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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
16 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Leider nur Durchschnitt,
Rezension bezieht sich auf: Schatten des Wahns: Stachelmanns dritter Fall (Gebundene Ausgabe)
Um es kurz zu machen: der lange erwartete dritte Band aus der Stachelmann-Reihe ist enttäuschend. Als Stachelmann-Fan habe ich mich nach Erscheinen sofort ans Lesen gemacht, musste das Buch wegen aufkommender Langeweile aber immer wieder weglegen. So nebulös, wie der Titel klingt, ist das ganze Buch konzipiert: Stachelmann macht sich daran, den Tod seines Freundes Ossi aufzuklären, an dessen Selbstmord er nicht glaubt. Er wird auf einen zweiten Mord gestoßen, der sich in der Zeit der auslaufenden Studentenbewegung und beginnenden Terroristenszene ereignet hat. Am Ende sind die Morde geklärt, insofern kommen Konsumenten konfektionierter Krimis auf ihre Kosten. Ansonsten aber ist die Geschichte äußerst unglaubwürdig. Die bei v. Ditfurth sonst so spannenden Rahmenhandlungen und historischen Einblicke sind reduziert auf Tagbucheintragungen eines Zeitzeugen, die nur wenig von dem Klima widerspiegeln, dass seinerzeit in der linken Szene geherrscht hat, sowie auf Erinnerungsfragmente eines inzwischen zum Penner verkommenen Mitstreiters, der - unter Alkohol gesetzt- ein paar Namen preisgibt. Auch die übrigen Figuren des Szenarios sind stereotyp und wenig originell. Das macht den Roman ermüdend. Und wenn am Ende die Lösung präsentiert wird, ist der Leser nicht nur gelangweilt, sondern verärgert. Es handelt sich - ohne hier allzu viel zu verraten - um eine Fehlkonstruktion, wo mit viel technischem Aufwand eine Romanfigur zum Täter zurechtgebogen wird. Leider nur ein durchschnittlicher Krimi.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen
Stachelmann und sein Autor in der Schaffenskrise,
Von
Rezension bezieht sich auf: Schatten des Wahns: Stachelmanns dritter Fall (Gebundene Ausgabe)
Ja, der 3. Band ist leider eine Enttäuschung. Die Unaufgeregtheit, das Alltägliche der Figur Stachelmanns, das in den ersten beiden Bänden für mich eine angenehme Qualität darstellte (gerade, weil Stachelmann eben kein Action-Komissar, sondern der schrullige, kranke Historiker ist), wenden sich hier leider gegen ihn.Ab der Mitte des Buchs hat man das Gefühl, ist der Autor am kreativen Tiefpunkt angekommen und weiß gar nicht mehr, was und wo er mit seiner Figur eigentlich noch hin will: da wiederholt sich dann alles in der Endlosschleife (Anne anrufen - Rückenschmerzen - Mutter anrufen - Tagebucheintragung - Anne anrufen - Rückenschmerzen usw.). Auch der Zeitbezug (68er) wirkt in diesem Band sehr angelesen, nicht wirklich lebhaft eingefügt. Der Autor sollte sich auch wirklich mal Gedanken über die Gesamtkonstruktion seiner Bücher machen - bei einem Krimi nicht unerheblich. Schon der 2. Band wartete am Ende mit einem Finale auf, dass zusehr von irgendwelchen ZDF-Krimis inspiriert war. Hier im 3. Band wird die Story am Ende aber so dünn, so konstruiert, dass man ob dieser Lieblosigkeit wirklich Aggressionen bekommt (vor allem, weil das Buch dafür vorher schon viel zu lang war!). Ja, und die Täterauflösung auf wenigen Seiten am Ende ist dann wirklich so was von uninspiriert, lachhaft und ärgerlich. Sehr, sehr schade... Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Stachelmann hat Tiefgang,
Von bebo (Bremen) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Schatten des Wahns: Stachelmanns dritter Fall (Gebundene Ausgabe)
Marx im Hirn, Che Guevara im Herzen und Ho Chi Minh auf den Lippen. Wer sich für die 68iger Generation interessiert, der ist hier richtig. Stachelmann, immer noch im Habil-Schwebezustand, begibt sich auf Spurensuche, denn Ossi ist tot. Selbstmord heißt die offizielle Version, der Stachelmann misstraut. Wurde hier eine alte offene Rechnung beglichen? Wusste Ossi zu viel? Stachelmann macht sich nach Heidelberg auf, durchforstet Archive und folgt einer Fährte in die Toskana. Am Ende kommt es anders, als mancher Leser denkt oder auch, wie er es sich gedacht hat. Stachelmann wünscht man zwar, dass er seine privaten Sachen einschließlich seiner Habil-Schrift in den Griff kriegt, dem Leser aber auch, dss er so bleibt wie er ist, ein Spurensucher mit Tiefgang.
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