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Schmerz und Lust
upj. Auf dem Umschlag wirbt das Buch mit einer schönen Vignette: einem Bild von Paul Klee, das einen Menschen im «Übermut» zeigt. Darüber dann der wohl mit einem rhetorischen Fragezeichen versehene Titel: Schönes Leben? Der Berliner Philosoph Wilhelm Schmid, der 1998 mit einer «Grundlegung» zur «Philosophie der Lebenskunst» die Aufmerksamkeit einer an praktischer Orientierung interessierten Öffentlichkeit auf sich ziehen konnte, hat seiner «Grundlegung» nun eine «Einführung» folgen lassen. Die zwanzig Kapitel zum grossen Teil basieren sie auf gekürzten Teilen des Buches von 1998 sind einzeln lesbar; je nach Lebenslage kann sich der eine in das Kapitel «Vom Sinn der Schmerzen» vertiefen, während andere anderes vorhaben, etwa «Die Lüste geniessen». Schmid allerdings distanziert sich von der Haltung, «Lebenskunst» sei etwas «Leichtes», gleichsam in einem Schnellkursus zu Erlernendes. An die antike Lebenskunst anknüpfend, soll der philosophischen Tradition der Selbstsorge in einer Zeit wieder Aufmerksamkeit verschafft werden, die allzu sehr vom schnellen Tun geprägt sei und zu wenig über das geglückte Sein nachdenke. Der Suhrkamp-Verlag hat dieser existenziellen «Trendwende» gleich eine eigene Reihe gewidmet. Was wohl wird der nächste Streich in dieser «Bibliothek der Lebenskunst» sein?
»Seit mehr als zwanzig Jahren arbeitet der Berliner Philosoph Wilhelm Schmid an diesem Projekt - etwa mit einer wissenschaftlichen »Grundlegung« der Lebenskunst. In »Schönes Leben?« hat er seine Überlegungen in die Form eines Vademecums gebracht. Knappe Essays machen handhabbar, was Aristoteles, Epikur oder die Stoiker hinterließen. Und die Antwort auf die Titelfrage lautet: Schönes Leben heißt, das Leben bejahenswerter zu machen.«
(Literaturen )
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Gelassene Betrachtung über den Sinn des Lebens,
Von
Rezension bezieht sich auf: Schönes Leben?: Einführung in die Lebenskunst (suhrkamp taschenbuch) (Taschenbuch)
-----------------------------Inhalt ----------------------------- Ausgehend von Richard M. Cohens Bild "Exkursion in die Philosophie" stellt Schmid die Frage danach, welchen Sinn das Leben denn eigentlich habe. Er beantwortet sie in den nächsten Kapiteln mit der Behandlung von Gewohnheiten, der Lüste, Schmerzen, Tod, Zeit, Leben als Versuch, Zorn, Ironie, Negativem Denken, Melancholie, Gelassenheit, Ökologie, Cyberspace, Gesundheit bis er schließlich den Kreis schließt mit Heiterkeit im antiken Sinne, dem Weg zum Glück und dem schönen Leben. Durch alle Bereiche hindurch zieht sich der Versuch, uns zu einem ausgeglichenen Leben anzuregen. Scheinbar Negatives wie Lust oder Zorn sollen nicht verbannt, sondern bewusst und selbstbestimmt in die Lebenskunst integriert werden. Schmerz, Tod oder Melancholie haben ihren Sinn, z.B. um Grenzen aufzuzeigen. Reines positives Denken lehnt Schmid aus diesem Ansatz der Ausgewogenheit genauso ab, wie reinen Negativismus. Es geht um die eigene Gestaltung des Lebens mit all seinen Höhen und Tiefen in Reflexion und Gelassenheit. Dies ist dann gelungen, wenn man das Leben zurückblickend bejahen kann - dann war und ist es schön. ----------------------------- Kommentar ----------------------------- Ein kluges und empfehlenswertes Buch. So tiefgründig, dass es vielleicht nicht für den Strand zwischen Volleyball und Surfen geeignet ist, aber doch angenehm und allgemein verständlich geschrieben. Sollten Sie eine praktische Anleitung zum Glück suchen, werden Sie hier nicht direkt fündig. Das Buch ist für all diejenigen empfehlenswert, die sich philosophisch und eher allgemein mit dem Sinn