Fokus, 4. Mai 2004
"Ohne Selbstmitleid umkreist er seine Gefühle und Wahrnehmungen, versucht, die Tage zurückzurufen, an denen sich das Unheil vollzog - und ist ernüchtert von der unbegreiflichen Normalität des Sterbens. [...] Ein erschütterndes, ein brilliantes Buch: ein Hohelied."
-- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
Elke Heidenreich in der ZDF-Sendung "Lesen!"
"Hier ist ein großer Schmerz umgewandelt worden in große Literatur."
-- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
Elke Heidenreich in
Hier ist ein großer Schmerz umgewandelt worden in große Literatur!
-- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
Focus, 4.Mai 2004
Ohne Selbstmitleid umkreist er seine Gefühle und Wahrnehmungen, versucht, die Tage zurückzurufen, an denen sich das Unheil vollzog - und ist ernüchtert von der unbegreiflichen Normalität des Sterbens. [...] Ein erschütterndes, ein brilliantes Buch: Ein Hohelied.
-- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
Elke Heidenreich in Lesen! am 11.Mai 2004
Hier ist ein großer Schmerz umgewandelt worden in große Literatur.
-- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
Tagesspiegel, 13.Mai 2004
"Schattenkind" ist ein erzählender Essay in höchster Verdichtung: radikal privat, wenn Thomese gesteht, dass er am Totenbett schnell noch die letzten Fläschchen Milch ausgetrunken habe. Und von einer titanischen Abstraktionsanstrengung, wenn er seine letzten Erinnerungsreste an das atmende Wesen ins Allgemeine hinausdenkt.[...] "Schattenkind" lässt dabei den Anlass seines Entstehens weit hinter sich. Es ist ein Buch über die Paradoxie, Heimsuchungen aller Art verstehen zu wollen.
-- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
Berliner Zeitung, 13.Mai 2004
Unvermittelt will der niederländische Autor P.F. Thomése über den plötzlichen Kindstod seiner Tochter sprechen und unvermittelt heißt hier, eine Sprache findend, die diesen Verlust abbilden und ihm eine Bedeutung zusprechen kann. Die Sprache wird für Thomése zum Hallraum eines individuellen Schmerzes, der auch mit der Zeit nicht vergeht. [...] So liegt die Stärke dieses Buches in seiner Authentizität. Es geht weniger darum, dass hier jemand "wieder sprechen lernen will", als um eine sehr persönliche Erinnerung, darum, das Flüchtige einer Existenz im Wort festzuhalten, die einmal beschrieben, unvergessen bleibt.
-- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
Kurzbeschreibung
Fehlendes Wort. Eine Frau, die ihren Mann begräbt, wird Witwe genannt, ein Mann, der ohne seine Frau zurückbleibt, Witwer. Ein Kind ohne Eltern ist eine Waise. Wie aber heißen Vater und Mutter eines gestorbenen Kindes? Zum Schlimmsten, was einem Menschen widerfahren kann, gehört gewiss der Tod eines eigenen Kindes. Ebendieses Schlimmste ist dem Autor P. F. Thomése widerfahren, und in Schattenkind versucht er auf seine Weise, mit den Mitteln des Schriftstellers, diesen Schicksalsschlag zu erarbeiten. Er beschreibt den unfassbaren Schmerz, ohne je ins Sentimentale abzugleiten. Er schildert seine Empfindungen mit einer inneren Haltung, die sich um Nüchternheit bemüht. Und gerade in der klaren Analyse, in dem Ringen um eine Sprache für die eigenen Gefühle, zeigt sich das Unbegreifliche des erlittenen Verlusts. Irgendwo in der Sprache ist sie noch, irgendwo zwischen ein paar Wörtern. Wörtern, die einander noch nicht kennen. Und die sie noch nicht kennen. Schreiben heißt, Sätze auszuprobieren, um zu sehen, was sie bedeuten können. Schattenkind ist ein sehr intimes Buch über einen großen (den vielleicht größten) Schmerz. Es ist ein Versuch über die Möglichkeiten und Grenzen der Sprache und damit nicht zuletzt ein unvergessliches Zeugnis für die wahre Kraft der Literatur.
-- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
Über den Autor
P.F. Thomése, geboren 1958 in den Niederlanden, hat verschiedene Romane, Novellen und Kurzgeschichten veröffentlicht. Für sein Debüt Zuidland (Südland) erhielt er 1991 den AKO Literaturpreis. Auf Deutsch erschienen bislang der Erzählungsband Über der Erde (1993), Heldenjahre (1995) sowie der Roman Der sechste Akt (1999).
-- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.