Nachdem ich den ersten Band gelesen hatte und ihn ziemlich fantasierreich und spannend fand, hab ich mich natürlich auch an diesen gemacht.
Doch was für eine Enttäuschung!! Wer mehr fabelhafte Wesen, weitere Deteils und Abenteuer im traumhaften Land Glenraven erwartet hat, wird sehr enttäuscht werden!!
Die Fortsetzung kann es mit ihrem Vorgänger bei weitem nicht aufnehmen. Die handelnden Figuren sind blässlich, man kann sich nicht in sie hineinversetzen. Der Anfang beginnt mit viel Trouble - doch überraschender Weise nicht im Geringsten spannend. Die Story erscheint lustlos aus meheren Ereignissen zusammengestücktelt. Ein Wesen aus dem Land Glenraven hat es sich in den USA gemüchtlich gemacht und spinnt dort böse Pläne - was völlig fehl am Platz und größtenteils sogar wie ein Schlechter Witzt rüberkommt. Ein haufen komischer Fantasygeschöpfe, die man sich nach den mickrigen Beschreibungen unfreiwillig wie Plüschtiere vorstellen muss, fahren in einem Van über den Highway - angeführt von einer jungen Frau, die vor dunklen Gestalten flieht und zusammen mit ihren "Haustieren" Zwischenstopps in irgendwelchen Hotels macht. Eine meiner Meinung nach geschmacklose Idee, die auch noch ungemein schlecht umgesetzt wird.
Viele Menschen sterben, es gibt mehr als ein Blutbad - doch ach, mann schleppt sich dennoch gelangweilt von einer Seite zur anderen, bis man endlich die letzte geschafft und von einem teilweise geschmacklosen Ende überrascht worden ist.
Bei diesem Buch sollte man sich ernstahft fragen, ob die Autoren Zimmer Bradley (von der ich besseres gewöhnt bin!) und Lisle dieses Buch aus Marketinggründen oder schier aus langer Weile verfasst haben.
FAZIT: Glenravenfans sollten die Finger von "Im Schatten der Burg" lassen, wenn sie nicht enttäuscht werden wollen. Die Fortsetzung kommt dem ersten Band nicht nur inhaltlich, sondern auch von der Schreibweise her nich hinterher.