Aus der Amazon.de-Redaktion
Margaret Alton hat auf Darkover ihre wahre Heimat und die Liebe ihres Lebens gefunden -- doch von wirklichem Glück ist sie noch weit entfernt. Ihren Geliebten, Mikhail Hastur, darf sie aus politischen Gründen nicht heiraten. Und ihre gerade erst erwachten telepathischen Kräfte sind zunächst mehr eine unkontrollierbare Bedrohung als ein Mittel zur Macht. Margaret wird zur Ausbildung in einen der Türme geschickt, während Mikhail eine schwierige politische Mission übernimmt: Er soll den geeigneten Herrscher für Darkover finden. Er reist zu dem abgelegenen Herrschaftssitz der Elhalyn, den er verwahrlost und in der Gewalt einer geheimnisvollen Frau vorfindet. Sein Auftrag, unter den verschreckten Elhalyn-Kinder den besten Kandidaten zu bestimmen, gerät beinahe zur Katastrophe, als er selbst unter den Einfluss der seltsamen Fremden gerät.
Die Liste der Schwächen, die man dem Roman vorwerfen kann, ist nicht gerade kurz. Grundlegenden Konflikte, wie zum Beispiel die Weigerung von Mikhails Eltern, einer Heirat mit Margaret zuzustimmen, sind trotz aller Erklärungsversuche nicht nachvollziehbar. Die eigentliche Handlung -- die turbulente Reise ins Zeitalter des Chaos -- beginnt erst auf Seite 600. Die Hauptheldin Margaret ist einfach zu gut, um wahr zu sein: Sie kann durch ihre magischen Kräfte Menschen wie Marionetten dirigieren, in die Zukunft sehen, Wunderheilungen vollbringen, und ist trotz ihrer wirklich nervtötenden Verwandtschaft stets guter Laune. Und die strohdummen, arroganten Terraner, die auch noch 4.000 Jahre in der Zukunft das Fax als Kommunikationsform benutzen, sind ebensowenig glaubhaft wie manche Rückständigkeiten auf Darkover (Feuerstein!).
Und doch ist Die Schattenmatrix ein Vollblut-Darkover-Abenteuer, das mit jeder Seite das bietet, was die Romane um diesen Planeten zur Kultserie werden ließ: Eine spannende Handlung, einen gekonnter Wechsel zwischen inneren und äußeren Konflikten, ein breites, gewachsenes Gefüge aus altbekannten Personen, Mythen und Orten, und eine Welt, die einfach den richtigen Duft verströmt. Der Sog der Marion Zimmer Bradley, der von der ersten bis zu letzten Seite anhält -- er lebt! --Birgit Will -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.