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Schalck-Golodkowski: Der Mann, der die DDR retten wollte [Broschiert]

Frank Schumann , Heinz Wuschech
3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
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Kurzbeschreibung

13. Juni 2012
Alexander Schalck-Golodkowski war formal Staatssekretär und Chef des Bereichs Kommerzielle Koordinierung im Ministerium für Außenhandel, tatsächlich war er einer der wichtigsten Unterhändler in den deutsch-deutschen Beziehungen. 1983 besorgte er mit der Hilfe von Franz Josef Strauß Milliardenkredite für die DDR. Viel ist über ihn und seine Rolle geschrieben und gemutmaßt worden, und auch seine eigenen Auskünfte ließen brisante Fragen offen. Die Geschichten von und über Schalck in diesem neuen Buch geben exklusiv Antwort.

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Schalck-Golodkowski: Der Mann, der die DDR retten wollte + Honecker privat: Ein Personenschützer berichtet + Letzte Aufzeichnungen
Preis für alle drei: EUR 40,85

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Produktinformation

  • Broschiert: 192 Seiten
  • Verlag: edition ost; Auflage: 1 (13. Juni 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3360018419
  • ISBN-13: 978-3360018410
  • Größe und/oder Gewicht: 20,8 x 12,4 x 1 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 119.372 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Über den Autor

Frank Schumann, Jahrgang 1951, gründete mit 40 den Verlag edition ost und verlegte u. a. Ulbricht, Honecker, Krenz, Mies. Er sprach als einziger deutscher Journalist rund 40 Stunden mit Margot Honecker. Das Interviewbuch »Zur Volksbildung« wie auch Erich Honeckers »Letzte Aufzeichnungen. Für Margot« platzierten sich im Frühjahr 2012 in allen wichtigen Bestsellerlisten. Heinz Wuschech, Jahrgang 1933, Sportmediziner und Chirurg, behandelte nicht nur Schalck-Golodkowski, als ­dieser steckbrieflich gesucht wurde, sondern ist seit über einem halben Jahrhundert einer seiner besten Freunde. 2012 berichtete Wuschech über seine Erfahrungen als Sportmediziner im spotless-Buch »Weißkittel und Wunderwaffe«.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Interessante Rückblende 6. Juli 2012
Von Falk Müller TOP 100 REZENSENT
Format:Broschiert
In dem Buch erfährt man natürlich nochmal viele Details über die Ereignisse, mit denen man den Namen Schalck-Golodkoski verbindet. Also etwa, wie er 1983 den Milliardenkredit mit Strauß eingefädelt hat. Oder das berühmte Sonderkonto 0628, über welches Erich Honecker persönlich verfügte, und auf dem 1989 immerhin noch 2.2 Milliarden DM sich befanden. Mit diesem Devisenkonto sollten übrigens vor allem Waren aus dem westlichen Ausland importiert werden um sich die Zuneigung und Gefolgschaft der Bevölkerung zu sichern. So wurden etwa 1976 800000 Paar Schuhe gekauft und 1981 10000 Mazda-Autos.

Man erfährt aber auch Dinge durch das Buch, die bisher kaum bekannt sind, und an denen Schalck-Golodkowski auch beteiligt war. Etwa wie ein Treffen zwischen Erich Honecker und Kanzler Helmut Schmidt in Bernau bei Berlin organisiert werden sollte. Loki Schmidt, die Frau des Kanzlers, war nämlich 1944 wegen der Bombardierung von Hamburg zu einer Tante nach Bernau gezogen, dort hatte sie 1944 einen behinderten Sohn zur Welt gebracht, welcher im Februar 1945 starb und bei Bernau beerdigt wurde. Die DDR - Organe hatten dies herausgefunden und man hielt ein Treffen dort für denkbar, was aber dann doch nicht stattfand. Es sind solche und andere Anekdoten, die das Buch zu einer interessanten Lektüre machen.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
5.0 von 5 Sternen Privater Persilschein ... 19. Februar 2013
Format:Broschiert
... durch den Leibarzt und Freund von Alexander Schalck-Golodkowski (ASG) - das Buch ist nicht viel mehr. Aber auch nicht weniger. Dr. Heinz Wuschech stellt ASGs Wirken in geschichtliche Zusammenhänge. Die Erinnerung an Bekanntes und die - mindestens für mich - Vermittlung neuer interessanter Fakten über die Aktivitäten "hinter den Kulissen" der Bundesrepublik und der DDR ist die größte Stärke des Buches. Gerade weil sie so konträr zur öffentlich wahrgenommenen Politik der beiden deutschen Staaten waren. Deshalb ist das Buch lesenswert.

