Das Grundgerüst eines jeden Hohlbein Buches ist gleich-das wird niemand abstreiten können, der mehr als zwei Bücher gelesen hat. Folgerichtig erwartet einen auch hier nichts wirklich Neues.
Der junge, gelähmte David sitzt Stunde um Stunde vor dem Computer und taucht ein in die Welt von Adragne. Eine Welt die er selbst erschaffen hat-Städte, Flüsse, Berge, Wiesen, Menschen.
Er führt grossartige Schlachten und geht auf in der Rolle des grossen Kriegsherrn. Für ihn ist alles nur ein Spiel...
Um mehr Spielkomfort zu haben, hackt sich David über den PC seines Vaters in einen Grossrechner ein, der die Stadt nahezu komplett steuert in der David lebt. Und nun kann das Chaos beginnen...
Aus dem Spiel wird blutiger Ernst, die reale Stadt versinkt im Chaos und nur der Erschaffer von Adragne kann es wieder geradebiegen.
Hohlbein gelingt es hier wieder einmal grandios, die Charaktere liebenswert herauszuarbeiten. Er beschreibt die Szenen so plastisch, dass man fast meint das Schlachtgetümmel zu hören.
Reale und virtuelle Welt sind so geschickt miteinander verknüpft, dass einem selbst die typischen, kleinen Logikfehler nichts mehr ausmachen. Es ist dann einfach so und basta :-)
Und endlich einmal ein Hohlbein Buch mit einem Ende. Ein gut herausgearbeitetes Ende und nicht mittendrin Klappe zu und fertig, wie es doch allzu oft vorkommt.
P.S <nörgel on> irgendwann mache ich mir die Mühe und zähle alle Sätze die mit "weisst du..." beginnen. Da könnten doch mal sowohl Autor als auch Lektorat dran arbeiten-und nicht nur bei Schattenjagd <nörgel off>