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Der Schatten des Dalai Lama. Sexualität, Magie und Politik im tibetischen Buddhismus
 
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Der Schatten des Dalai Lama. Sexualität, Magie und Politik im tibetischen Buddhismus [Gebundene Ausgabe]

Victor Trimondi , Victoria Trimondi
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 816 Seiten
  • Verlag: Patmos (1999)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3491724074
  • ISBN-13: 978-3491724075
  • Größe und/oder Gewicht: 22,8 x 16 x 5,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (38 Kundenrezensionen)
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Victor Trimondi
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Schonungslos

Herbert Röttgen, Gründer des linken Trikont-Verlages und seine Frau Mariana haben im Rahmen eines Forschungsprojektes über "Die Bedeutung der traditionellen Religionen für die Wertebildung und Kreativität in einer Kultur der Zukunft" den Buddhismus in einem überaus materialreichen und gründlich recherchierten Werk auf über 800 Seiten unter die Lupe genommen. Der Buddhismus steht bei uns für Frieden und Freiheit, Einsicht, Gewaltlosigkeit und tiefe Weisheit -- eine Ikone des Guten. In einem oberflächlichen Wertevergleich schlägt er das Christentum mit dessen Geschichte der Gewalt, Lüge und Ausbeutung um Längen. Wenn allerdings kritische Maßstäbe angelegt werden, dann werden ähnliche Schattenseiten deutlich, und die werden von den Autoren schonungslos offengelegt.

Die Kritikpunkte sind glasklar dokumentiert. Zu ihnen gehört die innige Verbindung zwischen Kirche und Staat, deren Zerschlagung im Westen einst zu den Errungenschaften der Aufklärung gehört hatte, um die religiöse Verbrämung der Macht aufzuheben. Als Altlinke sind die Autoren besonders allergisch gegenüber absoluter Herrschaft, und genau die ist im buddhistischen Guru-Wesen zutiefst verankert. Die Schüler-Meister-Beziehung, die den Buddhismus prägt, ist natürlich höchst anfällig gegen Machtmissbrauch. Und der lässt sich in der tibetischen Geschichte allenthalben finden, bis hin zum gegenwärtigen Dalai Lama.

Die Autoren schauen sich auch die Rolle der Frauen im Buddhismus an, und sie finden die in allen patriarchalischen Gesellschaften bekannte Gleichstellung des Weiblichen mit dem Bösen -- mit allen unerfreulichen Ausblühungen des Kampfes gegen dieses Böse. Der Buddhismus ist eine Männerwelt, das wird dabei überdeutlich. Ganz zum Schluss ihrer desillusionierenden Analyse öffnet sich aber doch noch die vorsichtige Vision einer tantrischen Überwindung der Gegensätze. Wer sich ernsthaft mit dem Buddhismus beschäftigt, kommt an diesem Buch nicht vorbei. --Hans-Curt Flemming

Neue Zürcher Zeitung

Weltmacht Dalai Lama?

Eine zweifelhafte Streitschrift

«Ex oriente lux» – die christliche Verheissung nach Matthäus 2, 2, dass den erlösungsbedürftigen Menschen «aus dem Osten das Licht» komme, entfaltet seit einiger Zeit ihren ironischen Gehalt. Denn inzwischen ist es weniger die Frohe Botschaft der Evangelien, die da leuchtet, als das Heils- und Erleuchtungsversprechen der östlichen Religionen, zumal der verschiedenen Buddhismen. Das ist plausibel angesichts der Anziehungskraft eines authentischen, nicht guruzentrisch und mystagogisch pervertierten Buddhismus. Aber es hat auch den Charakter einer Kompromissbildung, die den ihrer Tradition entlaufenen westlichen Kindern des Christentums gestattet, unter östlichen Vorzeichen ihr metaphysisches Bedürfnis zu befriedigen.

