Banaschak stellt erstmals in einer westlichen Sprache eine detaillierte, systematische Materialsammlung zu der Frage vor, ob Schach nicht vielleicht in China entstanden sein könnte. Mit der Mehrheit der westlichen Autoren hält er jedoch eine Übernahme aus dem indischen Raum, etwa im 8., 9. Jh., für wahrscheinlicher. Er verfolgt ausserdem die Entwicklung der faszinierenden Spielvarianten des chinesischen Schachs, die großteils auch im koreanischen Schach zu finden sind. Das japanische Schach wiederum weist interessante Eigenheiten auf, die Einflüsse aus Südostasien denkbar erscheinen lassen. Über das Spiel in dieser Region (Thailand, Vietnam, ...) erfährt man allerdings bedauerlicherweise wenig. Infolge des trockenen, wissenschaftlichen Stils nicht ganz leicht zu lesen, bietet sich das Buch vor allem als Grundlage für weitere Forschungen an. Für historisch interessierte Schachfreunde ist es aber auf jeden Fall eine willkommene Gelegenheit, Bildungslücken über das Spiel in Ostasien zu schliessen.