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Schatten des Geistes: Wege zu einer neuen Physik des Bewußtseins
 
 
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Schatten des Geistes: Wege zu einer neuen Physik des Bewußtseins [Gebundene Ausgabe]

Roger Penrose
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 588 Seiten
  • Verlag: Spektrum Verlag; Auflage: 1 (18. September 1995)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3860252607
  • ISBN-13: 978-3860252604
  • Größe und/oder Gewicht: 21,2 x 13,2 x 4,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 523.454 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Neue Zürcher Zeitung

Literatur

Schatten des Geistes

lft. In den achtziger Jahren wurde die aufsehenerregende Entdeckung gemacht, dass es die in den klassischen Raumgruppen der Kristallographie nicht auftretende Fünfersymmtrie auch in der unbelebten Welt gibt. Die Deutung dieses Phänomens lag in der Form von Penroses Parkettierungstheorie fixfertig vor: «Penrose-Tiling» ist zu einem allgemein bekannten Begriff geworden. Fast nur von Fachleuten geschätzt sind andererseits Penroses Beiträge zur Kosmologie und zur Physik der Schwarzen Löcher. Dass Penrose nun über eines der schwierigsten Probleme überhaupt – nämlich das Bewusstsein – ein voluminöses Buch schrieb, zeugt von erheblichem Mut. Sicher ist es an der Zeit, dass diesem Thema solide wissenschaftliche Grundlagen gegeben werden. Es besteht ja kein Grund anzunehmen, dass das Bewusstsein nicht auch eine jener a priori nicht voraussehbaren Qualitäten ist, die sich bei steigender Quantität der Neuronen und der Komplexität ihrer Verschaltung ergeben. Vom Verständnis dieses Phänomens sind wir aber noch sehr weit entfernt. In diesem Buch versucht Penrose, auf Grund der Quantentheorie, der Gödelschen Logik und der künstlichen Intelligenz eine Physik des Bewusstseins herzuleiten. Eine zentrale Rolle spielt dabei das eigentümliche Konzept einer Quantenkohärenz in den Mikrotubuli des Zytoskeletts. Ob sich Penrose nicht allzu viel vorgenommen hat?

Aus der Welt der kleinen Schiffe

lft. Schiffsmodelle, die in jeder Hinsicht dem Original möglichst ähnlich sein sollen, werden seit Jahrhunderten gebaut und gesammelt. Doch erst der von Friedrich-Karl Peltzer entwickelte Massstab 1:1250 erwies sich als ideal, weil damit selbst ein Supertanker handlich bleibt und der im Vergleich winzig anmutende Hafenschlepper ohne Mikroskop realitätsgetreu gestaltet werden kann. Das von Peltzer ersonnene und von seiner Firma Viking Modellbau 1936 kommerzialisierte Konzept ist ebenso genial wie einfach: das nur die Überwasserstrukturen wiedergebende Originalmodell kann in einem beliebigen Material gebaut werden, solange es sich mit Silicongummi abformen lässt; in diese Form giesst man die Kopien in Blei ab. Puristen bauen von null auf, Hobbysammler kaufen Rohmodelle und bemalen sie liebevoll, der schnelle Weg zu einer Flotte führt über den Kauf kompletter Miniaturen. Es gibt kaum ein Schiff – von der Bronzezeit bis heute –, das nicht im Massstab 1:1250 nachgebildet worden wäre. Zu den besten Kennern dieser Materie gehört der Autor und Herausgeber des vorliegenden Buches, der seit seiner Kindheit selbst Schiffsminiaturen baut und sammelt. Dieses Werk über die kleinen Schiffe konzipierte Horst Krönke u. a. als Hommage auf Peltzer und Viking; darum wird der Werdegang des Unternehmens eingehend geschildert. Daneben erhält der Leser, Modellbauer und Sammler aus der Feder echter Profis eine Fülle von Information über die Technik der Miniaturen sowie des effektvollen Ausstellens und Photographierens. Die zahlreichen Photographien in Schwarzweiss und Farbe bezeugen die Schönheit und Realitätsnähe der «kleinen Schiffe».