des Lebens beschäftigen möchten, ohne Fachchinesisch, Zeigefinger oder Dogma. Die beschriebene Balance des Lebens, die auch 'negative' Gefühle bejaht und integriert ist sehr verführerisch. Aber hier verschwimmt leider auch die Trennung zu einem unglücklichen Leben. Wie Schmid auch selbst anmerkt, ist die Ausgestaltung sehr individuell. Aus diesem Grund kann keine pragmatische Anleitung für ein schönes Leben oder eine klare Orientierung geliefert werden. Ausgewogenheit hat auch Schwachstellen. Positives Denken wird als dogmatisch angelehnt, ohne zu berücksichtigen, welche Kraft sie für ein gutes Leben haben kann. Negatives wie z.B. Zorn wird integriert, soll nutzbringend eingesetzt werden, aber Schmid präsentiert kein Rezept gegen die negativen Folgen des Zorns. In einem vertiefenden Gespräch würde Schmid sicherlich auch dies relativieren. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
30 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Anregungen zur Lebenskunst,
Rezension bezieht sich auf: Schönes Leben?: Einführung in die Lebenskunst (Gebundene Ausgabe)
Von Phrasen kann keine Rede sein. Im Gegensatz zu den bisherigen Meinungen, die ich hier zu lesen bekam, bin ich überzeugt: Dieses Buch ist in vielfacher Hinsicht erfreulich: Es ist nicht nur rein äußerlich esthetisch und anspruchsvoll, was freilich nicht das Maß aller Dinge sein kann, sondern auch inhaltlich überzeugend. Der Autor, Wilhelm Schmid, sagt bereits im Vorwort ausdrücklich, dass er hier lediglich "ausgewählte Abschnitte" aus seinem 560-Seiten-Werk "Philosophie der Lebenskunst" vorlegt.Welche Abschnitte das sind, wird im Anhang präzise dokumentiert. Zusätzlich sind drei neue Texte über Heiterkeit, Gesundheit und die Frage nach Glück enthalten, was dem aufmerksamen Leser wohl kaum verborgen bleiben dürfte. Schwierige Sachverhalte werden auch für den Laien in eleganter Sprache verständnisreich klar dargestellt, was das Buch besonders auszeichnet. Mit wenigen Worten wird sehr viel gesagt! Vorausgesetzt ist freilich die Bereitschaft, in die Tiefe zu gehen und nicht an der Oberfläche zu verweilen. Erst so kann man sich ein qualitatives Urteil erlauben. Wundervoll sind beispielsweise die Abschnitte über Gewohnheiten, über das Negativdenken und über die Heiterkeit. Wer dann noch tiefer in die Kunst des Lebens einsteigen will, kann sich die viel umfangreichere "Philosophie der Lebenskunst" zu Gemüte führen. Sie gibt Anregungen und Antworten auf Fragen, wie sie bisher in dieser Weise noch nicht gestellt wurden. Ich kann diese Lektüre nur empfehlen!
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38 von 52 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen
Zweifach ärgerlich,
Rezension bezieht sich auf: Schönes Leben?: Einführung in die Lebenskunst (Gebundene Ausgabe)
Dieses Buch ist in doppelter Hinsicht ärgerlich:1) Es handelt sich um die unveränderte Wiedergabe eines kleinen Ausschnittes aus der "Philosophie der Lebenskunst" des selben Autors. Nirgendwo wird auf diesen Sachverhalt hingewiesen.Wirkliche Interessenten dieses Autors sind gut beraten,sich die wesentlich umfangreichere "Philosohie der Lebenskunst" zum selben Preis zuzulegen.2) Das einzig wirklich Lesbare sind die eingestreuten Zitate anderer Philosophen. Hinter unverständlicher Phrasenflut und dürren wiewohl aufgeblasenen Worthülsen läßt sich oft keine Aussage erkennen. Es gibt genügend Beispiele in der Philosophie, daß sich auch schwierige Sachverhalte lesbar darstellen lassen. Dieses Buch legt beredt Zeugnis davon ab, wie mit vielen Worten nichts ausgesagt werden kann. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen |
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