Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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23 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Bombastisch!!!, 30. Oktober 2008
"Wunder lassen sich nun mal nicht wissenschaftlich erklären."
(Aslan Kondrashow, turkmenischer Physiker; Seite 272)
Die bisherigen Rezensionen machen sowohl eine erneute Wiedergabe von Aufbau und Inhalt, sowie eine Vorstellung der Protagonisten entbehrlich. Im folgenden soll daher die auf einer umfangreichen Recherchearbeit basierende Detailvielfalt exemplarisch näher betrachtet werden:
Stellvertretend für alle Sachbücher zum Thema nennt die Autorin in ihrem Nachwort Peter Krassas "Tunguska. Das rätselhafte Jahrhundertereignis" (1995) als eine Quelle aus der sie geschöpft hat (S. 394). Geschickt macht Martina André ihren Protagonisten Leonard Michael Schenkendorf zu einem Schüler Nikola Teslas (1856 - 1943), dem Pionier auf dem Gebiet des Wechselstroms. Bei einem Praktikum in Teslas Laboratorien bei Shoreham, Long Island (NY) hatte Leonard Einblick in dessen Erkenntnisse und Erfindungen, wie einem ihm benannten Transformator, der "Violet Wand", des ersten Radiosenders (Wardenclyffe Tower) und der weltweit ersten Fernsteuerung gewonnen. Daneben läst sie Albert Einsteins spezielle Relativitätstheorie (S. 494), ebenso einfließen wie die Äquivalenz von Masse und Energie (S. 302).
Die Romanfigur Aslan Kondrashow lässt sie als "Dschadiden", d. h. einen Anhänger der westlich orientierten, progressiven Emanzipationsbewegung, der im Zarenreich (und danach in der UdSSR) unterdrückten zentralasiatischen Völker auftreten. (S. 272). Mit Andrej Semjonowitsch Lenov, dem Sicherheitschef der "GazCom" und vormaligen Oberst des Geheimdienstes, sowie dem lupenreinen Oligarchen Sergej Sergejewitsch Bashtiri erweckt die Autorin gewollt Assoziationen an die Verhältnisse im realen Postkommunismus. Die beschriebenen tungusischen Ureinwohner, auch Ewenken genannt (S. 163) sind auch bis in die Gegenwart hinein zum Großteil schamanische Animisten geblieben. Die bereits 1887 gegründete Allgemeine Elektricitäts-Gesellschaft (AEG) findet auf Seite 26 Erwähnung.
Leider haben sich auch drei kleine sachliche Fehler, die bei einer Gesamtbewertung jedoch nicht ins Gewicht fallen, eingeschlichen. Während auf Seite 193 mit dem Begriff "Whiskey" dessen mögliche Herkunft (Irland oder USA) offen bleibt, gibt es keinen "schottischen Whiskey" (S. 363), sondern "Whisky". Die Formulierungen "Es war Donnerstagabend....W. praktizierte wie jede Woche, seine bescheidene Feier zum beginnenden Shabbat" (S. 234) und "Der nächste Tag war ein Freitag.....und ihn plagte kein Gewissen, weil er mit seiner Arbeit die Gesetze des Shabbat missachtete" (S. 252) lassen außer acht, dass Shabbat der Samstag ist und daher erst mit der Dämmerung am Freitag einsetzt. Während die Beschreibungen "Heliumbeimischung" (S. 359) und "Wasserstoff-Heliumgemisch" (S. 360) korrekte physikalische Begriffe sind, kann es kein "Helium in der dreifachen Verbindung mit Wasserstoff und Ammoniak" (S. 443) geben, denn das Edelgas verfügt über eine gesättigte Elektronenwolke und kann daher keine chemische Verbindung eingehen.
Zwei Landkarten, das in "Historischen Teil" und "Gegenwart" gegliederte Personenverzeichnis und eine Begriffserklärung runden das Gesamtbild dieser in mehrerer Hinsicht bombastischen Lektüre ab. Besonders hervorzuheben ist noch, dass es dem Verlag "rütten & loening" dieses Mal gelungen ist, ein das Thema treffendes Buchcover zu präsentieren.
Mit ihrem dritten Roman hat sich Martina André nunmehr als die "Meisterin des historisch-technisch-mystischen Thrillers" etabliert. 5 Amazonsterne für ein Feuerwerk, das auch den internationalen Vergleich nicht zu scheuen braucht.
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10 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Das Rätsel von Tunguska neu erzählt!, 4. September 2009
Sommer 2008: Ein Team von Wissenschaftlern, darunter auch die Geophysikerin Dr. Viktoria Vanderberg, bricht nach Russland auf, um das Phänomen von Tunguska zu erforschen. Als Viktoria und ihr Kollege Sven Theisen im nahegelegenen See einen Tauchgang unternehmen, kommt es zu einer Explosion, bei der Viktoria ans Ufer geschleudert und dort halbtot von Leonid Aldanov, Nachfahre von Schamamen, gefunden wird. Dieser rettet ihr das Leben und verliebt sich in Viktoria, was schon bald auf Gegenseitigkeit beruht. Kurz darauf werden die Beiden in die gefährlichen Machenschaften eines korrupten und reichen Russen hineingezogen, der noch eine Rechnung mit Leonid offen hat.