Zuviel wäre es behauptet, dass sie jene kritische Distanz, die in der 300jährigen Geschichte der europäischen Aufklärung so mühselig in bezug auf das Christentum erlernt und geübt wurde, gerechterweise auch gegenüber den östlichen Religionen praktizierten. Eine zweite, nun universale Aufklärung, die freilich an die buddhistische und auch die islamische Aufklärung anschliessen könnte, wäre die Aufgabe. Die Notwehr der konkurrenzgefährdeten Altreligionen, die entweder auf ökumenische Assimilation oder die Entsorgung durch ihre sogenannten «Sektenbeauftragten» setzen, genügt nicht. Eine Reaktion, vielleicht sogar das Umschlagen einer Idealisierung in Desillusionierung war unter diesen Umständen überfällig. Ein provozierendes Buch des neuseeländischen Soto-Zen-Priesters Brian A. Victoria hat jüngst die Verstrickung des Zen-Buddhismus in den japanischen Nationalismus und Imperialismus offengelegt (NZZ vom 1. 6. 99). Die «Kriminal-, die Verbrechensgeschichte» des Zen-Buddhismus – Karlheinz Deschners christentumskritisches Jahrhundertwerk kann durchaus ihre östlichen Pendants finden.

Jetzt wird die derzeit populärste, ja modischste Form des Buddhismus vom Bildersturm ereilt: der tibetische, in seinem Zentrum der XIV. Dalai Lama, als Friedensnobelpreisträger 1989 auch zu höchsten westlichen Ehren gekommen. Man reibt sich die Augen: Just er, dieser friedfertigste, urbanste, auch witzigste, selbstironischste aller lebenden Götter hienieden, diese Ikone einer undogmatischen, wahrhaft humanen Religion, nach Gandhi das Paradestück eines religiösen Weltethos, soll vom Sockel stürzen? Die Ex-Grüne Jutta Ditfurth hat als Antipodin ihrer Parteigenossen Petra Kelly und Gert Bastian, die ihrerseits in dem anzuzeigenden Buch das Opfer einer Spekulation über einen tantristischen Ritualmord und Selbstmord werden, schon heftig genug das Denkmal attackiert. Nun versuchen Victor und Victoria Trimondi, vormals als Herbert und Mariana Röttgen Verleger des linken Trikont-Verlags, in den siebziger Jahren spirituell angehaucht, in den Neunzigern allem Anschein nach auf dem Rückweg zu den Altreligionen, die Götterdämmerung zu vollenden: «Ex oriente lux»? Weit gefehlt: «Ex oriente nox!», «Aus dem Osten die Nacht».

Westliche Ignoranz

Die Situation für den rücksichtslosen Frontalangriff ist in der Tat nicht ungünstig. Zu ignorant ist man im Westen in bezug auf die Geschichte Tibets und den tibetischen Buddhismus, zu stark die Neigung, angesichts der chinesischen Okkupation und der von ihr verübten Verbrechen nur in Schwarz und Weiss zu malen. Vergessen wird dabei, dass es auch militante tibetische Okkupationen chinesischen Territoriums gegeben hat und generell die Beziehungen zwischen beiden Ländern historisch äusserst verwickelt sind; dass der Lamaismus als feudalistisch strukturierte Theokratie in seiner Geschichte keineswegs die Inkarnation einer idealen Gesellschaft war; dass die tibetische Variante des Buddhismus, der tantristische Vajrayana-Buddhismus, mit seinen zwei Seiten, seiner subtilen esoterischen Lehre und seinem – gelinde gesagt – missverständlichen exoterischen Gehalt, erhebliche Irritationen auslösen kann; dass man schliesslich aktuell, wie es die Auseinandersetzungen um den 17. Karmapa der Kagyüpa-Konfession und die Shugden-Affäre bis hin zu religionspolitischen Morden in Dharamsala, dem indischen Exil des Dalai Lama, zeigen, auch in seinem direkten Umfeld mit einiger Militanz und einer tibetischen Form des Fundamentalismus rechnen muss.

Die Trimondis fallen also nicht über ein harmlos-friedliches Paradies, das für Mentaltouristen so anziehende Shangri-La, her, sondern sie stechen derzeit eher in ein Wespennest. Sie tun das freilich – bei allen Recherchen, mit denen sie ein über 800seitiges Buch füllen – mit einem sehr groben Stachel. Sie stützen fast ihre gesamte Argumentation auf eine vergleichsweise schmale Quellenbasis: auf das Kalachakra-Tantra aus dem 10. Jahrhundert u. Z. Dieser hochgradig interpretationsbedürftige Text, den die Autoren gnadenlos beim Wort nehmen, ohne ihm die hermeneutisch mildernden Umstände angedeihen zu lassen, die die Theologie der Bibel seit je einräumt, ist nur in einer erheblich kürzeren Fassung überliefert. Und auch diese ist bisher nicht annähernd vollständig, wie die Autoren immerhin einräumen, in eine westliche Sprache übersetzt.

