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Scharfe Stiche könnte auch Scharfe Schnitte heißen. Denn der Krimi der preisgekrönten Autorin spielt in der Welt der Schönheitschirurgie. Der Mann, der der mörderischen Tramperin aufgesessen ist, ist Professor für plastische Chirurgie. Als man ihm nach seinem Treffen mit der Frau im roten Sommerkleid an Eingang seiner Privatklinik findet, liegt er in einem schäbigen Plastiksack, grausam zugerichtet, mit angenähten Schweineohren. Ein merkwürdiger Fall für Kommissarin Beate Stein, die natürlich sofort im gar nicht kleinen Kreis der Kunstfehler des Professors fahndet. Und dann ist doch alles ein bisschen anders als vermutet...
Sabine Deitmer erzählt Scharfe Stiche mit scharfen Schnitten, die die Perspektive auf die Handlung in rasantem Tempo wechseln. Das macht sie wirklich meisterhaft. Selbst denen, denen die Welt der Schönheitschirurgie egal ist, werden von dem Krimi begeistert sein. -- Isa Gerck -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
Vor dem Eingang einer Privatklinik liegt in einem aufgerissenen Müllsack eine gruselig zugerichtete Leiche: Dem Toten wurden die Ohren abgeschnitten und Schweineohren angenäht.
Er war Schönheitschirurg, ein Meister seines Faches. Die Ermittlungen von Kommissarin Beate Stein konzentrieren sich auf die Opfer des Professors, Frauen, die sich durch eine Operation verschönern wollten und enttäuscht wurden.
Ein spannender Kriminalroman der Extraklasse aus der Feder einer der besten deutschsprachigen Krimiautorinnen und ein schonungsloser Blick hinter die Kulissen der Schönheitschirurgie.
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Fazit: Sabine Deitmer behandelt in ihrem neuesten Roman ein hochaktuelles Thema: Die Schönheitschirurgie und ihre möglichen Folgen - und nicht nur aus optischer Sichtweise, sondern auch die Seele betreffend.
Der Handlungsaufbau ist exzellent und die Spannung lässt nicht lange auf sich warten.
Die Kommissarin Beate Stein ( Lesern schon bekannt aus den Romanen "Kalte Küsse", "Dominante Damen" und "Neon Nächte" ) ist sehr sympathisch und lebensnah gezeichnet. Regelmäßig und beeindruckend in das Romangeschehen eingearbeitet ist die Tat aus Sicht der Täterin - oder handelt es sich doch um einen Mann?
Der entscheidende Hinweis, der zur Klärung des Falles führt, wirkt ein wenig konstruiert und arg zufällig - dieses mindert letztendlich den bisher sehr gelungenen Handlungsaufbau aber nur unmerklich.
Leider aber tauchen diese Zufälligkeiten, an die keiner so recht glauben mag, zum Ende hin vermehrt auf - zwar nur diskret, aber bemerkbar. Auch der Plot leidet etwas darunter.
Das ergibt in seiner Gesamtheit "nur" 4 Sterne für diesen insgesamt sehr guten deutschsprachigen Kriminalroman.
"Ich werde alle Frauen so schön machen, wie du es bist!"
Es grüßt - Reinhard Busse
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