Ich kaufte mir "Schattenauge", nachdem ich auch andere Romane von Nina Blazon wie "Faunblut" (gefiel mir nicht) und "Totenbraut" gelesen und festgestellt hatte, dass die Bücher, je später sie verfasst wurden, immer besser wurden, und hatte daher hohe Erwartungen an das Buch. Nach dem Lesen des Klapptextes war ich ein wenig ernüchtert, denn sonst lese ich nicht unbedingt viel oder gerne Romane, die in einer Großstadt handeln - viel zu oft war die Handlung düster gewesen und die Kulisse nur grau und trist, doch hier entwickelte sich nach einigen Seiten etwas, das man ruhig grandios nennen kann:
Die Geschichte ist aus zwei Perspektiven geschrieben; 1. aus der des Panthera (ein Fantasy-Wesen, das äußerlich Mensch ist, jedoch auch einen Teil Raubkatze in sich trägt. Dieses Wesen ist auf der Welt eher selten, hier in det Stadt waren es bei der größten Bevölkerung 14, und manchmal überleben die Jugendlichen oder jungen Erwachsenen die "Umwandlung" nicht, da sie als "Läufer" von anderen Panthera, die ihre Reviere in der Stadt nicht verkleinern wollen, manchmal gejagt werden.) Gil, der eines Nachts Zoe kennenlernt, ein 16-jähriges Mädchen, das ihre Nächte meist in Clubs beim Tanzen verbringt. Zoe ist die zweite Erzählerin. Sie fühlt sich anfangs eher zu Irves, einem Panthera-Freund von Gil hingezogen, doch bald entdeckt sie ihre Gefühle für Gil, als dieser sie aus gefährlichen Situationen rettet - denn Zoe ist eine Läuferin, bald würde sie auch eine Panthera werden, wenn ihr nichts passierte. Doch bald passieren seltsame Dinge in der Stadt - zuerst ist die Tote Barbara, eine obdachlose Panthera, genannt Barb. Später erwischt es Maurice, einen agressieven Panthera. Gil, Irves und ein Bekannter von ihnen, Gizmo, recherchieren wie wild, denn sie erkennen, dass jetzt jeder von ihnen in Gefahr ist, solange der Mörder, wer auch immer es sein mag, und warum auch immer er so handelt, nicht gefasst ist. Zoe wird nach und nach über ihre Umwandlung aufgeklärt, und bald ist auch sie in großer Gefahr. Wer, oder was, will die Panthera auslöschen? Und kann der Mörder gestoppt werden?
Ich bin ab dem zweiten Kapitel richtig in einen Lesefluss gefallen, und habe mich auf jede Minute gefreut, die ich dieses Buch lesen konnte. Die Autorin hat ihren Schreibstil seit "Faunblut" unglaublich verbessern können, ich kann hier nur Komplimente loswerden. Spannung, Detailverliebtheit und die präzise Ausarbeitung der Abfolge der Aufklärung des Lesers bezüglich der Panthera-Geheimnisse machen einen süchtig nach diesem Buch.
Fazit: Lesen!!!!!!!!!!!!!!!!!