Wer auch immer schrieb, daß Alan Silvestri mit "What lies beneath" ein Bernard Herrmann-Plagiat beging, hat schlichtweg von beiden keine Ahnung.
Silvestri hat Hinweise auf Herrmann, das ist wahr, bestehen diese aber aus ungefähr 10% des Scores. Der Rest ist Silvestri pur.
Dicke Orchestration (im besonderen Streicher), Perkussion ist typisch für ihn. Das Cello nimmt einen besonderen Stellenwert ein, da Michelle Pfeiffers Charakter Claire Spencer im Film Cello spielt.
Das Ganze verpackt Silvestri in melancholische Motive, die gelegentlich zur kompletten Melodie werden. Dabei bleibt er komplett und klingt nicht so wie Herrmann fragmentiert.
Die Melancholie wird unterbrochen durch Zwölf-Ton-Attacken und unheimliches wird sehr effektiv und gänsehauterzeugend unterstützt durch tiefen Bass und wirklich gruselige Geräusche.
Atmosphäre, Dynamik, Grusel, Melancholie verbinden sich zu einem großartigen Werk. Damit wird er sogar innovativer und weniger romantisch als der mit ihm verglichene Herrmann.
Viele Schauerstunden beim Hören!