Die Geschichte beginnt mit dem Leben von Leonard von Schenkendorff, einem deutschen Studenten der Elektromechanik, der in St. Petersburg studiert und hier in die Geschehnisse der russischen Unruhen Anfang des 20. Jahrhunderts hineingerät. Immer wieder wechselt die Autorin die Erzählstränge zwischen Gegenwart und Vergangenheit, sodass man zunächst das Gefühl erhält, zwei unterschiedliche Geschichten zu lesen. Erst nach und nach werden einem die Zusammenhänge zwischen diesen beiden bewusst. Die Wechsel sind jedes Mal äußerst geschickt gelegt und enden natürlich immer genau an der spannendsten Stelle, sodass ein Weiterlesen unumgänglich ist.
Die Geschichte rund um das Geheimnis von Tunguska hat Martina André sehr spannend und auch absolut logisch angelegt. So verschmilzt sie hier altes schamanisches Wissen mit den Kenntnissen der Wissenschaft Anfang des 20. Jahrhunderts. Gleichzeitig baut sie das damalige Geschehen geschickt in ihre Geschichte rund um Viktoria und Leonid ein und die Informationen, welche man über das Geheimnis von Tunguska erhält, sind geschickt und unterhaltsam eingearbeitet.
Wie bereits in ihren anderen Büchern gelingt es Martina André auch dieses Mal wieder mühelos, den Charakteren der Geschichte fast augenblicklich Leben einzuhauchen und so entwickelt man sehr schnell Sympathien und Antipathien für die einzelnen Figuren und taucht regelrecht in die Geschichte ein. Allerdings bedient sich die Autorin hier gerne mal dem einen oder anderen Klischee. So sind die Russen in der Geschichte durchweg korrupt, bestechlich, trinkfest und ein Menschenleben zählt nicht viel für sie. So zeichnet sie mit der Figur des Bashtiri ein Bild, wie man sich einem typischen neureichen Firmenchef vorstellt. Äußerst mysteriös und geheimnisvoll sind jedoch die Charaktere der Familienangehörigen von Leonid angelegt und es ist immer wieder bewundernswert zu lesen, mit welcher stoischen Ruhe die Erwenken (Ureinwohner dieses Gebietes) sich die Übergriffe der Russen gefallen lassen und ihnen auf ihre Art Kontra bieten.
Die Geschichte ist von Anfang an schlüssig umgesetzt und durchweg spannend erzählt und der flüssige, lebendige und sehr unterhaltsame Schreibstil von Martina André sorgt dafür, dass man das Buch wirklich nur ungern aus der Hand legt.
Ihr neuer Roman mit dem Titel Die Teufelshure erscheint am 12. Oktober 2009.
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15 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Mystisch und superspannend, 6. Oktober 2008
Mit dem Buch "Schamanenfeuer"führt Frau Andree die Reihe ihrer superspannenden Thriller weiter. Wie gewohnt, spielt auch dieses Buch wieder auf zwei Zeitebenen, 1907 und 2008 und zwar in einem kleinen Ort in Sibirien. Zentrales Thema ist das Geheimnis um Tunguska.Im Jahre 1907 ist dort, in der Nähe des Ortes Vanavara, ein riesiger Krater entstanden, über dessen Entstehung sich die Wissenschaftler bis heute streiten. Ein Meteoriteneinschlag ist eine Theorie, genauso wie die Landung eines außerirdischen Raumschiffes.
Martina Andree hat auf der Grundlage historischer Begebenheiten ihre eigene fiktive Geschichte geschaffen , die sich spannend und interessant lesen läßt.
2008 reist ein deutsches Geologenteam nach Sibirien, um dort mit anderen Wissenschaftlern dem Geheimnis von Tunguska auf die Spur zu kommen. Finanziert wird das Ganze von einem russischen Industriemagnaten, der unter dem See, der mittlerweile in dem Trichter entstanden ist, riesige Gasvorkommen vermutet.Bei ihren Forschungen entdecken die Wissenschftler allerdings Dinge, die lieber unentdeckt geblieben wären und so gerät das Ganze aus dem Ruder.
Superspannend und atemlos liest sich der neue Thriller dieser Schriftstellerin, die die Geschichten der Gegenwart immer wieder mit den Geschehnissen der Vergangenheit abwechseln lässt und somit ein Höchstmaß an Spannung und eine Sogwirkung beim Leser hervorruft.
Außerdem erfährt der Leser viel über das Schamenentum und dessen Kraft und Mystik, das in einem so großen und naturgewaltigen Land wie Sibirien sein Zuhause hat.
Mir hat dieses Buch sehr sehr gut gefallen und ich empfehle es gerne weiter und hoffe auf noch weitere so spannende Bücher, wie die, die Frau Andree bisher geschrieben hat.
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