«Heiliger Krieg»?

Vor allem zweierlei lesen sie aus dem Kalachakra heraus: einmal im frontalen Widerspruch zu einer westlich-feministisch inspirierten Lesart, die diesem Text im besonderen, dem tantristischen Buddhismus im allgemeinen eine besonders weibliche Note abgewinnt, eine androzentrische Ausbeutung der weiblichen Energie, der «Gynergie». «Das Mysterium des tantrischen Buddhismus besteht in der Aufopferung des weiblichen Prinzips und in der Manipulation des Eros zur Erlangung universeller androzentrischer Macht.» Diese Interpretation ist trotz der Gewalt, die sie ihrerseits dem weiblichen Prinzip im Tantra antut, nicht völlig abwegig. Westliche Tibet-Reisende werden sich aber weiterhin an der augenfälligen Autonomie tibetischer Frauen erfreuen können.

Wichtiger noch ist den Autoren die mit dem mythischen Königreich «Shambhala» verbundene religiös-politische Phantasie – eine Machtphantasie, die in eschatologischer Zuspitzung auf eine «Buddhokratie» und – hochaktuell – auf einen apokalyptischen «heiligen Krieg» gegen die «Mlecchas», die Anhänger des Islams, hinausläuft. Gemeint ist letztlich aber die «Shambhalisierung» der ganzen Welt. Und dieses Weltherrschaftsprojekt soll nun der Dalai Lama als eine Art Gelbmützenversion Mao Tsetungs – so wie dieser der rote Dalai Lama war –, mit List und Tücke, aussen Lamm, innen Wolf, verfolgen. Deswegen – so die Trimondis – seine weltweite Reisediplomatie. Deswegen seine raffinierten Public Relations, die den virtuos gespielten bescheidenen Mönch zu einem der effektivsten Macht-Manager gemacht haben. Deswegen auch hinter der demokratischen Maske seine intensiven Kontakte zu allen braunen Esoterikern dieser Erde, angefangen beim SS-Mann Heinrich Harrer, fortgesetzt mit Mussolinis Chefideologen Julius Evola und Miguel Serrano, der Speerspitze des «esoterischen Hitlerismus», endend beim mörderischen AUM-Sektenführer Shoko Asahara. Der Buddhokrat und seine «Fünfte Kolonne».

Das ist starker Tobak. Der Dalai Lama wäre fürwahr ein geradezu diabolisch begabter Schauspieler. Doch dieses Porträt ist seinerseits von einer ausgewachsenen politisch-religiösen Phantasie diktiert. Um den tibetischen Buddhismus, auch seine derzeitigen fundamentalistischen Versuchungen, denen der Dalai Lama opponiert (!), ernst zu nehmen, genügt weniger aggressives Geschütz.

Dem Dalai Lama Weltherrschaftspläne zuzuschreiben, in einer Situation, in der er und das tibetische Volk das ohnmächtige Opfer einer imperialistischen Politik sind, das ist absurd, objektiv zynisch. Und es steht in einer fatalen Tradition. Das Kalachakra ist keine Fälschung. Aber die angeblichen Weltherrschafts-,die Shambhala-Phantasien des tibetischen Buddhismus sind das Phantasma einer Paranoia, wie es im Westen mit den sogenannten «Protokollen der Weisen von Zion» verbunden ist – die «Protokolle des Weisen von Lhasa» sozusagen. Die Autoren bekennen sich gerne zu einem religiösen Friedensethos. Tatsächlich leisten sie ihren Beitrag zum ominösen «Kampf der Kulturen».

Ludger Lütkehaus


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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen So sieht die Praxis aus, 17. Januar 2012
Rezension bezieht sich auf: Der Schatten des Dalai Lama. Sexualität, Magie und Politik im tibetischen Buddhismus (Gebundene Ausgabe)
Da immer noch Rezensionen zu diesem Buch geschrieben werden, hat mich die letzte Rezension von Herrn Wicke dazu veranlasst, an dieser Stelle mal etwas konkreter zu werden. Zunächst möchte ich sagen, dass ich mich freue, dass es Menschen gibt, die dieses Buch, das leider nur noch gebraucht oder in englischer Sprache im Internet zu erhalten ist, immer noch lesen. Es müsste zur Pflichtlektüre einer jeden Frau werden, die sich in irgendeiner Weise für östliche Philosophie interessiert. Denn die Realität unter der "friedliebenden Übertünchung" des tibetischen Buddhismus, aber auch anderer tantrischer Sekten, ist eine grausame, menschen- und lebensverachtende, vor allem aber hoch kriminelle, wenigstens in unserem rechtsstaatlichen Sinne.

