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Schattenkind
 
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Schattenkind [Gebundene Ausgabe]

P. F. Thomese
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 120 Seiten
  • Verlag: Berlin Verlag; Auflage: 1., Aufl. (1. März 2004)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3827005450
  • ISBN-13: 978-3827005458
  • Größe und/oder Gewicht: 20,6 x 13 x 1,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (13 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 170.692 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Pieter F. Thomése
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Produktbeschreibungen

Fokus, 4. Mai 2004

"Ohne Selbstmitleid umkreist er seine Gefühle und Wahrnehmungen, versucht, die Tage zurückzurufen, an denen sich das Unheil vollzog - und ist ernüchtert von der unbegreiflichen Normalität des Sterbens. [...] Ein erschütterndes, ein brilliantes Buch: ein Hohelied."

Elke Heidenreich in der ZDF-Sendung "Lesen!"

"Hier ist ein großer Schmerz umgewandelt worden in große Literatur."

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
32 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
Es gibt Situationen, da verschlägt es einem buchstäblich die Sprache, man ringt nach Worten und bringt allenfalls noch irgendwelche Floskeln hervor. Hintergrund dieses kleinen Büchleins ist eine solche Situation, doch es lehnt sich gegen die Rat- und Sprachlosigkeit auf und zeigt, wozu Literatur fähig ist, ja, was Literatur eigentlich ausmacht. Hier trotzt ein Schriftsteller förmlich dem Leben - oder genauer: dem Tod - Wort für Wort die Sprache ab. Und das ohne Pathos, eher nüchtern-analytisch, schonungslos, tastend oder erstaunt. Der Tod eines kleinen Kindes ist wahrlich kein leichter Stoff, und doch habe ich lange nichts mehr gelesen, was mich als Leser so gefordert, bewegt und beeindruckt hat. So kurz der Text auch ist, es klingt so vieles darin an, er steckt so voller Bilder, die weitere Assoziationen auslösen, und er ist mitunter so rätselhaft-lyrisch knapp, dass man sich seiner Intensität kaum entziehen kann. Ein Buch, an das sich hoffentlich noch viele Leser herantrauen.
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22 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Carl-heinrich Bock HALL OF FAME REZENSENT TOP 500 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe
Es ist ein ganz kleines, brillantes Buch in dem es um das Schlimmste geht, was einem widerfahren kann, um den Tod des eigenen Kindes. Dieses Schlimmste ist P.F. Thomése, dem 1958 in Holland geborenen Autor widerfahren. Er beschreibt diesen wahnsinnigen, ohnmächtigen Schmerz mit den Worten eines Schriftstellers, ohne einen Funken von Sentimentalität. Er analysiert seine Gefühle sehr nüchtern, mit Worten und Gedanken, die die wahre Kraft der Literatur zum Vorschein bringen. Und dabei hat das Buch vom ersten bis zum 49. Kapitel einen milden und darüber hinaus doch sehr traurigen Ton. In diesen vielen Kapiteln großartigster Literatur legt der Schriftsteller in ergreifender Form, in immer wieder neuen Bildern, seine Gedanken über diesen großen Schmerz offen.

Und er findet in den fortlaufenden prägnant titulierten Kapiteln wunderbare Worte, Erkenntnisse und Fragen wie: "Eine Frau, die ihren Mann begräbt, wird Witwe genannt, ein Mann, der ohne seine Frau zurückbleibt, Witwer. Ein Kind ohne Eltern ist ein Waise. Wie aber heißen Vater und Mutter eines gestorbenen Kindes?" oder" Ich hatte das Leben in der Hand, aber jetzt bin ich ihm in die Hände gefallen. Ich leugnete den Tod, jetzt bin ich bei ihm zu Hause. Ich weiß dann demnächst, wo ich hin muss: Ich war schon mal da".

