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Schall und Wahn (Limited Special Edition) Limited Edition

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Produktinformation

  • Audio CD (22. Januar 2010)
  • Anzahl Disks/Tonträger: 1
  • Format: Limited Edition
  • Label: Vertigo Berlin (Universal Music)
  • ASIN: B002ZHIPTE
  • Weitere Ausgaben: Audio CD  |  Vinyl  |  MP3-Download
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (60 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 120.149 in Musik (Siehe Top 100 in Musik)

 
1. EURE LIEBE TÖTET MICH
2. EIN LEISER HAUCH VON TERROR
3. DIE FOLTER ENDET NIE
4. DAS BLUT AN MEINEN HÄNDEN
5. MACHT ES NICHT SELBST
6. BITTE OSZILLIEREN SIE
7. SCHALL UND WAHN
8. IM ZWEIFEL FÜR DEN ZWEIFEL
9. KEINE MEISTERWERKE MEHR
10. STÜRMT DAS SCHLOSS
11. GESANG DES TYRANNEN
12. GIFT

Produktbeschreibungen

Amazon.de

Der einst in der heutigen Bundeshauptstadt lebende David Bowie schuf mit Brian Eno in den 70er Jahren mit den epochalen Alben Low, Heroes und Lodger eine Berlin-Trilogie. Der Begriff fällt nun auch im Zusammenhang mit Tocotronic, denn nach Pure Vernunft darf niemals siegen und Kapitulation weist auch Schall und Wahn Bezüge zu Berlin auf: Hier wurden alle drei Alben der vom Diskurs-Rock zum mehr poetischen Pop geschwenkten Gruppe aufgenommen, hier wurde Gitarrist Rick McPhail als zweiter Gitarrist vollwertiges Bandmitglied und vor allem liefen alle Werke durch das Mischpult vom Produzenten Moses Schneider. Mit ihm wurden die herb-charmanten, krachigen, dilettantischen und bisweilen hölzern wirkenden Songs eleganter, vielschichtiger und musikalisch spannender - auch wenn die Tocos schon auf ihrem weißen Album Tocotronic andeuteten, dass sie anders können. Textlich stand das Quartett um Songschreiber Dirk von Lowtzow eh jenseits allen Zweifels. So wie auch Ton Steine Scherben irgendwann aufhörten Parolen wie „Macht kaputt was euch kaputt macht“ zu formulieren, so verzichten auch Tocotronic nun vermehrt auf Schlagworte. Die Band, die nicht nur Teil einer Jugendbewegung sein wollte, sondern eine Jugendbewegung rekrutierte, ist nämlich erwachsen geworden in Bild, Ton und Sprache. Es macht Spaß, die zwölf abwechslungsreichen Stücke zu hören. Reicht das Spektrum doch vom ausufernden und 8-minütigen „Eure Liebe tötet mich“ in bester Crazy-Horse- und Grunge-Manier zu feinem Pop, von rumpelnden Rock zu Streichern-Arrangements des Komponisten Thomas Meadowcroft wie Bläser-Passagen von Ebba Durstewitz und Jakobus Siebels (JaKönigJa). Epen und Eruptionen, alles ist dabei. Die Texte sollen andere in stundelangen Analyse-Treffen sezieren und interpretieren, aber die akustischer Chamber-Pop-Nummer „Im Zweifel für den Zweifel“ ist große Lyrik. Ein flammender Appell, nicht immer den so bequemen und angstfreien Weg des geringsten Widerstandes zu gehen. - Sven Niechziol