Die Eheleute Trimondi beschreiben das Kalachakra Ritual des tibetischen Buddhismus theoretisch/wissenschaftlich, was zum Begreifen der Zusammenhänge erst einmal notwendig ist. Hätte ich dieses Buch nicht irgendwann gelesen, ich hätte nie die Ideologie und den tieferen Sinn derart Frauen schädigender Vorgehensweisen verstanden. Die Frau als reines Material auf dem direkten Weg in die Erleuchtung ist so unvorstellbar wie dieses Buch Realität ist.

Die praktischen Auswirkungen tantrischer Rituale auf Frauen sind grauenvoll und von erheblicher Brutalität. Im Westen sind bereits Frauen betroffen, vor allem im angelsächsischen Bereich werden die Stimmen immer lauter, und die Auswirkungen des tantrischen Buddhismus und Hinduismus sind schon weiter als wir denken.

Sie finden statt "unter dem Auge des Gesetzes" und unter dem vollen Schutz von Medizin, Psychologie und anderen Wissenschaften. Der Täterschutz nimmt hier eine Form an, wie er seinesgleichen im sexuellen Missbrauch sucht, und das will schon etwas heißen. Wie die vorletzte Rezensorin geschrieben hat:"......wobei es einige geradezu als Sport anzusehen scheinen, das Strafgesewtzbuch mit Füßen zu treten". Und die Jurisprudens schaut gelassen zu.

Der Grund hierfür ist, dass der Westen keinen Zugang zu magischen Praktiken hat und Alles das, was nicht sichtbar und messbar ist, als nicht existent ablehnt. Solange die Wissenschaft weiterhin behauptet, es gäbe keine Kundalini Energie und es gäbe keine Chakras und magische Rituale hätten keine Wirkung, so lange reiben sich die Täter die Hände und fahren fort in ihrer Menschenverachtung.

Die Eheleute Trimondi haben klar die Wichtigkeit der Kundalini Energie für die Tantra Meister beschrieben. Sie ist weiblich (Kundalini Shakti), muss in der Frau entzündet werden und dient der Auslöschung (Feuer bedeutet immer Reinigung) des eigenen Energiekörpers zum Aufbau eines androgynen Energiekörpers.

Es ist an der Zeit, die Frauen zu fragen, denen die Kundalini Energie "aufgebrochen" wurde, an denen ein hoch traumatisierender Gewaltakt durchgeführt wurde. Die Frau wird von einer Sekunde auf die andere in einen anderen energetischen Zustand geworfen. Die Eheleute Trimondi nenen es die Kundalini Energie wird angezündet. Sie weiß nicht, was mit ihr passiert ist, sie weiß nur, dass von jetzt auf gleich in ihrem Körper alles anders ist.

Es ist an der Zeit, die Frauen zu fragen, denen über Jahre hinweg die Kundalini Energie KONTINUIERLICH durch den Rücken entlang der Wirbelsäule und des zentralen Nervensystems läuft und die sie in den vorderen Chakras im Bereich des Sakralchakras und des Solar Plexus aufbläht wie einen Ballon. Diese Energie, die sie über Jahre hinweg nicht mehr schlafen lässt, da dieser Vorgang verbunden ist mit einer PERMANENTEN Adrenalin- und Cortisolausschüttung, die die Amygdala nicht mehr in der Lage ist zu verarbeiten und was im menschlichen Körper sonst nur in akuten Stress- und Angstsituationen der Fall ist.

Es ist an der Zeit, die Frauen zu fragen, deren neuronale Verbindungen im Gehirn derart verändert wurden, dass sie KONTINUIERLICH Missbrauchs- und Vergewaltigungsgefühle im gesamten Genitalbereich haben. Dies über Jahre ertragen führt zu Schädigungen des Vegitativums wie auch des zentralen Nervensystems.

