Eine Zusammenfassung des Inhalts wurde ja schon gegeben. Daher konzentriere ich mich auf das, was mich am meisten begeistert hat: Die Sprache des Buches. Le Carré schreibt seinen Roman-Erstling sehr pointenreich und psychologisch tiefgründig. Wen vielschichtige Charaktere mehr interessieren als schwarz/weiße Gut-böse-Darstellungen, dem sei dieses Buch wärmstens empfohlen. Weniger als 5 Sterne kommen keinesfalls in Betracht.
Kurze Leseprobe (S. 28):
Merridale Lane ist einer von jenen Winkeln in Surrey, wo die Einheimischen einen pausenlosen Verteidigungskrieg gegen das Stigma der Provinz führen. Bäume, die in allen Vorgärten nach Kräften gedüngt und sorgfältig gehegt werden, verbergen zum Teil die langweilig-schäbigen Einheitswohnstätten, die sich hinter sie ducken. Die Ländlichkeit der Gegend wird noch unterstrichen durch die geschnitzten Eulen, die die Hausnamen bewachen, die Gartenzwerge, von denen die Farbe abblättert und die sich unermüdlich über Goldfischteiche beugen.