motor.de

Mit "Schall Und Wahn" legen Tocotronic erneut das beste Album ihrer Karriere hin und erschaffen ein freudvolles ‚Ja' als Gegenentwurf zum euphorischen ‚Nein' des Vorgängers "Kapitulation".
Immer wieder erwartet man den Rückschritt, das Konsolidieren, die nicht so umwerfende Tocotronic-Platte. Für viele gab es nach dem 2007 veröffentlichten Opus Magnum "Kapitulation" keine offenen Fragen mehr. Dieses Meisterstück verbrüderte die ruppigen Anfangstage mit dem symphonischem Pop der letzten Jahre. Vielleicht überrascht es deswegen, dass Dirk von Lowtzow, Arne Zank, Jan Müller und Rick McPhail mit "Schall Und Wahn" ein noch perfekteres Studioalbum vorlegen. Der Abschluss ihrer so genannten "Berlin-Trilogie".
Im Gegensatz zur gewollten Gleichförmigkeit und Homogenität der beiden Vorgänger, schlittert "Schall Und Wahn" immer wieder von einem Extrem ins nächste: Wenn die Gitarren Pause haben, drängeln sich Streicher in den Vordergrund; wenn sich Stille in Lärm verflüchtigt, erheben laute Chöre ihre Stimmen und dazu nölt, jubiliert, fasziniert Dirk von Lowtzows nahezu perfekter Gesang. Das schrecklich Schöne daran: Tocotronic wirken über die gesamte Distanz dieses famosen Liedermarathons so leichtfüßig, als gelinge ihnen das ganz nebenbei.
Eine Vermutung, deren Bestätigung sich textlich durchaus finden lässt: "Was du auch machst/ Mach es nicht selbst/ Auch wenn du dir/ Den Weg verstellst", lautet die erste Passage der aktuellen Single "Mach Es Nicht Selbst" - ein Stück, das Lowtzow im Dämmerzustand während eines Urlaubs am Comer See geschrieben hat. Wie bezeichnend, wenn auch nur eine von vielen Anekdoten für diese unbeschreiblichen Songs. Was so ziemlich das Einzige ist, was mit jeder neuen Tocotronic-Platte schwerer wird: Erfolgreiche Bemühungen, um Worte für das zu finden was die Band musikalisch und inhaltlich veranstaltet.
Doch über Musik schreiben ist wie zu Architektur tanzen, stellte Frank Zappa einst fest. Recht hat er, "Schall Und Wahn" mutet wie der Turm zu Babel an und ist dank Mystik und Mythos unerklärbar. Tocotronic kann dies egal sein, ihr neuntes Album ist einmal mehr ihr bestes.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von junior-soprano TOP 500 REZENSENTVINE-PRODUKTTESTER am 19. September 2010
Format: Audio CD
Schall und Wahn ist bisher das erste Tocotronic-Album, das ich komplett gehört habe. Davor waren sie mir mehrfach positiv aufgefallen, etwa mit dem grandiosen Pure Vernunft darf niemals siegen oder Jackpot.
Herbert Grönemeyer hatte sich mal in einem Interview darüber beklagt, dass bei deutschsprachiger Popmusik immer nur die Texte im Vordergrund der Kritiker stehen würde. Das war Jahre bevor Tocotronic den Durchbruch geschafft hatten. Und Schall und Wahn ist eben nicht nur wegen der poetischen Lyrik, sondern auch dank der musikalischen Qualität und Abwechslung und des Schönklangs des Gesangs ein hervorragendes Album. Wir sind Helden machen ähnlich gute Musik, Silbermond und Juli sind weit davon entfernt.
Der Rock am Ring Auftritt 2010 hat mich wieder in meinem Vorurteil bestätigt, dass Tocotronic immer noch etwas steif, elitär und blasiert wirken. Ein Lied wie "Im Zweifel für den Zweifel" eignet sich dann auch hervorragend um Tocotronic-Skeptiker davon zu überzeugen, dass das hier Studentenrock von Kritiker-Lieblingen ist, der sich für was besseres hält. Ganz anders aber die erste Single Macht es nicht selbst, die extrem eingängig und konsensfähig ist. "Heim- und Netzwerkerei stehlen dir nur deine Schöne Zeit." Das ist nir nur wahr, sondern auch sehr witzig und auf den Punkt gebracht. All die vielen Blogs und anderen Internetprojekte, die so viel Zeit, Geld und Mühe verschlungen haben, nur um dann von niemandem gelesen zu werden.
Crazy Horse und Grunge gibt es hier bei einigen Songs zu hören, so hiess es in diversen Kritiken. Mehr brauche ich als Nirvana- & Neil Young-Fan nicht zu wissen, um mein Interesse für dieses Album zu wecken. Und ich wurde nicht enttäuscht.
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9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von AS am 13. September 2012
Format: Audio CD Verifizierter Kauf
Klar, ein gutes Album. Smart und so weiter. Kritiker sind begeistert. Und wer was anderes sagt hat es eben nicht verstanden. Trotzdem Einspruch: Natuerlich soll sich eine Band weiterentwickeln und ich will auch nicht nur plump nach den 'alten' Protesthymnen schreien und 'frueher war alles besser' rufen, ABER ... ich hab genug von Zauberwald und Mystik und dunklen Maechten. Ich sag's frei heraus: ich will das alte Toco-Feeling wieder. Den originellen Witz. Den unperfekten Sound. Die scharfsinnige Beobachtung. Den weniger vergeistigten Habitus. Und ich finds schrecklich, dass hier schreiben zu muessen, weil Toco natuerlich eigentlich doch die geilsten sind und bleiben. Aber diese Platte, naja ... vielleicht ja naechstes Mal ...
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10 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Franz Sternbald am 23. Januar 2010
Format: Audio CD
Mit Schall&Wahn beendenden Tocotronic ihre Berlin-Trilogie. Die Stücke kommen eingängig daher, Dirk von Lotzow säuselt auf der Platte wie er es Live wahrscheinlich nicht hinbekommen wird und die Melodien glänzen durch Vielschichtigkeit. Alles beim Alten, alles neu. Vor jedem Erscheinen eines Tocotronic-Albums fragt sich die geneigte Hörerschaft wie das letzte Album wohl zu toppen sei oder zumindest: was kommt denn als nächstes? Und: jedesmal wird man überrascht.
Dieses Album jedoch weist erstaunlich viele Parallelen zu den vergangenen beiden Produktionen auf. Mit "Stürmt das Schloss" erscheint ein Titel, der ebenso signifikante Überschneidungen zu "Sag alles ab" aufweist, wie "Gesang des Tyrannen" zu "Mein Prinz". Ein neuer Aufguss oder etwas wirklich Neues? Selbst kopiert oder neu erfunden? Es fällt schwer diese Frage zu beantworten, auf jeden fall passt Schall&Wahn einen stimmigen Abschluss der Berlin-Trilogie. auf die Live-Version von "Bitte oszillieren sie" kann man auf jeden Fall gespannt sein. "Ein leiser Hauch von Terror" und "Keine Meisterwerke mehr" sind als echte Rocknummern ebenfalls der Vorfreude wert.
Die Ausgewogenheit des Albums wird durch die ruhigen Stücke "Das Blut an meinen Händen", "Eure Liebe tötet mich" und "Die Folter endet nie". Alles insgesamt sehr stimmig, spannend und wahnsinnig gut. Der Kauf der limitierten Edition versteht sich für Fans von selbst, Buttons, Poster und Aufkleber sind nett gemacht. Eine absolute Kaufempfehlung!
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46 von 60 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von D. Rühl am 22. Januar 2010
Format: Audio CD
Die Extras der Limited Special Edition sind:

