Elementen der Kriminal-Literatur ...." (Helene Reiß, Bücher-Medien-Magazin HITS für KIDS. Ausgabe 39.2012.co.)

Über den Autor

Dr. Michael Römling, geboren 1973 in Soest, studierte Geschichte in Göttingen, Besançon und Rom. Nach einem Stipendium am dortigen Deutschen Historischen Institut promovierte er mit einer Arbeit über spanische Soldaten in Italien im 16. Jahrhundert. Er lebt inzwischen als freier Autor in Münster und schreibt unter anderem Stadtgeschichten.

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Kundenrezensionen

4.5 von 5 Sternen
4.5 von 5 Sternen
Die hilfreichsten Kundenrezensionen
4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Jugendabenteuerroman zur Zeit des zweiten Weltkriegs 18. August 2012
Format:Gebundene Ausgabe
Der zweite Weltkrieg nähert sich seinem Ende. Berlin ist stellenweise total ausgebombt und die verbliebenen Einwohner warten auf den Einmarsch der Alliierten. Auch Wilhelm und Leo leben hier in einem teilweise zerstörten Haus, seitdem Wilhelm Leo vor den Nationalsozialisten gerettet hat. Leos Eltern sind tot und als Jude ist es für ihn lebensgefährlich, entdeckt zu werden. Wilhelm geht hier ein großes Risiko auch für seine eigene Sicherheit ein.
Bei einem erneuten Luftangriff wird das Haus erneut beschädigt. Als Leo nach einer kurzen Bewusstlosigkeit wieder erwacht, sucht er Wilhelm jedoch vergebens. Von ihm ist keine Spur zu finden. Im Keller wird Leo von zwei Soldaten überrascht und Hals über Kopf flüchtet er durch die benachbarten Keller aus dem Haus. Mühevoll schlägt er sich bis außerhalb von Berlin durch und wird auf einem abgelegenen Hof heimlich Zeuge eines Doppelmords durch einen gewissen Sommerbier. Erneut rennt Leo davon und wird nach einem erschöpften Schlaf in einer Feuerwache von russischen Soldaten aufgegriffen. Den Tod schon vor Augen wird der Junge jedoch durch die erkennbaren Überreste seines entfernten Davidsterns gerettet und mutiert zum Maskottchen der Einheit, das sie zurück in die Stadt führen soll. Wird Leo überleben und wird er Wilhelm jemals wiedersehen?

Parallel dazu lebt Friedrich relativ behütet mit seiner Mutter und seiner blinden Schwester in einer Villa in einem noch relativ gut erhaltenen Stadtteil Berlins. Die Vortäuschung von Taubheit hat ihn bis jetzt davor bewahrt in die Fänge des Miitärs zu geraten. Doch dann erreicht ihn die Nachricht, dass sein Vater, der sich bereits vor Jahren von seiner Familie abgewendet hat, gefallen ist. Dabei erfährt er, dass sein Vater irgendetwas für seine Familie in einer Grabstätte versteckt hat. In der Nacht macht er sich heimlich auf den Weg, das Geheimnis zu ergründen. Er wird fündig und bringt den Gegenstand seines Suchens zurück nach Hause. Hier entdeckt er gemeinsam mit seiner Mutter, um was es sich bei dem vermeintlichen "Schatz" handelt.

Währenddessen Sommerbier, ein aktiver Nationalsozialist, Armeemitglied und von Seiten der Allierten gesuchter Verbrecher, sich ebenfalls auf dem Weg nach Berlin befindet. Mit dabei hat er 28 geheimnisvolle Kisten, die er verstecken will, um von deren Inhalt später zu profitieren. Hierbei macht er vor nichts und niemanden halt und verfolgt skrupellos seinen Weg. Was befindet sich wohl in den Kisten?

War es zum Anfang hin noch ein wenig schwer, den diversen Handlungssträngen zu folgen und die einzelnen Charaktere auseinanderzuhalten, schlug dies beim weiteren Lesen in Begeisterung um, wie wunderbar und kunstvoll Michael Römling genau diese Handlungsstränge immer wieder miteinander verbunden hat. Dabei ist das zentrale Ziel aller Beteiligten die Suche nach den 28 Kisten. Wer wird sie zuerst entdecken?

