Taslima Nasrins Werk "Scham, Lajja" ist eine haarsträubende Erzählung über die Gewalttaten, die an der hinduistischen Minderheit Bangladeshs ausgeübt wurden. Von literarischem Standpunkt aus betrachtet verdient das Buch keinen Stern, schriftstellerische Qualitäten sind ihm kaum zuzusprechen. Doch darum geht es nicht in diesem Werk. Es ist vielmehr eine Dokumentation. Von radikalen Moslemführern wurde kurz nach Erscheinen des Buches der Tod der Autorin gefordert, wegen angeblicher Blasphemie. Die 'Fatwa' wurde über sie verhängt und ein Kopfgeld ausgesprochen. Taslima Nasrin lebte daraufhin vier Jahre lang in Europa und den Vereinigten Staaten im selbsterwählten Exil. Ende 1998 kehrte sie unter falschem Namen nach Bangladesh zurück, was eine neue Welle von Protest unter den radikalen Geistlichen auslöste. Nach den neuen Morddrohungen tauchte sie abermals unter. Das Buch beantwortet auch die Frage, warum Hindus in Bangladesh nicht einfach zum Islam übertraten oder nach Indien flohen. Es ist ein Muß für alle, die sich mit dem Land Bangladesh auseinandersetzen. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)