zwei Buttons
zwei Poster
fünf Aufkleber
(Booklet und natürlich die CD)

(Das sagt nichts über die Qualität der Musik aus, da aber noch keine Angaben über den Inhalt der Special Edition verfügbar waren, dieser Post)
1 Kommentar War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein Feedback senden...
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Format: Audio CD
Als Fan der ersten Stunde dieser Ausnahme- Indie- Band aus deutschen Landen, freue ich mich, in dieser Rezi wieder weitgehend positiv über diese neue Scheibe von Tocotronic berichten zu können.

Jüngere Hörer, die die Band vorher noch nicht gekannt hatten, sondern z.B: nur von "Pure Vernunft darf niemals siegen" her kannten, und der Band mit diesem Album z.B. noch eine Chance geben wollten, wurden bestimmt nicht enttäuscht.
Denn mit vorliegendem Album, das es zurecht bis auf Nr. 1 der Album- Charts in Deutschland geschafft hat (wenn es dann auch wieder relativ schnell abstürzte), ist der Indie- Band aus Hamburg nochmal ein ziemlich eindrucksvolles Meisterwerk gelungen.

Nachdem die Band, die geniale Alben in den 90ern herausgebracht hatte ("Digital ist besser", "K.O.O.k"), in den 2000er- Jahren lange für viel Verstimmung und Unverständnis bei der traditionellen Anhängerschaft gesorgt hatte, bewies die Band 2007 mit der Scheibe "Kapitulation" zwar einen neuen, dafür aber gereiften Sound, womit auch viele junge, neue HÖrer gewonnen werden konnten. Das Experimentieren neuer Sounds (und dem weiterhin relativ unkritischen Folgen des langjährigen Vorbilds Jochen Distelmeyer) hatten sich also bezahlt gemacht (zumindest in finanzieller - aber meines Erachtens durchaus auch in künstlerischer - Hinsicht!). Auch die Annäherung an populäre Bands wie "Ramstein" oder manchmal auch Xavier Naidoo (diese Bands haben in den letzten Jahren ja tatsächlich viele andere beeinflusst!), und Jochen Distelmeyer bleibt man auch hier noch treu (z.B. textlich), scheint sich zum Glück inzwischen aber etwas mehr von ihm und seiner in den letzten Jahren etwas traurigen Entwicklung gelöst zu haben!
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