Kompositorisch hat das Album die gewohnte Qualität seiner Vorgänger und ist somit kein kompletter Fehlgriff. Besonders gelungen: „So weit, so lang", „Du weißt, was ich will", „2001" und „Schuld war wieder die Nacht". Die Arrangements sind aber weniger ausgefeilt als bei früheren Produktionen, es dominiert das Schema Vokalstimmen-Schlagzeug-Synthesizer und man vermisst herausstechende Titel wie die a-cappella-Instrumentierung von „Verlieben, verlieren" oder den mitreißenden Sambarhythmus und die Reggae-Instrumente von „Wo Du bist" (beides auf „Purpurmond).
Die eigentliche Katastrophe ist jedoch die tontechnische Abmischung: die Musiktitel klingen bei „Schatten" wie billige Monoaufnahmen, es gibt kein räumliches Klangbild, keine Stereoeffekte, das Album ist ein einziger verwaschener Klangteppich. Da wirkt das 9 Jahre ältere „Purpurrot"-Album" um Lichtjahre moderner - vermutlich weil dieses von Armand Volker und Bernie Staub, „Schatten" hingegen von Stefan Zauner abgemischt wurde. Vielleicht liegt hier auch ein Grund für den schwachen Verkaufserfolg.