In einem Waisenhaus wird eine junge Frau (Emma Thompson) aufgenommen, die unter Albträumen und Gedächtnisverlust leidet. Der Privatdetektiv Mike Church (Kenneth Branagh) schaltet eine Anzeige und versucht ihre Identität mit Hilfe eines Hypnotiseurs (Derek Jacobi) aufzudecken.
Während der Hypnose-Sitzungen findet die Frau nicht nur ihre Stimme wieder, sondern erinnert sich auch an ein früheres Leben in den 40er Jahren und an einen schrecklichen Mord dessen Opfer sie scheinbar wurde.
Hitchcock statt Shakespeare:
Das ruhmreiche Shakespeare-Gespann Branagh und Thompson wandern bei diesem Noir-Film aus dem Jahre 1991 auf den Spuren der großen Alfred Hitchcock und diese "Wanderung", abseits der festgetretenen Pfade, ist ein echtes Highlight des Filmschaffens.
Obwohl die erzählte Geschichte sehr komplex ist und sich in Zeitsprüngen in den beiden parallelen Erzählungen vor und zurück bewegt und sich dabei nur langsam entwirrt, ist man doch von der ersten Minute an hitchcockmäßig gefesselt. Man ahnt schon zu Beginn was passieren wird und ist doch bei der Auflösung am Ende ziemlich überrascht. Dazwischen erlebt man mit schöngruseligem Nackenkribbeln einen sehr spannend inszenierten Mystery-Thriller wie man ihn nicht besser hätte machen können, wenn man nicht Hitchckock heißt.
Branagh und Thompson bringen zudem ausgezeichnete darstellerische Leistungen in den Doppelrollen als unseliges Liebespaar und Derek Jacobi stottert sich einmal sehr beeindruckend durchs Leben. Hannah Schygulla ist die deutsche Haushälterin - na was will man mehr - zumal selbst Robin Williams, dank einer gewissen Zurückhaltung, einigermaßen erträglich ist.
Branagh, der hier auch Regie führte, hat mit "Schatten der Vergangenheit" eine wunderbare Hommage auf Hitchcock und seine Filme (und auf noch etliche andere Filme) geschaffen. Die Verwendung von Hitchcock Handlungselementen oder gar Gegenständen und die Art der Kameraführung, die man aus diversen, Kult gewordenen Hitchockfilmen kennt ist ganz sicher keine "zusammengestöpselte" oder unfreiwillige Nachäffung, sondern ein sehr gelungen und respektvoll eingesetztes stilistisches Mittel der Ehrerbietung gegenüber dem großen Alfred Hitchcock - zumal dieses Stilmittel eine ganz eigenständige Wirkung entfaltet und den Film zu keiner Sekunde wie ein Plagiat erscheinen lässt, sondern eher so, als wäre der große Alfred H. mal kurz aus dem Reich der Toten zurückgekehrt um noch einmal einen Film zu drehen. Sogar das überraschende Ende ist wie aus dem Hitchcock-Lehrbuch und einen extra Applaus wert. Bravo Mr. Branagh!
Eine durch und durch gelungene Homage!
Ein durch und durch spannender Film Noir!
Ein durch und durch gruseliges Filmevent .
DVD:
Laufzeit 103 Minunten, Amaray Case,
Bildformat: 16:9 (1.78:1) anamorph, Schwarzweiß und Frabe
Tonformat:
Deutsch: Dolby Digital 5.1, Deutsch: Dolby Digital 2.0 Surround, Englisch: Dolby Digital 5.1, Tschechisch: Dolby Digital 2.0 Surround,
Untertitel: Deutsch, Englisch, Arabisch, Bulgarisch, Dänisch, Finnisch, Niederländisch, Isländisch, Norwegisch, Polnisch, Rumänisch, Schwedisch, Tschechisch, Türkisch, Ungarisch,
Untertitel für Hörgeschädigte in Englisch,
Ausstattung: Trailer , Szenenanwahl , Animiertes Menü , 2 Audiokommentare