Der zweite Teil von Michael Cobley`s Saga liest sich deutlich besser als der erste Teil. In "Schattenkönige" konnte man sich kaum mit der Story und den Charakteren identifizieren. In diesem Teil, da man die Hauptpersonen bereits kennt, gelingt dies deutlich besser. Auch die Story ist verständlicher und zielstrebiger als im ersten Teil.
Dem jungen Kaiser Tauric und seinen Gefährten steht erneut eine dunklen Bedrohung durch die Schattenkönige bevor. Den dunklen Mächten hoffnungslos unterlegen, machen sie sich auf die Suche nach Verbündeten, und schnell wird klar, das der bevorstehende Krieg nicht allein auf dem Schlachtfeld entschieden wird.
Ich will an dieser Stelle nicht zuviel verraten, denn das Buch birgt noch einige unerwartete Wendungen, bevor es zum großen Showdown im Reich des Zwielichts kommt.
Leider fehlt auch diesem Buch wieder das gewisse Etwas. Spannung, interessante Charaktere und eine gute Story sind vorhanden, aber so richtig kann einen das Buch nicht vom schlafen abhalten oder über einen verregneten Nachmittag retten. Es fehlt der Tiefgang, sowohl bei den Charakteren, die zwar interessant aber nicht wirklich persönlich dargestellt werden, als auch in der Story, die zwar klarer als im ersten Teil erscheint, in der aber bis zum Schluß irgendwie der rote Faden fehlt.
Für alle Fans von düsterer Fantasie, Magie und Schlachgetümmeln ist dieses Buch allemal einen Kauf wert, birgt es doch in dieser Hinsicht einiges Potenzial. In meine persönliche Hitliste wird es wohl nicht aufgenommen, ich werde aber auf jeden Fall auch den dreitten Teil lesen, in der Hoffnung, das sich Cobley mit dem Abschluß der Saga noch einmal steigert.