Es ist an der Zeit, die Frauen zu fragen, die absichtlich in Trance geführt wurden oder in tiefen Meditationszuständen mental missbraucht wurden. In der Traumaforschung nennt man so etwas täterinduzierte Anteile. Hier werden Programmierungen gesetzt und man weiß heute, dass so "Multiple Persönlichkeiten" hergestellt werden. Aus dem Satanismus und dem rituellen Missbrauch sind diese Vorgehensweisen bereits bekannt und wissenschaftlich erforscht.

Die östlichen Tantra Meister beherrschen die Techniken seit vielen hundert Jahren und führen sie jetzt im Westen ein.

Es ist an der Zeit, die Frauen zu fragen. Sie sind die EINZIGEN, die die praktischen Auswirkungen kennen und sie beschreiben können. NICHTS, aber GAR NICHTS ist imaginär, wie man dem dummen Westen glauben machen will. ALLE imaginären Vorgehensweisen haben Auswirkungen in der Realität. Das ist schließlich der Sinn eines Rituals und vor allem schwarzmagischer tantrischer Rituale, wie das Kalachakra Ritual eines ist. Es hat Auswirkungen im Körper, im Geist und in der Psyche der betroffenen Frauen. Es ist eine Form von mittelalterlicher Folter, angewandt im 21. Jahrhundert.

Und der Westen unterstützt die Psychopathologie dieser Täter.

Den Eheleuten Trimondi sei Dank für dieses Buch.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Tibetischer Buddhismus - Eine Abrechnung, 16. Dezember 2011
Von 
Markus C. Wicke (Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Der Schatten des Dalai Lama. Sexualität, Magie und Politik im tibetischen Buddhismus (Gebundene Ausgabe)
Es is noch gar nicht so lange her, als asiatische Mönche in schönen roten und gelben Gewändern in der westlichen Welt auftauchten, vertrieben vom schrecklichen Kommunismus der Chinesen aus ihrem eigenen Land, Tibet.

Diese Mönche waren und sind heute noch charmant, nett, bescheiden und hochgradig gebildet, und, besonders erfreulich, sie vertraten und vertreten EXAKT genau die weltanschaulichen Standpunkte, die wir Westler mit großer Mühe und mittlerem Erfolg seit mehreren Hundert Jahren (Renaissance) zu entwickeln trachten. Diese wären da in etwa: Toleranz, Bildung, Intelligenz, Humanismus, Gleichberechtigung Mann/Frau und nicht zuletzt echte, seligmachende Spiritualität. Als der geschichtsfälschende Hollywoodschinken "7 Jahre in Tibet" erschien, boomte jener Tibetische Buddhismus, wie man den Kult der netten Männer aus dem fernen Osten nennt, erst recht.

Nach einer gewissen Zeit fiel dem Einen oder Anderen auf, das da irgendetwas vielleicht nicht stimmt.

- A) Wie kann es sein, das eine Jahrundertelang von Europa abgeschottete Kultur, die dann in den Westen vertrieben wird, zufälligerweise GENAU unsere Ideale vertritt und laut Eigenaussage - ach! - diese längst erreicht hat? Sind wir wirklich so naiv zu glauben, dass GENAU DIESE geistigen Werte sich parallel und unabhängig voneinander zweimal entwickeln - als wären sie so etwas wie die allerletzte einzige Wahrheit, die wir Menschen bekanntermaßen noch nie gefunden haben?

Aber vielleicht ist dies Frage zu philosophisch.

- B) Wieso werden auf tibetischen Kunstwerken Frauen immer nur relativ klein (zu den Männern) und nur von hinten (quasi gesichtlos, ohne Identität) dargestellt, und wieso gibt es permanent menschliche Leichenteile, fein säuberlich zu Musikinstrumenten und Kultgegenständen verarbeitet, zu sehen? Das ist ein konkretes Phänomen und ließe sich vielleicht mit geduldigen kunsthistorischen Argumenten neutralisieren.

- C)WENN diese Kultur tatsächlich vollendet gleichberechtigt ist, was die Beziehung Mann-Frau (eben eines dieser europäischen Ideale) angeht, wieso gibt es dann immer nur Mönche zu sehen? Anders gefragt, wo sind denn die Nonnen? - Nun, diese Frage ist definitiv nicht wegdiskutierbar.