Die Auswirkungen des Krieges auf Land und Leute fand ich wirklich gut beschrieben. Die Zerstörungen von Berlin, die Übergriffe der einziehenden Soldaten gegenüber den deutschen Frauen und die teilweise vorherrschende Wertlosigkeit eines einzelnen Menschen wurden vom Autor sehr schön erklärt. Die Bilder sind zum Teil direkt vor meinem geistigen Auge entstanden und haben mich auch lange danach nicht wieder losgelassen. Immer wieder hat Michael Römling Stücke der deutschen Geschichte gekonnt mit einfließen lassen und verdeutlicht dabei, wie schlimm das Leben zu der damaligen Zeit war. Und doch gab es auch damals immer wieder Menschen, die sich in dieser furchtbaren Zeit ihre Menschlichkeit bewahrt haben und zum Teil auch kleine oder große Helden waren. Und obwohl manche Sequenzen des Buches heftige Momente der Vergangenheit widerspiegeln, sind die Beschreibungen so gehalten, dass nicht nur Erwachsene, sondern auch Jugendliche sie noch lesen können, mit dem Blick, auf das, was war und hoffentlich nie wieder sein wird, ohne dass die Beschreibungen sie in Angst versetzen. Das finde ich wirklich gelungen.

Die Charaktere der Geschichte sind, meiner Meinung nach, jeder für sich etwas Besonderes. Angefangen mit dem tapferen Leo, der trotz aller Geschehnisse, seinen Mut und Lebenswillen nicht verloren hat, über die blinde Marlene, die die Welt auf ihre eigene Art wahrnimmt und dabei soviel mehr als andere sieht, bis zum russischen Oberst Sirinow, der sich trotz der Kriegsschrecken eine zeitweilige Feinfühligkeit und Anteilnahme bewahrt hat. Mit diesen Aufzählungen könnte ich noch lange weitermachen, denn jeder Charakter des Buches zeichnet sich durch irgendetwas aus, selbst der verachtenswerte Sommerbier, der die Kriegswirren dreist und gewitzt für sich ausnutzt.
Und nicht nur die Personen der Geschichte sind so beachtenswert, sondern auch viele kleine Momente der Handlung, die man nicht gedankenlos an sich vorbeiziehen lassen sollte. An einer Stelle zum Beispiel bekommt der Davidsstern, der üblicherweise als Zeichen der Wertlosigkeit der Juden und deren drohenden Untergangs gilt, eine völlig neue und rettende Bedeutung. Bei einer anderen erweist sich die blinde Marlene als einzig Sehende.

"Schattenspieler" ist einer spannender Jugendabenteuerroman, der mich durchgehend gefesselt und mich auch später nicht mehr losgelassen hat. Ich kann ihn nur jedem empfehlen und würde dabei dem Leser nahelegen, sich ausreichnend Zeit für diesen wahren Lesegenuss zu nehmen, damit all die schönen Momente, die ich angesprochen habe und von denen es noch viel mehr gibt, nicht unbeachtet an einem vorbeiziehen, sondern ausreichend beachtet werden.

Das Cover des Buches ist ebenfalls etwas Besonderes. Während das eigentliche Buchcover eine Straßenkarte des alten Berlins ist, wird es von einer leicht durchsichtigen Schutzhülle umgeben, die wunderschön gestaltet ist und nun ein absoluter Hingucker in meinem Bücherregal ist.
Erwähnenswert ist auch das dem Buch angehängte Glossar, das all jenen, die keine tiefergehenden Kenntnisse aus der damaligen Zeit besitzen, die gängigen Begriffe erklärt.

Ich für meinen Teil war begeistert von "Schattenspieler" und ich bin mir ganz sicher, dass dies nicht der letzte Roman war, den ich von Michael Römling lesen werde.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein kindgerechter Roman mit tiefer gehendem Inhalt 27. Oktober 2012
Format:Gebundene Ausgabe
Der Inhalt:

1945: Leo versteckt sich in Berlin bei Wilhelm als so genanntes U-Boot. Doch dann wird sein Versteck bombardiert und er muss fliehen. Diese überstürzte Flucht bringt ihn auf den Weg seines größten Abenteuers. Denn nachts beobachtet er einen Mord und wie ein Unbekannter wertvolle Kisten alleine durch Deutschland transportiert. Dann ist der Krieg plötzlich vorbei, doch die noch lange nicht die Gefahr für Leo. Während er sich mit Friedrich anfreundet, decken die beiden allmählich einen verbrecherischen Plan auf, der sich um unermesslich wertvolle Kunstgegenstände dreht. Die Zeit arbeitet gegen sie und so weihen sie Wilhelm ein und hoffen, die heiße Spur nicht zu verlieren.

Unbegründete Vorurteile

Durch die große Moralkeule der NS-Zeit hege ich oft Vorurteile gegenüber Literatur, die während dieses Zeitraums spielt. Aus diesem Grund schob ich Michael Römlings "Schattenspieler" eine Weile vor mir her, was einen größeren Fehler darstellte. Denn dieser Roman hat mich trotz der eher prekären Thematik sehr von sich überzeugen können.

Der Fokus liegt nicht auf der Judenverfolgung, sondern auf der Spurensuche zweier Jungen, die zufällig mehr beobachteten, als sie sollten und damit in gefährliche Ereignisse verwickelt werden, die sich aber vordergründig direkt nach Kriegsende abspielen.

