Kurzbeschreibung
Wer war Gustav Schenk? - Ein fast vergessener Pionier der Drogenkunde in Deutschland. Ein übersehener, oder nur aus dem Hintergrund wirkender Wissenschaftsschriftsteller, der auch Romane und Kunstbände hinterlassen hat. Schenk hat in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts mehrere Bücher publiziert, in denen es sich um psychoaktive Substanzen und Zauberpflanzen drehte. Sein erstes Werk hiess "Schatten der Nacht". Es entstand während der Nazi-Zeit, wurde aber auch nach dem Zweiten Weltkrieg wieder aufgelegt (1948). Später publizierte Schenk ein auf diesem, seltenen Büchlein basierendes, wichtiges Werk der Drogenkunde (Das Buch der Gifte) im deutschen Sprachraum, das aber in Vergessenheit geriet. Da Schenk einer der wenigen wagemutigen Autoren auf diesem Feld war, hat er auch mit den psychoaktiven Pflanzen Selbstexperimente durchgeführt: Die dabei gemachten Erfahrungen hat er in den Text einfliessen lassen. Dadurch haben seine Aussagen ein ganz anderes Gewicht und vielmehr Authenzitität als die Werke der Theoretiker, die glauben über Drogen alles zu wissen, ohne sie selbst je ausprobiert zu haben. Besonders spektakulär sind Schenks Abenteuer mit den Nachtschattengewächsen. Deshalb ist es gerade jetzt, wo viele Nachtschattengewächse, wie die Engelstrompeten und Stechäpfel mal wieder dämonisiert werden, wichtig diese Informationen zugänglich zu machen. Der gesamte Text von "Schatten der Nacht" ist originalgetreu abgedruckt, aber reich kommentiert. Die neue Einleitung, sowie der Anhang stellen Schenks Werk in einen historischen und ethnologischen Kontext.