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Bereits auf der ersten Seite des Buches ist klar, dass der Protagonist selbst an einer unheilbaren Krankheit leidet. Eine Krankheit, die um sich greift und wegen der der Schönheitssalon in ein Sterbehaus umgewandelt wurde, als Ort der Zuflucht für die Todgeweihten. Eine Krankheit, die der Autor nicht beim Namen nennt. Nichts hat einen Namen in dieser apokalyptischen Erzählung, nicht der Geliebte, nicht die Todgeweihten und auch nicht die Fische.
Eine Geschichte, die betroffen macht, aber nicht betroffen ist. Eine eindrucksvolle Erzählung, die Anfang der 90er-Jahre in Mexico City entstanden ist. Möglicherweise eine Parabel. Angesichts der sich aufdrängenden Parallelen zu der existierenden Krankheit Aids ist diese jedoch aus heutiger Sicht in Deutschland fragwürdig. Eindeutig ist die Klarheit Bellatins Sprache und doch ist diese nicht zu fassen. Es bleibt die Erinnerung, das Warten und das Hoffen auf Respekt vor der Einsamkeit, dem Tod: "Merkwürdig, wie meine Gedanken von Tag zu Tag schneller werden. Ich glaube, früher habe ich mir nie so viel Zeit zum Nachdenken genommen." --Mathias Mahler
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5.0 von 5 Sternen
Vergänlichkeit,
Von Thomas "xxx" (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Der Schönheitssalon (Gebundene Ausgabe)
Ein Strichjunge eröffnet einen Friseursalon mit Aquarien und schillernden Fischen. Sein Geschäft wird zum beliebtesten der Stadt. Doch nachdem er einen todkranken Freund in seinem Salon aufnimmt verwandelt er seinen Salon in ein Sterbehaus. Jeden Tag kommen mehr kranke Männer, die von den Krankenhäusern abgewiesen wurden. Und er muss Aufnahmeregeln aufstellen. Die Motive, die den Protagonisten dazu verleiteten seinen Schönheitssalon in eine Zufluchtstätte zu verwandeln, bleiben in einer Apathie verschleiert, die sich in der ganzen Erzählweise widerspiegelt. Die aufgebaute Atmosphäre unterstreicht die Gefühle die die Geschichte bewirken und die Fragen die sie aufwirft. Ein Buch das einen über Aids, Hass, medizinische Hilfe und Gleichgültigkeit nachdenken lässt.
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