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Scharaden
 
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Scharaden [Taschenbuch]

Walter Satterthwait , Gunnar Kwisinski
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 413 Seiten
  • Verlag: Goldmann; Auflage: 1. (1. September 2005)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3442450268
  • ISBN-13: 978-3442450268
  • Größe und/oder Gewicht: 18 x 11,4 x 3 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 505.384 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Walter Satterthwait
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Ein charmanter 20er-Jahre-Krimi mit viel Witz und Hintersinn.

Berlin 1923: Die beiden Londoner Detektive Phil Beaumont und Jane Turner sollen ein missglücktes Attentat auf Hitler im Tiergarten aufklären. Ihre Ermittlungen führen sie nicht nur durch die Berliner Halbwelt, sondern auch nach Bayreuth und München. Als Phil und Jane merken, dass sie von ihren Auftraggebern für politische Zwecke missbraucht werden, machen sie sich umso entschlossener auf die Suche nach den wahren Hintergründen - und geraten dabei selbst in tödliche Gefahr ...

Klappentext

"Stets besonderen Lesegenuss bereiten die Romane und Krimis des US-Kosmopoliten Walter Satterthwait. Er ist ein Meister eleganten Sprachstils und geistreicher Dialoge."
BücherBund

"Walter Satterthwait schreibt so gut, dass man ihn kaum ausreichend würdigen kann!"
The Houston Chronicle

"Satterthwaits Bücher sind spannend, intelligent und ironisch in einem."
Münchner Merkur


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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
11 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Im Europa der Zwanziger Jahre sind zwei Pinkerton-Detektive dienstlich unterwegs. Er, Phil Beaumont, Amerikaner; sie, Jane Turner, Engländerin. Phil als Erzähler, Jane als Briefeschreiberin, schildern den Lauf der Handlung aus ihrem jeweiligen Blickwinkel. So erleben wir ein Stück Zeitgeschichte mit berühmten Persönlichkeiten, welche gern auf die Schippe genommen werden, aber durchaus respekt-, liebe- und verständnisvoll, mit einem Wort: gentleman-like.

Erste Station („Eskapaden“): ein Normannenschloss in England (Charaktere: Madame Sosostris, Medium; Arthur Conan Doyle; Harry Houdini, Lord Bob und Lady Purleigh, Lord Reginald, Gespenst).
Zweite Station („Maskeraden“): Paris (Charaktere: Hemingway, Gertrude Stein, Joyce, Satie, Picasso, Agatha Christie).
Dritte Station („Scharaden“): Frankfurt, Berlin, München, Bayrischer Wald.

Schluss mit lustig!

Hitler beauftragt die Detektei Pinkerton, ein Attentat auf ihn bei einem geheimen Treffen mit General von Seeckt, Oberbefehlshaber der Deutschen Reichswehr, im Berliner Tiergarten aufzuklären. Jane und Phil unter Nazis, Freikorps und der Familie Wagner. Langweiler und Widerlingen sie alle, armselig und pervers. Ihr Lebenselexier ist der Hass auf die Juden. Ihr Nationalismus Größenwahn und Vernichtungswille. „Alle. Alle hassen die Juden.“ (Jane Turner) Schon die Kinder, auch die Frauen (hallo, Feminstinnen, nehmt euch doch mal ein Beispiel an Klaus Theweleit), auch die Soldaten, die Freikorps, die Komponistenfamilie, der Hellseher und der Harvard-Absolvent. Letzterer ist Putzi Hanfstaengl, in den Vereinigten Staaten ein sehr bekannter Überläufer, wer kennt ihn bisher bei uns? Eine schillernde Figur, ebenso wie der Hellseher Erik von Dinesen, beide nicht nur Nazi-Freunde.

Geben wir dieses Buch unseren Jugendlichen zu lesen. Es zeigt den Judenhass der Nazis in all seiner Widerwärtigkeit.

Gut lesbar und verständlich geschrieben, die Sache auf den Punkt gebracht, ohne die ausländischen Sympathisantenkreise zu vergessen. Also bitte sehr: Lesen!

Und keine kleinliche und vor allem unwahre Krittelei, bitte, liebe Mitrezensentinnen!

