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Inhalt
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Ausgehend von Richard M. Cohens Bild "Exkursion in die Philosophie" stellt Schmid die Frage danach, welchen Sinn das Leben denn eigentlich habe. Er beantwortet sie in den nächsten Kapiteln mit der Behandlung von Gewohnheiten, der Lüste, Schmerzen, Tod, Zeit, Leben als Versuch, Zorn, Ironie, Negativem Denken, Melancholie, Gelassenheit, Ökologie, Cyberspace, Gesundheit bis er schließlich den Kreis schließt mit Heiterkeit im antiken Sinne, dem Weg zum Glück und dem schönen Leben.
Durch alle Bereiche hindurch zieht sich der Versuch, uns zu einem ausgeglichenen Leben anzuregen.
Scheinbar Negatives wie Lust oder Zorn sollen nicht verbannt, sondern bewusst und selbstbestimmt in die Lebenskunst integriert werden. Schmerz, Tod oder Melancholie haben ihren Sinn, z.B. um Grenzen aufzuzeigen. Reines positives Denken lehnt Schmid aus diesem Ansatz der Ausgewogenheit genauso ab, wie reinen Negativismus.
Es geht um die eigene Gestaltung des Lebens mit all seinen Höhen und Tiefen in Reflexion und Gelassenheit. Dies ist dann gelungen, wenn man das Leben zurückblickend bejahen kann - dann war und ist es schön.
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Kommentar
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Ein kluges und empfehlenswertes Buch. So tiefgründig, dass es vielleicht nicht für den Strand zwischen Volleyball und Surfen geeignet ist, aber doch angenehm und allgemein verständlich geschrieben.
Sollten Sie eine praktische Anleitung zum Glück suchen, werden Sie hier nicht direkt fündig. Das Buch ist für all diejenigen empfehlenswert, die sich philosophisch und eher allgemein mit dem Sinn des Lebens beschäftigen möchten, ohne Fachchinesisch, Zeigefinger oder Dogma.
Die beschriebene Balance des Lebens, die auch 'negative' Gefühle bejaht und integriert ist sehr verführerisch. Aber hier verschwimmt leider auch die Trennung zu einem unglücklichen Leben. Wie Schmid auch selbst anmerkt, ist die Ausgestaltung sehr individuell. Aus diesem Grund kann keine pragmatische Anleitung für ein schönes Leben oder eine klare Orientierung geliefert werden.
Ausgewogenheit hat auch Schwachstellen. Positives Denken wird als dogmatisch angelehnt, ohne zu berücksichtigen, welche Kraft sie für ein gutes Leben haben kann. Negatives wie z.B. Zorn wird integriert, soll nutzbringend eingesetzt werden, aber Schmid präsentiert kein Rezept gegen die negativen Folgen des Zorns. In einem vertiefenden Gespräch würde Schmid sicherlich auch dies relativieren.