Viktor und Viktoria Trimondi haben die Antworten - und noch viel mehr. Der tibetische Buddhismus zeigt sich als frauenverachtendes, nach politischer ung geistiger Wetlherrschaft strebendes vollkommen totalitäres Lebensmodell. Dieses arbeitet erbarmunglos und völlig demokratiefrei mit magischen Praktiken, die das orale Übertragen des Spermas eines Meisters auf seinen Schüler (ja, man lese den Satz nocheinmal) und das Vergewaltigen 12jähriger Mädchen als essentielle Praxis durchführt. Klassische scharze Magie, also das Töten (ob eingebildet oder nicht) politischer Gegner durch Fluch und Ritual sind Teil der Praxis, die Gerichtsbarkeit des Klerus über die Laien in Tibet arbeitete auf dem Niveau der Bestrafung mittels Amputation, bespielsweise einer Hand.

Jedem am Tibetischen Buddhismus = Lamaismus auch nur Interessierten sei dieses Buch wärmstens ans Herz gelegt. Einziger Nachteil: Das Buch ist so dick wie eine Faust. Aber dafür hat es auch die Wirkung einer Solchen.
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87 von 121 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen Unfreiwillig komisch, 21. Februar 2001
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Der Schatten des Dalai Lama. Sexualität, Magie und Politik im tibetischen Buddhismus (Gebundene Ausgabe)
Ich war erstaunt, erstaunt darüber, daß dieses Buch offenbar soviel
Wirbel in der Buddhistenszene auslösen konnte, wenn das nicht nur ein
Werbetrick war, was ich fast glaube. Das Buch ist alles in allem
schlecht. Warum? Nun, es bietet so ziemlich alles, was ein schlechtes
Buch ausmacht. Da beruft man sich auf andere Autoren, wie z.B. Wilber,
von denen man dann kräftig abschreibt, deren Aussagen aber so
verfälscht wiedergeggeben werden, daß man nicht einmal in einem
Schulaufsatz dafür eine 4 bekommen würde. Zu behaupten, Wilber habe
geschrieben, oder auch nur angedeutet, der männliche Geist (Wilber
geht gerade davon aus, dasßdie transpersonalen Ebenen
geschlechtsneutral sind) die weibliche Natur unterdrücken solle, ist
schlicht dumm. Nein, man hat ein Dogma aus dem Boden gestampft, auf
welches nun alle weiteren Argumentationen hinauslaufen, auch wenn sie
nur zu oft grausam zurechtgebogen sind. Da werden elementare Regeln
des logischen Argumentierens verletzt, man geht von einer
nichtbewiesenen Aussage aus, diskutiert diese nicht einmal und benutzt
diese dann in der weiteren Folge wie eine bewiesene oder
selbstverständliche Tatsache (z.B. daß das Wort "Androgyn"
gleichbedeutend mit der aggressiven Unterdrückung der Frau sei und
reihenweise andere exotische Deutungen). Ein anderer Trick der
Trimondis: Um ihre Grundthese, daß im Tantra und überhaupt im
Buddhismus die Frau geopfert wird zu erhärten, stellt man die
Geschichte des Buddhismus vor. Die war, so die Trimondis, schon immer
von Frauenverachtung geprägt, Zitate werden als Beweise herangeführt,
die aber bitte nicht symbolisch verstanden werden dürfen, sondern
wörtlich zu nehmen sind. Ausgerechnet beim Tantra finden wir dann ein
Loblieb auf die Frau und die Weiblichkeit an sich. Diese haben wir
dann aber bitte ausdrücklich nicht wörtlich zu verstehen, sondern dies
ist natürlich nur ein Trick der Tantriker, denen es nur um das eine
geht, den Frauen die Energie auszusaugen. Wie auch immer. Wo eben noch
alles wörtlich war ist nun alles symbolisch gemeint und in
Wirklichkeit (vor den Trimondis hat es nur keiner gemerkt) natürlich
genau anders herum als es dort steht. Aha! Daß dies etwas inkonsequent
und schief ist findet, macht nichts, schuld ist Tantra, denn dort gibt
es die Umkehrlogik. Dann wird mit buddhistischen Begriffen
herumgeeiert, die eines zeigen, die Trimondis haben viel
oberflächliches Quellenstudium betrieben, wenig begriffen und sind