Und unter dem Kapitel „Salomonssiegel" sagt er:" Wenn noch etwas da ist, hält es sich im Schatten auf, an Stellen, wo das Licht (und damit das Auge) gerade nicht mehr hinreicht. Kein Himmel, sondern die Erde. Kein Engelchen, sondern ein Schattenkind. Eine Lilie unter den Blumen".

Und erschütternd seine Worte im Kapitel Pietà:" Willst du es, das Baby, die kleine Tote, das tote Baby? Willst du es jetzt mal halten, fragtest du. Es ist so schwer, es ist so schwer zu tragen".

Und in einem anderen Kapitel sagt er:" Der Geruch frischer Bettwäsche, das Schlafzimmerfenster offen. Ei neuer Tag. Das Sonnenlicht, das ins Zimmer fällt und sie nirgends findet".

Er bringt auch eindrucksvoll die Betrachtung über die „Gottheit" in eins seiner so übertitelten Kapitel." Eine Gottheit ist wie ein Toter ein Umhergetriebener, der keinen Körper mehr hat. Eine Gottheit erscheint im Inneren, wenn es ihr gefällt. Dadurch, dass sie keinen Körper mehr haben und dennoch, auf ihre Weise gegenwärtig bleiben, erwecken sie den Eindruck, unsterblich zu sein. Was natürlich nicht der Fall ist, denn unsterblich ist nur, was nie gelebt hat. Zur Gottheit sprechen bedeutet: Selbstgespräche führen".

Und er hat viele Begrifflichkeiten geschaffen die den Leser tief im Inneren treffen. Durch seine Taten und sein Handeln muss man leben und man muss die Trauer Innen erleben. So schreibt er in dem Kapitel "Kein Ende": "Erst stirbt sie in unseren Armen, wird sie schwerer, als sie je zuvor gewesen ist ( weil es nichts mehr gibt, das sie trägt, keine geflügelte Seele, die ihren kleinen Körper unaufhörlich in die Höhe schraubt, gegen die Kräfte er Erde) Was sie aufrecht gehalten hat wird uns übertragen. Jetzt müssen wir sie zu halten versuchen. Das macht uns schwerer, Oder trägt es uns? So dass wir leichter werden? Das Sterben wird's lehren. (Sterben: anderes Wort für Zeit)" und an anderer Stelle " Und inzwischen stirbt sie ruhig weiter. Vor allem jedoch stirbt sie in uns. Wo sie gedacht worden ist, da muss sie sterben. Wo sie gedacht werden wird, da wird sie tot sein müssen. Aber es ist unmöglich und es wird unmöglich sein, sie nicht zu denken. Darum wird es schließlich keinen Ort geben, an dem sie nicht gestorben ist".

Es ist so dialektisch, dass was er aussagt und es erfordert sehr viel Zeit über die tiefgründigen Aussagen nachzudenken, wie diese letzte:" Im Rückblick ist nichts von einem „Bis hierhin" zu erkennen. Die Sekunden purzeln in die Schluchten hinab, in null Komma nichts klafft ein Loch, das Immer und Ewig heißt. Ist man hier angekommen, hier auf diesem Stuhl neben dem leeren Bettchen, gibt es auf einmal nichts anders mehr, nichts anders mehr als nichts".


Wenn Thomése also in diesen vielen Kapiteln versucht die Trauer in Worte zu fassen und aus verschiedenen Blickwinkeln zu beleuchten, so sagt er uns doch damit auch immer wieder das am Ende eines jeden Lebens der Tod steht, der großen Schmerz und lähmende Orientierungslosigkeit verursacht. Im Schattenkind, einem sehr intimen Buch, liefert uns der Autor großartige Literatur.
Ein Buch das tief anrührt.