Ein kindgerechter Roman mit tiefer gehendem Inhalt

Durch die Perspektive dieser zwei Jungen, ist "Schattenspieler" sehr kindgerecht und wird zusätzlich von weiteren Perspektiven unterstützt, die mächtig für Spannung sorgen und den LeserInnen so manches Mal Kopfzerbrechen bereiten werden. Doch nicht nur Jüngere dürfen sich am Mitdenken und Mitraten erfreuen. Auch erfahrene LeserInnen werden die leichte Sprache, die – teilweise komplizierte Sachverhalte verständlich in der Geschichte eingebettet – erklärt, zu schätzen wissen und "Schattenspieler" nicht aus der Hand legen wollen.

Ein grandioser Balanceakt

Michael Römling ist eine hervorragende Balance zwischen kriminalistischen Elementen und der damaligen Kunstkomponente gelungen. So wird sich ausgiebig mit wertvollen, aber während des Krieges verschwundenen Kunstobjekten auseinandergesetzt. Spione oder machtgierige Männer versuchen ihren Weg zu finden und dazwischen steht ein außergewöhnliches Mädchen mit einer Liebe zur Musik, das ebenfalls einen nicht unerheblichen Charme zu dieser Lektüre hinzufügt.

Historische Details werden von Michael Römling ebenfalls kindgerecht mit der Handlung verflochten, so dass man nebenbei noch so allerlei lernen kann.

Die Aufmachung von "Schattenspieler" ist sehr aufwendig und durch den transparenten Schutzumschlag samt darunter liegender Stadtkarte sehr hochwertig und ein wahrer Hingucker fürs Buchregal.

Mein endgültiges Urteil:

"Schattenspieler" ist ein spannender Roman, der sich federleicht lesen lässt und mehr zu bieten hat, als es auf den ersten Blick scheinen mag. Mich hat Michael Römling komplett überzeugt und es geschafft, dass ich meine leichte Aversion gegen Lektüren aus dem NS-Sektor abgelegt habe.

Für Kinder ein Lesemuss und für Erwachsene eine tolle Gelegenheit, um sich einige Stunden in einem Buch zu versenken und nicht mehr daraus hervorzutauchen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von jurmai
Format:Gebundene Ausgabe|Amazon Vine™ Rezension (Was ist das?)
Leo ist ein U-Boot. Einer der im Dritten Reich verfolgten Juden, die es schafften, unter der "Meeresoberfläche" der Berliner Großstadt den Zweiten Weltkrieg zu überleben. Ein Überleben in dunklen Kellern und mit ständiger Angst entdeckt zu werden. Das war ihm jedoch nur möglich, weil Wilhelm ihm in seinem Zuhause Zuflucht und Schutz bot. Dass dieser Wilhelm ebenfalls ein Geheimnis mit sich herumträgt wird Leo schnell klar: schließlich rückt er nie mit der Sprache heraus, wenn es um die Frage geht, wie Wilhelm seinen Lebensunterhalt bestreitet.
Die beiden werden in den letzten Kriegstagen voneinander getrennt. Der in Berlin herumirrende Leo wird Zeuge eines schrecklichen Mordes durch einen hochrangigen SS-Offizier und eines geheimnisvollen Planes. Diesen Plan deckt er Schritt für Schritt zusammen mit seinem neuen Freund Friedrich, einen deutschen Jungen aus einer SS-Familie, auf. Eine Schnitzeljagd und ein großes Abenteuer für die Jungen beginnt...

Viele Geheimnisse ranken sich noch über die letzten Kriegstage und die von allen Seiten durchgeführten Raubzüge durch Europas Kunstschätze. Immer wieder tauchen bedeutende Kunststücke oder ganze Sammlungen in Museumskellern oder Privatdachböden auf, deren Weg seit dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr nachvollziehbar ist. Spannend! Und daher auch für ein Jugendbuch ein perfekter Aufhänger, um daraus ein Abenteuer zu stricken und gleichzeitig auch ein klein wenig Neugier für Kunst zu entfachen.
Das gelingt dem Autor gut. Weniger gelungen finde ich doch, dass das Buch für meine Verhältnisse zu oft ein wenig daherplätschert. Das mag aber auch daran liegen, dass es wohl wirklich eher ein Buch für junge jugendliche Leser ist und weniger als sogenannte "All-Age" - Literatur einzuschätzen ist.
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5.0 von 5 Sternen Toller Roman vor einem schwierigen Hintergrund
Auf die Inhaltsangabe werde ich hier verzichten und stattdessen auf meine Vorrezensenten verweisen.
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Vor 4 Monaten von Heike Werner veröffentlicht
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Inhalt:
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