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3.0 von 5 Sternen
Durchschnittsfantasy aus dem Hause Holbein., 17. März 2006
Rezension bezieht sich auf: Der Schattenmagier (Gebundene Ausgabe)
Die Dinge, die in „Der Rabenritter“ ihren Anfang genommen haben, finden in „Der Schattenmagier“ ihre Fortsetzung. Resnec droht noch immer damit, Macht anzuhäufen und Menschen zu versklaven. Dem müssen Tibor, Wolff und der junge Eric Einhalt gebieten. Sowohl die Geschichte als auch die Sprache machen deutlich, dass es sich hier um einen Jugendroman handelt. Das Ziel der Erzählung ist dem Leser recht bald klar. In dieser geradlinigen Geschichte kommt es nur darauf an, die vielen Hindernisse und Gefahren, die sich den drei tapferen Kämpfern in den Weg stellen, mitzuerleben, ehe der Bösewicht wirklich besiegt wird. Dafür, dass das Ende nicht sehr überraschend kommt, gelingt es der Geschichte doch, an manchen Stellen ein wenig Spannung aufzubauen. Die Charaktere selbst wirken flach und eindimensional. Kinder und Jugendliche, die selten lesen, kommen dank des schlichten Aufbaus der Erzählung gut mit. Ein Fantasyroman für Jugendliche, der einer unter Vielen ist. Er bietet nette Leseunterhaltung, wenn man nicht viel mehr erwartet. Eine reizlose Geschichte, die sicher nicht zu Hohlbeins besten gehört. Aber vielleicht bietet sich hier ja für manchen Jugendlichen der unkomplizierte Einstieg in die Welt des Fantastischen.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Toller Fantasyroman für Jugendliche, 29. Januar 2007
Tibor und Erik erreichen auf ihrer Wanderung nach Norden eine Stadt, die wie ausgestorben vor ihnen liegt, jedoch glaubt Tibor geheimnisvolle Schatten zu sehen. Dann werden die beiden am helllichten Tage von Barok und seinen Räuber überfallen, Erik wird gefangengenommen und aus der Stadt gebracht. Tibor kann Erik jedoch befreien und sie kehren in die Stadt zurück. Im Dunkel der Nacht erkennt Tibor, dass Soldaten einen Mann, den er als seinen Freund Wolff identifiziert, verfolgen und abführen. Tibor und Erik schaffen es, Wolff aus der Gefangenschaft zu befreien. Doch die Nacht wird für die drei zu einem schrecklichen Erlebnis: Resnec, ein schwarzer Magier, taucht in der ausgestorbenen Stadt auf. Ausgerechnet nach dieser Nacht treffen Tibor und Erik wieder auf die Räuber, die Erik entführt hatten. Barok ist wütend und aufgebracht und will Tibor umbringen, der angeblich für den Tod mehrerer von Baroks Männern verantwortlich sein soll. Doch Tibor überzeugt ihn von seiner Unschuld und erklärt ihm, dass Resnec schuld ist. Daraufhin schließen sie sich zusammen, um gegen Resnec vorzugehen. Sie wagen sich in die Burg von Resnec... Diese Buch ist wirklich höchst spannend geschrieben. Wolfgang Hohlbein hat wieder einen kleinen Schatz in die Bücherwelt gebracht, der gut zu lesen ist und seine Spannung nicht verliert. Wenn man ein Mal angefangen hat zu lesen, wird man gefesselt und kann den Klauen von Gut und Böse, Rache und Täuschung kaum noch entkommen. Ein toller Fantasyroman für Jugendliche!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen
0815-Fantasy --- verschenktes Potential, 5. Juli 2010
Kinder-Rezension
Vorweg: ich kenne zwar nicht den ersten Teil um Tibor den Rabenritter, aber das muss man im Großen und Ganzen auch gar nicht. Der Plot ist sehr einfach gehalten und ziemlich linear, so dass sich etwaige Detaillücken der Vorgeschichte nicht sonderlich bemerkbar machen. Leider ist diese Geschichte von Hohlbein höchsten unterer Durchschnitt, gerade auch für einen Jugendroman. Die Geschichte selbst baut zwar einen Spannungsbogen auf, ist aber recht vorhersagbar. Die Protagonisten verhalten sich zudem sehr stereotyp und lassen kaum Charakterunteschiede erkennen. Selbst die Hauptperson, unser junger Held, bleibt recht blass. Die Protagonisten lassen zudem keinerlei Entwicklung erkennen. Und das ist sehr schade, denn die Idee eines prinzipientreuen, idealistischen Heldens, der keine Menschen töten will und Gewalt möglichst vermeidet in einer Welt, die durch Gewalt gezeichnet ist, hätte soviel Potential gehabt. Aber es gibt keine Dilemmasituationen, in der der Held an seine Grenzen kommt, vielleicht sogar zweifelt. Nein, im Gegenteil, trotz eher pazifistischer Einstellung bzw. dem Grundsatz, Gewalt nur in Notsituationen zu nutzen, entscheidet sich der junge Ritter erstaunlich oft für die Konfrontation mit Schild und Schwert. List und Köpfchen sind Mangelware. Das grundsätzliche Problem von Gewalt und Gegengewalt, Recht und Unrecht, Vorurteil und Selbstjustiz wird zwar angesprochen, aber nur in einer einzigen Situation ansatzweise angerissen. Selbst bei einen Jugendroman darf man diesbezüglich mehr erwarten. Leider ist auch die Erzählung größtenteils unausgegoren. Zwar nutzt Hohlbein schönerweise ein umfangreiches Vokabular, aber gerade am Anfang des Romans nerven viele sehr lange, unnötig verschachtelte Sätze. Die Dialoge wirken unfertig, ganz so, als hätte das Lektorat des öfteren ganze Zeilen gestrichen. Hinzu kommen mehr oder weniger seltsame Plotdetails, die auch in einer Fantasywelt Fragezeichen hinterlassen, z.B. ein junger Spund von zarten 16 Jahren (der Held), der aber in kompletter Ritterrüstung (!) aus Fenstern klettert, im Spurt die Verfolgung aufnimmt oder Fersengeld gibt, oder der Kamerad, kaum älter als der Held, der aber ein Fallgitter aus Eisen auffängt... Zum Schluss der Geschichte wird keine schlüssige Auflösung gegeben. Was war nun eigentlich wirklich los? Warum war die Gegenwart des Heldens so elementar (und problematisch)? Der Leser darf sich die Antwort selbst zusammenreimen. Das ist unbefriedigend. Für belesenere Fantasyfans ist die Geschichte eine Entäuschung. Für Kinder und Jugenliche zwischen 10 und 14 bietet der Roman eine noch halbwegs spannende Geschichte, lässt aber wirkliche Tiefe und Orginalität vermissen. Tibor hätte mehr soviel mehr sein können, als ein Junge, der Ritter spielt.
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