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20 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Schattenkind 28. Oktober 2004
Format:Gebundene Ausgabe
Anfangs war ich etwas skeptisch, zuerst einmal hat mich der Titel „Schattenkind" nicht sonderlich angesprochen (das klingt für mich etwas nach Schwülst), zweitens wurde das Buch in sämtlichen Feuilletons so dermaßen positiv besprochen, dass einem Angst und bange wurde. Schlussendlich bin ich dann aber doch nicht an diesem Buch vorbeigekommen. Nun wusste ich schon vor dem eigentlichen Lesen um den Anlass, jene Katastrophe, die Thomese dieses Buch hat schreiben lassen - Was soll dabei heraus kommen, wenn jemand über den Tod seines Kindes schreibt? - Muss das nicht zwangsläufig zu einem sentimentalen, auf die Tränendrüse drückenden, unsagbar selbstmitleidigem Text führen?
So oder so ähnlich waren meine Befürchtungen, glücklicher weise haben sie sich nicht erfüllt. Das Buch, besser das Büchlein ist etwas ganz besonderes, etwas Außerordentliches. Thomese nimmt uns mit, und zeigt uns, wie er mit dem Tod seiner Tochter umgeht, umzugehen versucht. Und er versucht es mit allen nur denkbaren Mitteln, befragt große Romane, und sucht verzweifelt nach irgendeinem Halt.
Dabei wird er nie sentimental, obwohl einem dann und wann die Tränen in den Augen stehen. Thomese hat uns ein ganz außergewöhnliches Buch geschenkt - aber um welch hohen Preis.
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Wunderschön real
Dieses Buch ist wunderschön, unglaublich traurig und sehr real.
Wer nicht wie ich sein Kind gehen lassen musste, wird es möglicherweise nicht vollkommen verstehen,... Lesen Sie weiter...
Vor 5 Monaten von Sternenmama veröffentlicht
Die Fragen des Lebens
Es gehört sicher zum Schlimmsten, was einem Menschen widerfahren kann: der Tod des eigenen Kindes. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 19. Januar 2010 von Günter Nawe "Herodot"
Feinfühlig, berührend
Man mag sie Meditationen nennen - die Absätze, Einheiten und Abschnitte, in denen Thomése seine Trauer um sein gestorbenes Kind schildert. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 21. November 2008 von Thomas Kempter
schmerzvoll
Wenn man sich auf dieses Buch einlässt, sollte man nicht eine nette Unterhaltung suchen: der Tod des eigenen Kindes ist wohl das Schlimmste, das einem passieren kann. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 24. Januar 2008 von Ulli Koch
Schmerz in Worte
P.F.Thomése verarbeitet in diese kurzen Aufsätzen den Verlust seiner Tochter, die als Säugling starb. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 19. März 2007 von Jana
Schattenkind by P. F. Thomése
Selten habe ich ein so schönes und ein so trauriges Buch gelesen. Hier schreibt ein Vater, der sein Kind verloren hat und der die Worte findet, die den Schmerz besser nicht... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 15. März 2007 von Katharina Ladann
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Der Autor hat sein Kind verloren, ein Schmerz, den man wohl kaum zu begreifen vermag. Diesen Schmerz verarbeitet er in diesem Buch. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 17. Juli 2005 von TinaRostock
Einfühlsam, anrührend, schwer verdaulich ...
Das Buch widmet sich autobiographisch, aber prosaisch einem sehr heiklen, oftmals aus den Gedanken von Eltern verdammten Gedanken: Der Tod des eigens Kindes. Lesen Sie weiter...
Am 9. Mai 2005 veröffentlicht
Abgekoppelt
Auch für mich war es sehr schwer hinter all den Gedanken, die Thomese in seinem Buch sehr poetisch zum Ausdruck bringt, eine Verbindung zu einer Geschichte zu finden. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 7. August 2004 von M. Braun
Ich hatte leider Probleme...
Größer kann ein Schmerz nicht sein, als das eigene Kind zu verlieren. Da ich diese Erfahrung zu meinem großen Glück nie machen musste und auch hoffentlich nie... Lesen Sie weiter...
Am 3. August 2004 veröffentlicht
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