Kurzbeschreibung
Grossen Unternehmen werden heute oft Nachteile nachgesagt: Sie seien langsam und schwerfällig, ihre Bürokratie behindere den Wertschöpfungsprozess, sie seien innovationsschwach usw.
Vor diesem Hintergrund kann es sich für kleine Betriebe lohnen, Kooperationen zur Lösung solch strategischer Probleme einzugehen. In den letzten Jahrzehnten wurde in diesem Zusammenhang besonders der Virtuellen Unternehmung viel Aufmerksamkeit geschenkt, der zunächst mit übersteigerter Euphorie begegnet wurde, inzwischen jedoch äusserste Skepsis entgegengebracht wird.
Die Schaltbrettunternehmung stellt die konzeptionelle Weiterentwicklung der Virtuellen Unternehmung dar, indem sie ihre Stärken adaptiert, aber ihre Schwächen zu überwinden versucht. Sie verkörpert einen Unternehmungstyp, der zur Erstellung von Produkten oder Dienstleistungen den Grossteil der Aktivitäten arbeitsteilig von einem Netzwerk von Subunternehmungen bezieht und sich auf die Koordination und Abwicklung konzentriert. Der Nachfrager hat so den Eindruck, die Marktleistung "aus einer Hand" zu erhalten.
Über den Autor
Dipl.-Kaufm. Dipl.-Wirtsch.-Päd. Victor A. Tiberius ist Geschäftsführer einer Mittelstands-Holding und Verwaltungsratsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Unternehmensführung. Er studierte Wirtschaftswissenschaften an der Universität Potsdam (Grundstudium) und Betriebswirtschaftslehre und Wirtschaftspädagogik an der Wissenschaftlichen Hochschule Lahr (Hauptstudium). Er blickt auf diverse Buch- und Zeitschriftenveröffentlichungen zum Thema Unternehmensführung zurück und ist Mitherausgeber der Zeitschrift für Management.
Prof. Dr. Martin Reckenfelderbäumer ist seit dem 1. April 2001 Inhaber des Lehrstuhls für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre mit dem Schwerpunkt Marketing sowie seit dem 1. April 2004 Prorektor für Lehre an der Wissenschaftlichen Hochschule Lahr (WHL) . Er studierte an der Ruhr-Universität Bochum Wirtschaftswissenschaft (Abschluss als Diplom-Ökonom im Jahre 1989). Im Jahre 1994 folgte gleichfalls in Bochum die Promotion mit einer Arbeit zum Thema Prozesskostengestütztes Marketing-Accounting im Dienstleistungsbereich. Im Mai 2000 wurde er an der Fakultät für Wirtschaftswissenschaft der Ruhr-Universität habilitiert und erhielt die Venia Legendi für das Fach Betriebswirtschaftslehre (Thema der Habilitationssschrift: Zentrale Dienstleistungsbereiche und Wettbewerbsfähigkeit). Daneben ist Prof. Reckenfelderbäumer Autor des Buches Entwicklungsstand und Perspektiven der Prozesskostenrechnung (2. Aufl. 1998) sowie zahlreicher weiterer Veröffentlichungen, wobei die Themengebiete Marktorientierte Unternehmensführung, Dienstleistungsmanagement, Marketing-Controlling und Pro-zesskostenrechnung zu den Schwerpunkten zählen. Prof. Reckenfelderbäumer ist Gutachter für die Zeitschriften "Die Unternehmung", "Marketing ZFP", "Zeitschrift für Betriebswirtschaft" und "Zeitschrift für Management".