Hatte „Schattenblume“ – den vierten Thriller in der Reihe um Dr. Sara Linton und ihren Ex-Mann, Police Chief Jeffrey Tolliver - schon vor einigen Wochen im Original (“Indelible“) gelesen, und war von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt:
Obwohl in Teilen sehr brutal, graphisch und aufwühlend, hat Slaughter hier für mich ein Paradebeispiel an spannender, nervenzerreissender Erzählkunst abgeliefert. Sie wechselt aus Saras Sicht zwischen den Ereignissen während der gewalttätigen Geiselnahme und Saras & Jeffreys ersten gemeinsamen Urlaub vor zwölf Jahren. Die beiden hatten beabsichtigt, nach Florida zu fahren, blieben aber aufgrund einer Verkettung seltsamer und unglücklicher Umstände in Jeffreys Heimatstadt in Alabama hängen. Slaughter sind die Perspektivenwechsel zwischen Gegenwart und Vergangenheit m.E. sehr gut gelungen, denn auf diese Weise bringt sie die Leser nicht nur dazu, zu verstehen, was zu der Geiselnahme geführt hat, sondern zieht einen auch unweigerlich in den Bann!
Mir hat hier ausserdem sehr gut gefallen, dass endlich die Punkte aufgedeckt werden, die aus Jeffreys und Saras gemeinsamer Vergangenheit bisher im Unklaren geblieben sind. Diejenigen von Ihnen, die bereits in Alabama gewesen sind, werden zudem feststellen, dass Slaughter „Redneck-Country“ ;-) fabelhaft beschrieben hat.
Fazit: Sehr, sehr lesenswert und spannend! Die Investition in ein HC lohnt sich auf jeden Fall!