Das höchste liturgische Fest der Zuni steht bevor, und zwei Jungen sind verschwunden, ein Zuni und ein Navajo. Die Leiche des jungen Zuni wird bald entdeckt, offensichtlich wurde er mit einer Machete ermordet. Erklären kann sich diesen Mord niemand, weder die Zuni- noch die Navajo-Tribal-Police. Außerdem ist der Freund des Jungen verschwunden, der Navajo George Bowlegs, und den soll Lieutenant Joseph Leaphorn nun suchen. Leaphorn, ein ausgesprochener Systematiker und hervorragender Spurenleser, trifft bei seiner Suche auf religiöse Bräuche von Navajos und Zuni, auf eine archäologische Ausgrabungsstätte, eine Hippie-Kommune usw. und stößt bald auf weitere Rätsel und Widersprüche. Bald bemerkt er, dass außer ihm noch jemand den Jungen sucht. Das Mordmotiv wird ihm erst sehr spät klar, zu spät, wie er befürchtet...
Die Spannung ergibt sich für den Leser diesmal auch dadurch, dass Leaphorn ein wichtiges Detail entgeht, und nun wartet man, wann er endlich draufkommt. Obwohl man schon vor Leaphorn eine vage Idee hat, wie der Fall gelöst werden könnte, bleibt der Krimi spannend, denn, Motiv hin oder her, Leaphorn muss den Jungen noch rechtzeitig finden.
Auch in diesem Krimi setzt Tony Hillerman das Lokalkolorit der Zuni- und Navajo-Reservate gekonnt ein und zeichnet - neben der spannenden Krimihandlung - ein beeindruckendes, realistisches Bild vom Leben der Indianer heute, ganz ohne Sozialromantik und Western-Versatzstücke.