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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Gelungen;, 12. Juli 2008
Rezension bezieht sich auf: Der Schal der immer länger wurde (Gebundene Ausgabe)
Erschütternd. Eigentlich gehört das Buch in Hände erwachsener Menschen. Die sich ihrer Verantwortung bewußt werden sollten, welchen Schaden sie an einer Kinderseele verursachen. Ein sehr gutes Buch für Kinder. Aber traurig. Es ist sehr weltlich. Ohne ein wirkliches "Happy End". Inhalt: der Vater ist Alkoholiker; die Mutter ohne nutzen für den Jungen. Die gesamte Familie wird beherrscht. Bis die Mutter eine Entscheidung trifft. (Nicht der Suchtkranke!) Er gewinnt aus der Stärke der Frau. Das Kind, das die Mutter braucht um wirklich sorglos sein zu können. Um KIND sein zu können. Ohne Schuld und Last und Verantwortung für den Vater. . . . Es sind so viele Aspekte in dem Buch deutlich gemacht worden, daß jeder Mensch, der es in Händen halten darf, versteht, wie schlimm eine Sucht in der Familie wütet. DANKE an alle.
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14 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Wirklich schön gemacht, 20. Februar 2006
Rezension bezieht sich auf: Der Schal der immer länger wurde (Gebundene Ausgabe)
"Der Schal, der immer länger wurde" entwickelt sich zu einem Geheimtipp in allen Kindergärten und Bibliotheken. Es ist soviel ich weiß das einzige Bilderbuch auf dem internationalen Markt, das sich mit der Problematik eines Kindes beschäftigt, das in einer Alkoholikerfamilie groß wird. In Deutschland leben alleine 6 Millionen Kinder in diesem Problemfeld. Der Text ist einfach und klar und die Geschichte ist sehr empathisch aus der Sicht eines Kindes, das seinen alkoholkranken Vater liebt. Die Illustrationen sind hervorragend. Die Kompositionen der Bilder mit dem Text sind meisterhaft. Mir gefällt besonders, wie das Magische und Unheimliche und auch das Hoffnungsvolle mit den Farben unterstrichen wird. Ich denke, Kinder wie Erwachsene spricht das Bilderbuch sehr an Das ist literarische Therapie für Kinder vom Feinsten. Ich kenne nichts besseres.
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5.0 von 5 Sternen
Der Vater, der Sohn und der Schnaps - fast ein Therapiebuch, 14. Januar 2012
Rezension bezieht sich auf: Der Schal der immer länger wurde (Gebundene Ausgabe)
Dieses Bilderbuch zum Thema "Alkoholismus" mutet den Betrachtern einiges zu: Ein kleiner Junge erzählt von seinem Vater, den er sehr liebt. Weil er mit seinem Sohn Sandburgen baut, als starkes Pferd im Zirkus trabt oder ein witziger Clown sein kann. Doch der Vater hat zwei Gesichter, er verändert sich und wird gewalttätig. Das Kind bekommt Angst vor dem Vater, es entwickelt Schuldgefühle, weil sein Papa immer mehr Alkohol trinkt. Dargestellt wird die Situation einer kleinen Familie, die sich mit den Suchtproblemen des Mannes auseinandersetzen muss. Der Schluss ist hoffnungsvoll, denn der Vater ist in eine Klinik gegangen. Die Mutter und der Sohn besuchen ihn, er ist auf einem guten Therapieweg. Symbol für die Alkoholsucht ist ein Schal, der immer länger wird. Mit diesem Bild kann Kindern geholfen werden, über die Probleme mit alkoholkranken Verwandten zu sprechen. So kann dieses Bilderbuch fast eine therapeutische Wirkung erzielen, wenn Erwachsene - Eltern, Erzieherinnen, Lehrerinnen - von ähnlichen Situationen in ihrer Familie, in ihrer Kindergartengruppe oder in ihrer Klasse betroffen sind. Die Geschichte entwickelt Empathie für Kinder und Erwachsene in solchen schwierigen Lebensverhältnissen. Das Autoren-Trio legt ein anspruchsvolles Buch vor, in dem der einfache und klare Text durch ausdrucksstarke Bilder verstärkt wird. Die Stimmungen der drei Beteiligten wird durch die Farbkomposition erschreckend deutlich wiedergegeben. Die Illustratorin verwendete für den Gegensatz von fröhlichem Spiel und Angst vor der Sucht das ganze Farbspektrum von hellen und dunklen Tönen. Kein einfaches Unterhaltungsbuch - eher schon ein Therapiebuch für Kinder und Erwachsene.
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