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Dat Schönste am Wein is dat Pilsken danach: Die wunderbare Welt des Ruhrpotts
 
 

Dat Schönste am Wein is dat Pilsken danach: Die wunderbare Welt des Ruhrpotts [Kindle Edition]

Konrad Lischka , Frank Patalong
4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)

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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

„Eine sehr amüsante, pointierte Hommage ans Ruhrgebiet und seine Bewohner. Ideal für alle Pottler und Fans von schön derbem Humor.“ Men‘s Health

"Mit ihrem Buch "Dat Schönste am Wein is dat Pilsken danach" ist den beiden ein lebensnahes Buch gelungen - und eines der besten Bücher über das Ruhrgebiet." Die Welt

Elke Heidenreich zu "Dat Schönste am Wein is dat Pilsken danach" aus der WDR4-Sendung "Bücher, vom 2.12.2011:

"Sie beschreiben diese faszinierende Mischung aus Arbeiterwelt und Ruhrtriennale, aus Currywurst und Kultur kenntnisreich, unterhaltend und so, dass sich das ganze Buch wie eine einzige Liebeserklärung an eine ebenso geschundene wie faszinierende Gegend liest. Else Stratmann kennt vieles wieder!!!"

"Das Buch beschäftigt sich sehr liebevoll mit dieser Region und beschreibt, was daran so besonders ist. Für alle, die da leben, ein Genuss zu lesen!"

Kurzbeschreibung

Der Ruhrpott - Hochöfen, Kohle und Stahl haben wir vor Augen, wenn wir daran denken. Rußverschmierte Kumpels, Currywurst und Bier, und die ersten Gastarbeiter Deutschlands. War+s das? Spätestens nach der Kulturhauptstadt 2010 ist klar: Esbrodelt! Die Kulturszene begeistert, Architektur und Landschaft ziehen Scharen von Besuchern an. Der Pott ist cool und salonfähig geworden. Oder sind das wieder nur Klischees? Konrad Lischka und Frank Patalong kramen in Erinnerungen undentdecken ihre Heimat neu. Sentimental, melancholisch, aber auch mit viel Sinn für Ironie und Deftigkeit - eben typisch Ruhrpott - zeigen sie uns die Einzigartigkeit des Reviers und seiner wunderbaren Bewohner.

Produktinformation

  • Format: Kindle Edition
  • Dateigröße: 1703 KB
  • Seitenzahl der Print-Ausgabe: 273 Seiten
  • ISBN-Quelle für Seitenzahl: 378572439X
  • Verlag: AMM; Auflage: 2 (11. November 2011)
  • Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
  • Sprache: Deutsch
  • ASIN: B00611PX86
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: #99.033 Bezahlt in Kindle-Shop (Siehe Top 100 Bezahlt in Kindle-Shop)

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5.0 von 5 Sternen Wunderbare Liebeserklärung ans Ruhrgebiet 31. Dezember 2011
Von Stefanie
Format:Gebundene Ausgabe
"Man kann den Ruhri in sich nie ganz ablegen" heißt es am Ende des Buches von Lischka und Patalong, aber jemandem, er noch nie im Ruhrgebiet erklären, warum es da so wunderbar ist, ist ein schweres Stück Arbeit. Jemand, der wie ich Anfang des Jahres aus dem Ruhrgebiet nach München gezogen ist, bekommt beim Lesen unsägliches Heimweh. Jemand, der in München wohnt und noch nie in Essen, Oberhausen oder Bottrop war, wird beim Lesen sicher ein wenig neugierig auf diese immer noch unterschätzte Region, mit ihrer ganz eigenen Schönheit und eigenem Charme.

Die Autoren sprechen alle Klischees an, von Zechen über Brieftauben bis Autobahn, erklären was dran ist am Klischee und warum es so besonders und wunderbar ist im Ruhrgebiet. Ein bisschen Reiseführer, ein bisschen Comedy und Witze erzählen, ein bisschen Geschichtsbuch, ganz viel Liebeserklärung.