Allerdings muss man m. E. zwei Dinge bei der Lektüre beachten.

Erstens: Wenn ein Freund über einen Freund schreibt, ist das selten oder nie ganz objektiv. Insofern werden manche Dinge auch ein wenig positiv überhöht. Quasi als belletristisches Plädoyer vor einem imaginären Gericht. Das im Hinterkopf kann der Leser die Fakten sicherlich richtig wichten.

Zweitens: Dr. Wuschech selbst war Teil des "Apparates", wenn auch in scheinbar unpolitischer Position. Insofern wird ASG durchaus auch als Medium der (Selbst)rechtfertigung benutzt.

Bisweilen gerät das grotesk. Es wird einerseits die Presse der Bundesrepublik als unglaubwürdig, weil wegen wirtschaftlicher Zusammenhänge interessengeleitet, dargestellt. Andererseits verwenden die Autoren gerne "Spiegel"-Zitate, wenn sie der eigenen Argumentation dienen könnten.

Keinerlei Unrechtsbewusstsein scheint sich bei den Autoren zu regen, wenn sie z. B. über die privilegierte medizinische Versorgung im ZK und Politbüro schreiben. Da wird die Anfertigung von Prothesen für ZK-Funktionäre "beim Klassenfeind" selbstverständlich und lediglich als grandioses Organisationswerk des Firmen- und Personennetzes um ASG beschrieben (Fakt im Buch), während die normalen Menschen in der DDR z. B. nicht ausreichend mit Dialysegeräten (meine wahrgenommene Realität) versorgt worden sind. Nicht einmal andeutungsweise regen sich dort moralische Zweifel. Nicht einmal mit dem Abstand von mehr als 20 Jahren. Es grenzt schon an Unverschämtheit, die scheinbar selbstverständlichen Privilegien der "hohen Herren" ins Verhältnis zu setzen zu der heutigen Unbotmäßigkeit mancher DAX-Vorstände o. ä. Kein Zweifel, die sind heute unverschämt. Nur waren ja die Funktionäre und ihre Helfer - mithin auch ASG - der Überzeugung, die moralisch und ethisch besser denkenden und handelnden Menschen zu sein. Dafür kann man dann wieder Dr. Wuschech dankbar sein: Sein Buch schafft es, davon genau das Gegenteil zu beweisen!
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4.0 von 5 Sternen Schalck-Golodkowski 21. Januar 2013
Von Helfried
Format:Broschiert|Von Amazon bestätigter Kauf
Das Buch ist interessant und eröffnet neue Einsichten zu dem Leben und Treiben des DDR- Devisenbeschaffers. Allerdings ist die Betrachtungsweise des einen Autors , der ein Freund von Schalck- Golodkowski war, aufgrund dieser Beziehung mit der nötigen Distanz zu sehen. Wenn man sich auch noch mit anderen Darstellungen befaßt, die die sicher vorhandenen weiteren Facetten von Schalk- Golodkowski beleuchten, so kommt man dem wahren Bild von diesem Mann möglicherweise erheblich näher. Allein mit diesem Buch wirkt das Bild zu rund.
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