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Produktinformation
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Jonathans Beziehung zu Amanda ist eben in die Brüche gegangen, und er ist ins winterlich kalte und schneesturmgebeutelte Chicago gekommen, weil sein alter Freund Bash ihm hier einen Posten in einer Computer-Firma verschaffen konnte. Er zieht vorübergehend in ein heruntergekommenes Haus, das sogenannte Kenilworth Arms. Cruz ist ein Dealer aus Miami mit einer besonderen Nase für Koks, der einige Zeit seinem jähzornigen Boss nicht über den Weg laufen sollte, wenn er noch eine Weile leben will. Auch er ist neu in der Stadt und will nur übergangsweise in diesem Mietshaus wohnen. Als ein Kind aus dem Haus vermisst wird, führt der Zufall die beiden Männer und die Prostituierte Jamaica zusammen. Sie nutzen die Situation zu ihren Gunsten und entwenden dem Chicagoer Drogenboss Bauhaus zwei Kilogramm Kokain, um es auf eigene Rechnung zu verhökern. Vor allem Jamaica und Cruz hoffen, mit dem Geld ihre Vergangenheit hinter sich lassen zu können.
Bietet alleine dieser Plot schon genug Spannung, so genügt Schow das noch nicht: Das Kenilworth Arms lebt, es öffnet und schließt seine Mauern, blutet und verschlingt hin und wieder einen Bewohner. Als ein Kilogramm Kokain sich durch einen Lüftungsschacht im Haus verbreitet, bringt die aufputschende Wirkung der Droge das Gebäude zu außergewöhnlicher Aktivität.
David J. Schow vermengt in diesem Roman aus der Drogenszene eines Chicagoer Vororts geschickt Elemente des Thrillers mit einer originellen Variante der klassischen Geisterhausgeschichte. Seine lebendigen Protagonisten sind keine Strahlemänner mit weißer Weste, ermöglichen dem Leser aber eine Identifikation, da Schow seinen Personen doch viel Aufmerksamkeit widmet, seien es die handlungstragenden oder "nur" die Nebenfiguren. Gute Horror-Unterhaltung, die einige spannende Lesestunden garantiert. --Boris Koch -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
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der klappentext versprach nichts gutes. es spukt in einem heruntergekommenen haus in chicago ..? und als drogen in einen fahrstuhlschacht geworfen werden, dreht das haus vollkommen durch und das tor zur hölle öffnet sich..? autor ist der drehbuchautor, der auch mist wie texas chainsawmassacre 3 zu verantworten hat ..?
dennoch das buch ist einfach toll, die horrorgeschichte wird in meinen augen fast zur nebensache, wenn schow mit dem amerikanischen traum abrechnet, von dem dreck, dem käuflichen sex, den drogen und der kriminalität einer amerikanischen grossßstadt erzählt. allein die - vermeintliche - rahmengeschichte (dealer will seinen boss betrügen) wäre schon ein toller roman, aber als sich dann auch noch das tor zur hölle öffnet, wird das buch wirklich zum (horror-)meisterwerk ...
diesen tollen roman muss der horrorfreund einfach gelesen haben!
Teilweise erinnert die Idee des Buches an Brian Lumleys Welten, und teilweise erinnert Schows Härte und sein präzises Vorantreiben des bösen Plots an Richard Laymon, der mehr als dreißig Bücher geschrieben hat, in Amerika nur in einer privaten Reihe erscheint (weil er so böse ist) und von den Engländern verehrt wird. Es ist schön, daß es noch mehr Leute gibt, die so schreiben.
Großer Dank an den Blitz-Verlag und seine Edition Metzengerstein, die dieses verlorene Stück aus dem Sumpf der Horrorliteratur herausgeholt haben. Wie immer das Original ist (you can't get it, out of print, and if you could, please, send it to me), die Übersetzung hat Witz und hängt sich nicht an deutschen Wortknoten auf.
Und zum Schluß: das Cover. Voll ins Herz getroffen, es paßt perfekt zum Buch.
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