Nach der Lektüre hat man wohl immer noch nicht wirklich verstanden, warum das Ruhrgebiet jetzt so toll ist, aber man bekommt Lust, hinzufahren und sich das einmal anzugucken. Und wenn man dann auf dem Gasometer steht oder am Tetraeder oder im Gdanska sitzt oder am Bratwursthäuschen, mit Wein oder mit Pilsken, dann merkt sie jeder, die Faszination Ruhrgebiet. Ein Goldstück, dieses Buch!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Mittelständler über den Pott 7. Januar 2012
Format:Gebundene Ausgabe
Die Mischform dieses Buches begeistert. Erzählerische Sachgeschichten lassen auch den in die Seele des Ruhrgebietes und seiner dort meist nicht angestammten Bewohner blicken, die keinen inneren Bezug zu dieser Widersprüche nicht vereinenden Region haben. Die beiden Autoren versuchen zwar, mit Klischees aufzuräumen, transportieren sie aber auf der nächsten Seite weiter. Sie beschreiben die ausbeuterischen Strukturen des Arbeitslebens von früher, die "an das Lehnswesen im Mittelalter" erinnerten, gewinnen dem aber vorher viele Vorteile ab. Man fühlt nach, dass sie die Zeit der Blüte des größten Industriegebiets Deutschlands nicht persönlich miterlebt haben. Nur darum zieht sich durch den Text der Spruch "Geh mich wech mit som Kokolores". Sie schreiben als ausgewanderte Mittelständler "uns Pöttler", was ein im Ruhrgebiet gebliebener Mensch nie sagen würde. Sie haben es geschafft. Kinder aus der Arbeiterklasse wurden Zeitschriftenredakteure. Ein wenig liest es sich zwischen den Zeilen so: Vom Amboss zum Hammer geworden. Trotz dieser für viele Bewohner des Ruhrgebietes bis heute eingebildet wirkenden etwas abgehobenen Schreibe ist dieses Buch sehr empfehlenswert. Die am Ende gegebenen Tipps für Touristen machen es noch wertvoller.
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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Ich bin in einem Ausläufer des Ruhrgebiets aufgewachsen, in einer kleinen Arbeiterstadt namens Werdohl im Sauerland, stark geprägt von der örtlichen stahlverarbeitenden Industrie, maßgeblich entstanden durch die lokale Förderung von Eisenerz und den Bau der Eisenbahn-Ruhr-Sieg-Strecke, mit der man besonders einfach und günstig Kohle aus dem Ruhrgebiet anliefern konnte. Etliche Konzerne wie Krupp und Thyssen hatten stahlverarbeitende Tochterunternehmen in der Stadt und somit war auch das Bild von Werdohl ' ähnlich wie die des Ruhrgebiets ' stark geprägt von Gastarbeiterkolonien und einem eher ' nun ja ' arbeiterkulturellem Ambiente. Sprachlich rutschten natürlich auch Teile des Ruhrpotts bei uns rein, und damit meine ich nicht nur den Dialekt. Und somit sind mir die zitierten Ruhrpottanekdoten in 'Dat schönste am Wein is dat Pilsken danach' von Konrad Lischka und Frank Patalong natürlich nicht wirklich fremd, ganz im Gegenteil. Es fühlt sich auch für mich schaurig heimelig an. Schaurig deshalb, weil die Kultur des Ruhrgebiets (und auch meiner Geburtsstadt) so immens geprägt ist von der kurzfristig angelegten Stahl- und Kohleindustrie, den darin lebenden Menschen und deren geltenden Regeln und Ritualen. Traurige, stinkende Industrielandschaften und doch ganz viele einfache Menschen mit einem weichen Herzen am rechten ' äh Verzeihung ' linken Fleck.

Doch 'die wunderbare Welt des Ruhrpotts' ' so der Untertitel des Buches der beiden Spiegel Online Redakteure ' gespickt voller amüsanter aber auch tieftrauriger Geschichten, ist nicht nur für solche Menschen interessant, die dort oder in der Nähe aufwuchsen und noch heute leben. Dieses Buch ist eine angenehm kurzweilige und unterhaltsame Art die Kultur des Ruhrgebiets, die sich maßgeblich von der Kultur der Bayern, Berliner oder sonstigen regionalen Gebiete in Deutschland unterscheidet, kennen und verstehen zu lernen. Warum ist der 'Ruhrer' so wie er ist? Nun, das Buch ist sicherlich kein historisch anspruchsvolles Meisterwerk und auch die Strukturierung (sofern wirklich vorhanden) weist einige unergründliche Mängel aus, aber das machen Leidenschaft, Ehrlichkeit und das Herzblut der beiden Autoren, welches sich deutlich in den lokalkolorierten Geschichten mit angenehmer Distanz wiederspiegelt, 'dicke wieda wett'.

Müsste man die Intention des Buches in einem Wort beschreiben, so würde man wohl den Begriff 'Heimweh' wählen. Einer der Autoren, Frank Patalong, beschreibt das trefflich in einer Passage wie folgt:

Wir Ruhr-Menschen, die wir unsere besten Kumpels 'Sausack' schimpfen, deren 'Fresse' wir wirklich vermisst haben, sind sensibler, als man denkt. (') Dem Ruhri entspricht am ehesten die englische Übersetzung von Heimweh, homesickness, die Heimatkrankheit also. Schönes Wort, weil es so ambivalent ist. Denn Heimweh, weiß der Ruhrgebietler, funktioniert in beide Richtungen. Er kennt sozusagen eine Art Heimweh rückwärts. (') Im Pott würde man das darin vermittelte Gefühl wohl mit 'Überall is scheißer als zuhause' übersetzen.

Dieses Heimweh veranlasst die beiden Autoren ' sie erzählen übrigens jeweils fast 20 Jahre 'getrennt', der eine in den 70er/80er aufgewachsen, der andere in den 90ern ' gedanklich zurückzureisen und ihre Erinnerungen und Erlebnisse in lebendige und bildhafte Worte zu gießen. Nebenbei erfährt der Leser auch noch wissenswerte Geschichts- und Kulturfakten, die das 'warum is dat so?'

Wie gesagt, man darf keine kulturanthropologische Abhandlung erwarten, das Buch ist solide Unterhaltung mit dem angenehmen Abfallprodukt 'kultureller Bildung'. Also einmal 'Mäuschen spielen' für all die, die das Ruhrgebiet nie erfahren haben und einmal 'Mensch, genau so waa dat!' für all diejenigen, die das Ruhrgebiet hautnah erfahren mussten/durften.

Ich bin sehr froh, dass ich das Buch von Konrad Lischka gewonnen habe, denn sonst hätte ich es mir wahrscheinlich nicht einfach so gekauft. Aber nun empfehle ich es allen, die irgendwie am Ruhrgebiet interessiert sind, und es ist allemal als Weihnachtsgeschenk für Mutta und Vatta, sowie Omma und Oppa in Essen und 'Düsbuach' geeignet, denn es erklärt ihnen wie ihre Enkel und Kinder darin gefühlt aufgewachsen sind und vielleicht regt es ja dann in geselliger Weihnachtsrunde auch dazu an, sich etwas mehr über die eigene Herkunft und Kultur auszutauschen, was ich persönlich eigentlich immer sehr spannend finde und allemal interessanter als über Klatsch, Tratsch und Politik bei Tische zu sprechen.
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