1. Was ist so unwahrscheinlich daran, dass Leute mit Bildung der englischen Sprache mächtig sind, oder zwei, die in englischer Kriegsgefangenschaft waren, oder ein Portier?
2. Berlin war die Billig-Metropole der Zeit. Für die, die genug hatten, war da auch ein Auto inbegriffen. Das macht Verkehr!
3. Ist Hitler Ihnen zu wenig oder zu arg pervers dargestellt? Sie meinen, er sei ein „ganz normaler“ (?) Nazi?
4. Verwirrt es nicht allzu sehr, denkt man bei der Rezension eines Buches ständig an den nächsten „Tatort“? Wird da doch aus dem Fernsprechapparat von Wachtmeister, Kommunist und Technikfreak Hans Müller zauberhafter Weise ein Fernsehapparat! (Bitte nochmal lesen: Seite 271, Zeile 17, und dann noch mal von vorn!)

Viel Vergnügen!

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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Attentat in Berlin 19. September 2005
Von Nicole Franke VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Taschenbuch
Dies ist das dritte Buch, nach "Eskapaden" und Maskeraden", mit den Pinkerton-Ermittlern Phil Beaumont und Jane Turner, doch leider erreicht dieser Band zu keiner Zeit die hochklassige Spannung und das tolle Geschichtsniveau seiner Vorgängerbücher. Vielmehr dümpelt die Handlung so dahin und die Schlußaufklärung ist absolut lahm. Lediglich der witzige Erzählstil, die teilweise köstlichen Personenbeschreibungen und die stellenweise eingestreute Situationskomik verleihen dem Werk einige positive Akzente.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Mehr als ein Krimi ... 3. Oktober 2005
Format:Taschenbuch
Deutschland im Mai 1923: Die Londoner Detektive Phil Beaumont und Jane Turner sollen ein missglücktes Attentat in Berlin aufklären. Der Name des Opfers sagt den Ermittlern nichts. Es ist der Politiker Adolf Hitler. In deutscher Politik kennen sich beide nicht aus. Gut, dass dessen Partei einen amerikanischen Auslandspressechef hat. Putzi Hanfstaengl nimmt die Ermittler unter seine Fittiche, erklärt geduldig die innenpolitische Lage, die Zielsetzung der NSDAP und relativiert, was Beaumont und Turner zunehmend zu schaffen macht: den offenkundigen Antisemitismus der Parteimitglieder und -anhänger.

„Scharaden" ist natürlich in ersten Linie ein Krimi, und ein spannender dazu. Aber dieses Buch ist weitaus mehr, und es leistet weitaus mehr. Walter Satterthwait, der uns schon einige historische Größen so überaus menschlich nahebrachte, hat mit diesem Roman über die Anfänge des Aufstiegs Adolf Hitlers viel gewagt und alles gewonnen, allem voran den großen Respekt seines deutschen Publikums. Ihm ist mit diesem Buch gelungen, woran unsere Geschichtslehrer kläglich scheiterten: uns mitzunehmen auf die Reise in die jüngere deutsche Geschichte der Weimarer Republik, uns einzuladen in das Spannungsfeld der Zwanziger Jahre und uns Menschen in Erinnerung zu rufen, die die deutsche Kultur - trotz aller nationalsozialistischen Bestrebungen - nachhaltig geprägt haben. „Scharaden" ist darüber hinaus eine Hommage, eine zarte, ja, zärtliche Hommage an die Opfer der Nazi-Diktatur, und es ist Walter Satterthwait in höchstem Maße anzurechnen, dass er ihnen stellvertretend zwei Namen gibt: den jüdischen, Sarah Cohen, und den deutschen, Hans Müller.

Gänzlich ohne Kritik bleibt aber auch diese Besprechung nicht: Bier, lieber Walter, ist nicht gleich Bier. Ob das bayrische das Beste ist, bleibt der Diskussion freilich anheim gestellt. Dass Beaumont aber ein erschreckend unwissender Ami ist, soweit es das deutsche Brauereiwesen betrifft, wird ihm unter seinen deutschen Fans einigen Abbruch tun. Die weiblichen biertrinkenden Leser mögen sich immerhin damit trösten, dass er offensichtlich noch weitere, nicht zu verachtende Qualitäten hat ...

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