Wissenschaft

in der globalen Herausforderung

lft. Der vorliegende Band enthält die Vorträge an der in Hamburg abgehaltenen 118. Versammlung der Gesellschaft Deutscher Naturforscher und Ärzte (GDNÄ). Im Gegensatz zu den meisten anderen gelehrten Gesellschaften ist die GDNÄ hochgradig interdisziplinär. Weil ihre Mitglieder in den verschiedensten Bereichen der Naturwissenschaften zu Hause sind, werden die Vorträge als Übersichtsreferate bestimmter Disziplinen der aktuellen Forschung konzipiert und sind darum jedem Interessierten zugänglich. Dem allgemeinen Verständnis förderlich sind auch die zahlreichen, z. T. vierfarbigen Abbildungen. Das Generalthema der Hamburger Tagung war «Wissenschaft in der globalen Herausforderung». Die Beiträge aus Physik, Chemie, Biologie, Medizin und Erdwissenschaften zeigen auf packende Weise, wie sich die Naturwissenschaften den heutigen, globalen Herausforderungen stellen und wie sie auf die bedrängenden Fragen unserer Zeit auch Antworten finden. Die tatsächliche Lösung der Probleme setzt aber Veränderungen im Verhalten der Menschheit voraus. Dabei tangiert man die Sphäre der Emotionen, wo mit rationalen Argumenten leider wenig auszurichten ist.

Körpersprache, Gesten und Gebärden

bz. Nicht immer verwenden wir gesprochene Sprache, um uns verständlich zu machen. Bevor sie sagen können, was sie wollen, zeigen kleine Kinder auf den begehrten Gegenstand und schauen einen auffordernd an. Diese Geste bedeutet weltweit dasselbe. Das kann nicht von allen von uns verwendeten Gesten gesagt werden. Ein anerkennendes «o. k.», bei dem der Daumen und der Zeigefinger einen Ring bilden, ist in Frankreich eine Beleidigung; ein hochgestreckter Daumen als Antwort auf die Frage «Wie viele?» im lärmigen Restaurant lässt den Kellner in Japan oder in den USA gleich fünf Biere abzapfen und nicht eines, wie wir das eigentlich andeuten wollten. Rund 600 solcher Gesten, Fuss- und Beinhaltungen oder Gesichtsausdrücke werden hier in Wort und Bild beschrieben. Manche verwendet man ungewollt und verrät damit auch, was man eigentlich lieber verschwiegen hätte. Neben der Bedeutung, der geographischen oder ethnischen Verbreitung und einer Beschreibung der Ausführung der Geste wird auch eine Erklärung versucht, wie die Geste entstanden ist. Das Ganze ist ein vergnüglicher und lehrreicher Dictionnaire.

Der paradoxe Eierkocher

tlu. Wie funktioniert eigentlich ein Jo-Jo, oder warum lassen sich Weinflaschen leichter öffnen, wenn der Korken beim Herausziehen gedreht wird? Beim Lesen des vorliegenden Buches wird einem deutlich, wie schnell man sich an alltägliche Gebrauchsgegenstände gewöhnt, ohne sich weiter zu wundern, wie sie genau funktionieren. Anhand einer bunten Vielfalt von Aufsätzen zeigt Bürger, der sich als Autor von physikalischen Spielereien versteht und dessen Beiträge regelmässig im «Bild der Wissenschaft» sowie im «NZZ Folio» zu lesen sind, dass es beim genaueren Hinsehen von uns längst bekannten Alltagsgegenständen viel Überraschendes zu entdecken gibt. Auf verlockende Weise führt der Autor den Leser jeweils in ein Gedankenabenteuer ein, fordert ihn dabei stets zum mitdenken auf, und liefert schliesslich zu den einfachsten Vorgängen die physikalischen Hintergründe, inklusive dazugehörender Formeln.

