Buchumschlag und Verlagsinformation versprechen viel, die Geschichte hält nichts davon. Man mag eine moderne Version von "Wer hat Angst vor Virginia Wolf" erwarten, doch dann wird man irregeleitet. Oberflächlich bleibt die BEschreibung, was Irene an ihrem Mann Gil stört, und ihre Aktionen sind unschlüssig. Erdrch schafft es nicht die Eigenart von Gils Gemälden zu beschreiben. So wie es da steht würde niemand einen solchen Ölschinken kaufen. Der Geschichtsverlauf ist übermäßig konstruiert, dass man das Ende nur noch mit einem gequälten Stöhnen erträgt. Hier und da erfährt der Leser etwas über die Befindlichkeit von US-Amerikanern mit indianischen Wurzeln, aber: so what?
Der einzige Stern ist den viel zu wenigen Passagen gewidmet, in denen die Gefühle der Kinder angesichts der sich streitenden Eltern geschildert werden. Das wäre ein Ansatz gewesen.