offenbar absolute Laien der spirituellen Praxis. So muß ihnen das
meiste dunkel erscheinen. Und so kommen die Trimondis seitenweise aus
dem Wundern nicht mehr heraus. Sie wundern sich über Shunyata, sie
wundern sich über Upaya, denn Weisheit können die beiden ja noch
verstehen, aber Methode? Aber die Trimondis lassen sich von der
eigenen Unkenntnis nicht aus der Ruhe bringen, sondern marschieren
trotzig-tapfer weiter, ist es doch ihr Ziel die Welt vor der
Unterwanderung durch die Buddhokratie zu retten. Richtig putzig wird
es dann, wenn die Unwissenheit gegen die vermeintliche Unlogik des
Tantra gewendet wird. Hier werden die Trimondis messerscharf und
gnadenlos (vorsicht: Ironie): "Wieso - so fragen wir - bedarf die
"Weisheit" der "Methode"? - Diese Kontrapunktik
(wow! dieses Wort verrät tiefe Bildung und die Trimondis kennen noch
eins: Apotheose) paßt irgendwie nicht zusammen, denn kann es überhaupt
eine unmethodische, chaotische "Weisheit" geben? Genügt sich
Prajna (die Weisheit) nicht selbst, und umschließt sie nicht die
"Methode" als einen Teilaspekt ihrer selbst? Was ist eine
"unmethodische" Weisheit? (S.61) Und so geht es munter
weiter. Schön, daß die Trimondis sich solche Fragen stellen, aber muß
man gleich ein Buch damit füllen? Zeus (ja, der Knabe aus
Griechenland) hat die Weisheit dann auch manipuliert, wie auch die
Alchemisten und natürlich auch wieder mal der finstere, tantrische
Guru. Alle wollen immer nur das eine: ..., nein fast, sie wollen
weibliche Energie schlürfen. Gegenstimmen werden, wie etwa von Miranda
Shaw, die im Gegensatz zu den Trimondis über echte Erfahrungen
verfügt, als "militante Tantrikerin" und Feministin
abgemeiert, komisch, wo es den Trimondis doch um die Sache der Frau
geht, dafür wird aber flugs ein Nietzsche zum Mitstreiter auf dem
antibuddhistischen, proweiblichen Weg. (Wer sagte doch gleich: Gehst
Du zum Weibe, vergiß die Peitsche nicht?) Immerhin wir wissen jetzt,
überall in der Welt wird die Frau geopfert, bei den Alchemisten, den
Buddhisten und was wissen wir noch? Ganz en passant wird mal eben
Freud berichtigt, dessen Formel "Das Ziel allen Lebens ist der
Tod" von den Trimondis als "problematisch"
identifiziert wird, wie überhaupt jede Beschäftigung mit dem Morbiden,
schon eine krankhafte tantrische Gesinnung andeutet. Ebensowenig
bereitet es den Trimondis Schwierigkeiten, einen kruden Eklektizismus
zu betreiben. Da stehen dann alte Weisheitstexte, Autoritäten wie Ken
Wilber (der mal eben zum buddhistischen Kulturinterpreten gemacht
wird), die Bunte und fragwürdige Autoren ohne Differenzierung
nebeneinander. Im Gegenteil, so wird Waddell zitiert, über den sie
dann selbst schreiben. "Seine Deutung wird heute belächelt und
oft als abschreckendes Beispiel westlicher Uninformiertheit und
Überheblichkeit zitiert." Das macht unseren wackeren Aufklärern
aber nichts aus, denn so fahren sie fort: "Dabei liegt Waddell
unserer Ansicht nach ganz richtig und hilft uns dabei, das Mysterium
zu verstehen, das sich im Kern des Kalachakra-Tantra verbirgt."
(S.148) Und ich lüfte das Mysterium, der Tantrameister will die Göttin
unterdrücken und wieder nur das eine: Gynergie schlürfen: "freie
Bahn auf dem Weg zur alleinigen patriarchalen Weltherrschaft",
wie es wörtlich heißt (S.148). Ich glaube nicht, daß die beiden von
den chinesischen Kommunisten oder der Katholischen Kirche eingespannt
sind, ich befürchte fast, die beiden meinen es ernst und glauben, sie
hätten den großen Wurf gelandet. Zu ihrem Besten hoffe ich, daß die
ganze Geschichte nur ein Spiel ist, mit dem sich Geld verdienen
läßt. Die unfreiwillige Komik und die hilflos-naive Art der beiden ist
fast schon wieder sympathisch.
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