Das Märchen von elfenbeinernen Turm

lft. Als Assistent, Kollege und Nachfolger von Wolfgang Pauli hat Res Jost die theoretische Physik an der ETH Zürich jahrzehntelang auf entscheidende Weise geprägt. Seine grundlegenden Beiträge zur mathematischen Formulierung der Quantenfeldtheorie gelten als Klassiker. In den letzten zwanzig Jahren beschäftigte er sich intensiv mit den epistemologischen Grundlagen, der Ethik und der Geschichte der Physik. Er hat zu diesen Themen zahlreiche Essays verfasst und bei vielen Gelegenheiten darüber vorgetragen. Der grösste Teil dieser Reden und Aufsätze wird im vorliegenden Buch zum erstenmal einem breiten, naturwissenschaftlich interessierten Leserkreis zugänglich gemacht. Obwohl sie in den siebziger und achtziger Jahren verfasst wurden, haben diese Essays nichts von ihrer Frische eingebüsst, denn sie behandeln die Entwicklung und den oft verschlungenen Lösungsweg grundlegender Probleme der modernen Physik. Jost hat sie äusserst gekonnt und mit profundem Wissen in Funktion der damit verbundenen Forscherpersönlichkeiten dargestellt. Von besonderer Faszination waren für ihn natürlich Einstein und Planck, aber auch Mach, Boltzmann, Gauss und Faraday. Seine Analyse des hässlichen und peinlich anmutenden Streits, den der mathematikfeindliche Goethe mit dem längst verstorbenen Newton ausfocht, gehört zu den Höhepunkten dieses Buches.

Kurzbeschreibung

Ein fiktiver Dialog mit einem intelligenten Roboter illustriert in diesem Buch von Penrose, warum er Maschinen keine menschlichen Geistesgaben zutraut - es sei denn, die Maschinen werden nach einer völlig neuen Physik konstruiert. Wie 'Computerdenken' ist 'Schatten des Geistes' ein faszinierender und vieldiskutierter Beitrag zum Thema Geist und Bewußtsein.


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Die Argumente von Roger Penrose gegen die künstliche Intelligenz sind die schwerwiegensten die bisher diskutiert wurden, da sie auf mathematischen bzw. physikalischen Ableitungen beruhen. Alle anderen Argumente gegen die KI aus dem Bereich der Geisteswissenschaften sind dagegen leicht zu widerlegen bzw. gar nicht erst ernst zu nehmen. Penrose selbst zählt zu den intelligentesten Physikern, daher sind seine Argumente gut durchdacht. Er geht davon aus, dass menschliches Denken nicht restlos auf algorithmische Vorgänge reduziert werden kann. Da er aber andererseits nicht an irgendwelche mystischen oder gar gottgegebenen Substanzen in unserem Kopf glaubt, wie das die Dualisten tun, sucht er die Lösung in einer nichtalgorithmischen Physik, die wir noch nicht kennen.
Den Zugang zu dieser Physik sieht er über quantenmechanische Vorgänge in den Microtubuli des Stützgewebes der Nervenzellen. Die Mehrzahl der Neurobiologen lehnt diese Vorstellung jedoch ab. Ein Grund dafür ist auch, dass sich quantenmechanische Verschränkungen im Bereich der elektromagnetischen Wechselwirkung in einem sehr niedrigen Energiebereich abspielen, so dass diese Vorgänge extrem störanfällig z.B. gegenüber äußeren elektromagnetischen Feldern wären. Das sollte dazu führen, dass z.B. bei Untersuchungen mit Kernspintomographen Störungen der Denkprozesse auftreten, was jedoch nicht beobachtet wird.

Sein Argument, dass z.B. mathematische Beweisführungen nicht restlos auf algorithmisches Denken zurückgeführt werden können, ist inzwischen ins Wanken geraten. So hat 1996 das theorembeweisende Programm EQP von William McCune, das auf einem Rechner des Argonne National Laboratory lief, einen Beweis für ein Problem der Booleschen Algebra (Robbins Hypothese) geliefert, nach dem 60 Jahre lang Mathematiker vergeblich gesucht hatten.

Aber unabhängig davon ob er nun Recht behält oder nicht, kann man ihn genau genommen schon jetzt aufgrund eines entscheidenden Satzes aus seinem Buch von der Liste der KI-Gegner streichen. So schreibt er in Kap. 1.10:

Ansicht C (seine Ansicht) lässt jedoch die Möglichkeit zukünftiger wissenschaftlicher Entwicklungen offen, die zur Konstruktion von neuartigen Apparaten führen könnten, die vielleicht echte Intelligenz und Bewusstsein haben.
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